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Odds und Outs und Tochterfragen

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Odds und Outs und Tochterfragen - 07-03-2008, 09:29
(#1)
Benutzerbild von foxxxl
Since: Sep 2007
Posts: 57
BronzeStar
Irgendwann kommt ein jeder Spieler in die Pokerphase,
wo er sich mit Outs und Odds beschäftigt.
So kaufte ich Pokerbücher und versuchte, alles darüber zu lesen.
Und irgendwie verstehe ich ein Thema oftmals erst dann richtig,
wenn ich es einer anderen Person erklären kann und oftmals
verstehe ich es erst nach der Erklärung das erste Mal selbst :-)

So kam es, dass ich versuchte, meiner Tochter ( ein kleines Pokergenie,da sie nur intuitiv spielt und gewinnt ) diese mathematischen Regeln zu erklären und wie es so kommt, kamen dabei Fragen auf, die ich auch nicht so richtig beantworten konnte.

"Papa, glaubst Du denn wirklich, dass die Pokerprofis wirklich sich am Tisch jedesmal ausrechnen, ob die pott-odds stimmen und dass sie wirklich auf jeden Einsatz verzichten, immer wenn die pott-odds dagegen sprechen ?"

Natürlich ! habe ich geantwortet und doch ..... stimmt das wirklich ?

"Und wenn es denn so wäre, könnten nicht jeder mit Implied Odds einfach jeden Einsatz mehr oder weniger begründen, indem er sagt, dass er davon ausginge, dass alle anderen 6 Spieler wahrscheinlich all-in gehen würden?"

Tja, "Implied Odds sind wichtig und müssen genau abgeschätzt werden", war meine Antwort und wechselte schnell das Thema, um wieder auf sicheren Füßen stehen zu können.

"Aber Papa, es ist doch so, dass diese ganze Rechnerei zwar sicher eine Hilfe ist, aber es sitzen doch nicht nur Mathematiker am Tisch. Das müsste doch bedeuten - besonders in komplexen Spielsituationen -, dass alle Spieler, die in der Schule nicht eine 1 in Mathe hatten, mit Pokern erst gar nicht anfangen sollten, oder ?"

Da stand ich da und erinnerte mich, dass ich in Mathe mühsam gerade mal eine 2 geschafft hatte und überlegte, ob ich weiter Pokern sollte.

"Und was ist, wenn ich einen Gegenspieler habe, der mich schon mehrmals mit seinen hohen Einsätzen geärgert hat und mich dann in diese schlechten pott-odds setzte. Gehe ich dann immer wieder raus, nur weil es die Mathematik nicht zulässt ?"

"Nein, dann gehst Du all-in, verlierst zwar, aber hast wengistens
Deine Ehre gerettet !!!!!!!!". antwortete ich etwas verärgert und in provozierenden Ton und war mir gleichzeitig sicher, hier die falsche Antwort gegeben zu haben.

"Na dann wünsche ich Dir mit Deinen pott-odds noch viel Erfolg !"
lächelte sie und ich versprach ihr, die Fragen mal ins Forum zu stellen.
Vielleicht gibt es ja Spieler, die pädagogisch wertvollere Aussagen zu diesen Themen machen können.

Geändert von foxxxl (07-03-2008 um 09:33 Uhr).
 
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07-03-2008, 11:07
(#2)
Benutzerbild von h00rbert
Since: Feb 2008
Posts: 446
Es geht eben nicht nur um Odds und Outs beim Pokern. Wer 'nur' danach spielt wird auf lange Sicht verlieren - selbst Pokerprogramme versuchen immer wieder die 'Logik' (die weitaus mehr umfasst als nur Odds und Outs) zu immitieren und sozusagen eine KI (Künstliche Intelligenz) zu erzeugen.

Wofür haben viele hier Pokertracker und PokerAce? Braucht man doch garnicht, wenn ich nur nach Outs und Odds spiele. Wenn mir ein gegner mit 14-20 postflop aggression auftaucht, VP$IP über 40/50, Att. to Steal > 25% o.Ä. - da geht man dann eher nach den Stats und nicht nach Outs. Outs und Odds sind nur dann unschlagbar, wenn ich keine zusätzlichen Informationen über den Gegner habe - weder Notes, Reads, Tells oder PT / PA Stats.

Treffe ich auf einen 'unknown' so muss ich zuerst einmal nur nach odds und outs spielen. Schaust du dir aber mal Highstakes Poker,WSOP o.Ä. an (wo du ja sogar die Holecards siehst) - da rücken die Odds und Outs immer mehr in den Schatten - hier sind andere Qualitäten fast gleich wenn nicht sogar mehr gefragt.

Edit: Eine Mathe 1 bedarf es nicht unbedingt - paar sachen addieren, teilen oder Brüche kürzen kann eigentlich jeder... Man sollte nur garkeine Ahnung von Mathe haben - das is sehr schlecht. Eine gute bis sehr gute Mathenote hilft jedoch ungemein - da man schneller rechnen kann und somit Villain keinen "Zeitvorsprung" gibt oder bei ihm den gedanken aufkommen lässt wie "Der zögert doch, der hat Angst!".
 
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07-03-2008, 11:30
(#3)
Benutzerbild von Ammon1703
Since: Feb 2008
Posts: 17
BronzeStar
bzgl der implied odds

natürlich kann man sich das ganze so schön rechnen aber das is eigentlich nicht mehr als selbstbetrug und auf lange sicht nicht profitabel.

insgesamt gehört natürlich neben den odds und outs wie mein vorredner schon meinte auch der read auf den gegner bzw pt stats und ein portion bauchgefühl und gesunden menschenverstand.
 
