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Standardfragen: OOP Heads-Up am Flop mit Initiative

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Standardfragen: OOP Heads-Up am Flop mit Initiative - 29-02-2008, 07:20
(#1)
Benutzerbild von Midas14
Since: Aug 2007
Posts: 180
Eine häufige Situation, bei der mir die korrekte Spielweise gänzlich unklar ist:

Wir haben Preflop erhöht und ein Spieler ist mitgegangen, das Spiel ist am Flop also Heads-Up. Unabhängig davon, welche Hand wir halten und was auf dem Board liegt, werden wir in den meisten Fällen am Flop setzen, entweder, weil wir den Flop getroffen haben oder als Continuation Bet.

So weit, so gut.

Nehmen wir nun an, der Gegner erhöht unseren Einsatz.

Variante 1: Wir haben nichts getroffen.
Hier bietet sich eigentlich an, die Hand wegzulegen. Warum sollten wir mit Bottom-Pair oder Ace-High Geld in eine Hand investieren, in der der Gegner Stärke gezeigt hat.
Passen wir hier aber zu häufig, wird ein aufmerksamer Gegner anfangen, gegen unsere Flop-Bet zu bluffen, wodurch unsere Continuation-Bet an Wert erheblich verliert.
Wie oft sollten wir hier also fortsetzen, ohne etwas in der Hand zu halten? Welches ist dann die richtige Spielweise: Call-Flop, Check/Fold Turn?

Variante 2: Wir halten die wahrscheinlich beste Hand (Top Pair, Top Kicker o. ä.)
hier möchten wir einerseits unsere Hand beschützen, andererseits möglichst viele Chips in den Pot bekommen. Machen wir den Fall einfach und nehmen ein Board ohne große Draw-Optionen an.
Hier dürfte es sich regelmäßig empfehlen, Call-Flop/Check-Raise Turn zu spielen. Das Problem hierbei folgt aus

Variante 3: Wir halten einen starken Draw (8 outs oder besser)
Hier möchten wir in der Regel den Flop Semibluffen, um am Turn passiv spielen zu können, also etwa 3bet Flop und Check-Call oder Bet-Call Turn, wenn der Draw dort nicht angekommen ist.

Wie vermeide ich aber in solchen Fällen meinem Gegner gleichsam überdeutlich zu sagen, ob ich eine Made hand halte oder einen Draw?

Wenn ich aus Gründen der Verdunkelung auch mit einer Made hand den Flop erhöhen möchte, in wieviel Prozent aller Fälle sollte ich dies tun? Und wie passe ich diese Spielweise optimal an die PT-Werte meiner Gegner an?
 
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29-02-2008, 11:51
(#2)
Benutzerbild von moredown2008
Since: Jan 2008
Posts: 34
"in den meisten Fällen am Flop setzen"
-> wir setzen immer

zu 1: Du spielst deine Hand nach Odds und Outs.
zu 2: 3-bet Flop, Bet Turn
-> Du riskierst keine Freecard, du kannst oft viele Turns nicht mehr check/raisen, mit starken Madehands kannst du auch den Turn nochmal 3-betten
zu 3: - gegen Callingstations spielts du deinen Draw passiv weiter: call Flop, check/call Flop
- gegen tighte Spieler musst du schaun, ob der Gegner im Verlauf der Hand eine bessere hand folden kann -> du kannst deinen Monsterdraw (8+Outs) 3-bet Flop, bet Turn spielen

"Hier möchten wir in der Regel den Flop Semibluffen, um am Turn passiv spielen zu können, also etwa 3bet Flop und Check-Call"

-> was macht das für einen Sinn? Keinen.
- Mit zb. 9 Outs hast du nicht genug Equity um for Value zu 3-betten
- durch 3-bet Flop erzeugst du nicht viel Foldequity, sondern erst durch Bet Turn (Villian wird auf die 3-bet Flop keine bessere Hand folden)
 
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29-02-2008, 17:07
(#3)
Benutzerbild von Midas14
Since: Aug 2007
Posts: 180
Danke.