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07-03-2008, 21:52
(#4)
Benutzerbild von stretchi187
Since: Nov 2007
Posts: 55
Auch ich kan mich meinen Vorgängern nur anschliessen es ist von Vorteil Outs und Odds zu beherschen aber genauso wichti ist erfahrung und intuition oder das bauchgefühl in der jeweiligen situation.(nur weil man einen Führerschein besitzt ist man auch ein guter Autofahrer aber es hilft..........^^
 
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07-03-2008, 21:55
(#5)
Benutzerbild von dominode
Since: Aug 2007
Posts: 846
BronzeStar
Man sollte sie natürlich beherrschen, du musst deine gegener die danach entscheiden, entweder zum rausgehen oder zum reinbuttern "zwingen"...
 
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11-03-2008, 15:20
(#6)
Benutzerbild von WinnerGuy22
Since: Oct 2007
Posts: 70
WhiteStar
Es ist sehr wichtig die Outs und Odds zu kennen,weil man damit einfach besser einschäzen kann,ob man call,folden,... soll.Jeder gute Spieler muss das können.
 
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13-03-2008, 06:41
(#7)
Benutzerbild von Pokerhonter
Since: Dec 2007
Posts: 21
Zitat:
Zitat von foxxxl Beitrag anzeigen
"Papa, glaubst Du denn wirklich, dass die Pokerprofis wirklich sich am Tisch jedesmal ausrechnen, ob die pott-odds stimmen und dass sie wirklich auf jeden Einsatz verzichten, immer wenn die pott-odds dagegen sprechen ?"
Ich bin mir sicher, dass gute Spieler stets ihre pott-odds kennen, aber nicht zwangsläufig danach spielen.

Zitat:
Zitat von foxxxl Beitrag anzeigen

"Und wenn es denn so wäre, könnten nicht jeder mit Implied Odds einfach jeden Einsatz mehr oder weniger begründen, indem er sagt, dass er davon ausginge, dass alle anderen 6 Spieler wahrscheinlich all-in gehen würden?"
Natürlich kann man sich die Chancen mit Hilfe der Implied Odds schön rechnen. Wie bereits gesagt ist dies aber langfristig nicht profitabel und kostet dich sicherlich eine Stange Geld.

Zitat:
Zitat von foxxxl Beitrag anzeigen
"Aber Papa, es ist doch so, dass diese ganze Rechnerei zwar sicher eine Hilfe ist, aber es sitzen doch nicht nur Mathematiker am Tisch. Das müsste doch bedeuten - besonders in komplexen Spielsituationen -, dass alle Spieler, die in der Schule nicht eine 1 in Mathe hatten, mit Pokern erst gar nicht anfangen sollten, oder ?"

Da stand ich da und erinnerte mich, dass ich in Mathe mühsam gerade mal eine 2 geschafft hatte und überlegte, ob ich weiter Pokern sollte.
Das hat weniger mit Mathe als mit Rechnen zu tun. Die Grundrechenarten beherrscht doch hoffentlich jeder von uns. Die Werte wiederholen sich, so dass auch ein "auswendig lernen" möglich ist. Deshalb hat eine Schulnote in Mathe über Erfolg oder sein Ausbleiben nichts zu sagen.

Zitat:
Zitat von foxxxl Beitrag anzeigen
"Und was ist, wenn ich einen Gegenspieler habe, der mich schon mehrmals mit seinen hohen Einsätzen geärgert hat und mich dann in diese schlechten pott-odds setzte. Gehe ich dann immer wieder raus, nur weil es die Mathematik nicht zulässt ?"

"Nein, dann gehst Du all-in, verlierst zwar, aber hast wengistens
Deine Ehre gerettet !!!!!!!!". antwortete ich etwas verärgert und in provozierenden Ton und war mir gleichzeitig sicher, hier die falsche Antwort gegeben zu haben.
Bei bekannten Spielern solltest du einige Eigenarten kennen (Tells) und wissen, wann du - wie in deinem Beispiel einen loosen Spieler - folden, callen oder raisen solltest. Dann spielen die Odds keine Rolle, sondern die Gewinnwahrscheinlichkeit deiner Hand.

Fazit: Odds sind wichtig, jedoch nicht alles.

Viel Glück.
 
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14-03-2008, 12:02
(#8)
Benutzerbild von pokernoob112
Since: Mar 2008
Posts: 75
Auf den sehr hohen Limits und auf Finaltablen spielt man, meistens, eher die Personen, als die Hände. Da wechselt man oft ung gerne die Strategie, einmal TAG, LAG und zurück

Als NOrmalsterblicher reicht es aber aus erst die Hände und dann die Gegner zu spielen, nicht anders rum. Denn auch wenn er noch so tight ist und anfängt zu cappen - AA z. B. bleibt AA
 
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22-03-2008, 13:49
(#9)
Benutzerbild von IMMERMYPOT
Since: Mar 2008
Posts: 84
Zitat:
Zitat von WinnerGuy22 Beitrag anzeigen
Es ist sehr wichtig die Outs und Odds zu kennen,weil man damit einfach besser einschäzen kann,ob man call,folden,... soll.Jeder gute Spieler muss das können.
Das sehe ich auch so es sind ja keine Garantien die da berechnet werden sondern wahrscheinlichkeiten und die sollen einem ja helfen und einen nicht lenken
 
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22-03-2008, 14:13
(#10)
Benutzerbild von Broenne
Since: Jan 2008
Posts: 314
Odds iund Outs stellen sicherlich eine hilfe da und die Pors kennen ihre auch in jeder hand. Natürlich spielt der iene mehr und der andere weniger danach aber es kann für Anfänger schon sehr hilfreich sein un irgendwann hat man das automatisch drin wann das bezahlen noch Sinn mancht oder nicht