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Statistiken für FL? - 13-10-2007, 18:40
(#1)
Benutzerbild von Scots75
Since: Aug 2007
Posts: 829
Salute,

habe mal eine Frage, die sich auf Statistiken, für FL beziehen.
Meine Handrange mit knapp 1500 Händen ist noch nicht aussagekräftig.
Dennoch würde ich gerne ein paar Anhaltspunkte bekommen, wie die Statistiken optimalerweise sein sollten.

Besonders interessant sind für mich
Saw Flop %
VPiP %
Saw Flop not Blind %
Pre Flop Raise %
First in Raise %
Went to showdown %


Wäre über Antworten dankbar,

Gruß
Scots75
 
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13-10-2007, 19:22
(#2)
Benutzerbild von Hupyflup
Since: Oct 2007
Posts: 368
Schau mal hier:

http://forumserver.twoplustwo.com/sh...t=1&PHPSESSID=

Ich hoffe, man darf hier Links zu 2+2 posten!?!
 
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14-10-2007, 10:42
(#3)
Benutzerbild von Scots75
Since: Aug 2007
Posts: 829
Sind mit Sicherheit interessante Infos, Dein Link beinhaltet allerdings nur 6-max Tische.

Da werden sich die Statistiken mit Sicherheit von Full-Ring Tischen unterscheiden!

Werde aber mal bei 2+2 suchen!
Trotzdem wäre ich über weitere Antworten dankbar!

Gruß
Scots75
 
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15-10-2007, 10:28
(#4)
Benutzerbild von Maet80
Since: Aug 2007
Posts: 50
Hier hast du mal ein paar Werte die man etwa haben sollte. Hab die mal irgendwo aufgeschnappt(weiss leider nicht mehr ganz genau wo).

VPIP 16%-19%
Went to SD 32%-36%
Won $ WSF 35%-37%
PFR 9%-11%
 
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09-12-2007, 00:38
(#5)
Benutzerbild von Tempus1974
Since: Dec 2007
Posts: 3
Da schließt sich für mich direckt eine Frage an: gibt es optimale Statistiken in dem Bereich überhaupt?
Mir erscheint es doch sehr wichtig das Spiel/Tisch-level zu beachten. Gerade in den micro und low Limit Bereichen würde man, aufgrund der häufig höheren Anzahl an Limpern, doch auch höhere % als optimal ansehen müssen?
Wenn ich meine Statistiken so betrachte hoffe ich das zumindest, sonst bin ich einfach "loose". Gerade die Spielquote im big-blind ist beachtlich, gut über 60%; aber wenn eben pre-flop wenig geraised wird, spielt man auch sehr oft.
Wäre also sehr interessant noch Differenzierungen vorzunehmen.
 
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09-12-2007, 00:50
(#6)
Benutzerbild von skyflyhi
Since: Nov 2007
Posts: 2.231
Zitat:
Zitat von Tempus1974 Beitrag anzeigen
Da schließt sich für mich direckt eine Frage an: gibt es optimale Statistiken in dem Bereich überhaupt?
Ich habe auf PokerStars jetzt 12k Hände (5k ganz unten, 5k "2.Level", 2k 3.Level) full ring und in etw die oben genannten Werte. Allerdings habe ich einen preflop raise von nur 8% und einen Won$WSF von 31%. Ich erkläre mir das mit der hohen ASF-Rate in den micros, ich raise zudem etwas passiv weil diese "klassischen" Spielzüge in den micros nicht gehen, d.h. es wird durchgezahlt, also erst mal den flop sehen.

Schau Dir mal die twoplustwo stats an.

BWT - spiele nicht auf Werte sondern wie Du es für richtig hältst.
 
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09-12-2007, 05:11
(#7)
Benutzerbild von IfrifraI
Since: Dec 2007
Posts: 18
BronzeStar
Zitat:
ich raise zudem etwas passiv weil diese "klassischen" Spielzüge in den micros nicht gehen, d.h. es wird durchgezahlt, also erst mal den flop sehen.
Da begshst du aber einen riesen Fehler. Völlig egal, wie deine Gegner Postflop spielen, hast du im Durchschnitt einfach die bessere Hand und solltest damit versuchen Geld in den Pot zu bekommen.
Stell dir vor Postflop bis zum River könnte niemand mehr irgendetwas setzen und deine Gegner würden natürlich die gleichen Hände spielen.
Wenn dir der Flop nicht gefällt und du viele Gegner hast musst du ja auch keine Contibet feuern sondern kannst nach Odds/Outs c/c oder c/f spielen.
Du triffst aber viel häufiger als deine Gegner den Flop so, dass du die beste Hand hälst und das weißt du eben auch schon Preflop.
Außerdem sind die meißten Charts eh schon noch ein gutes Stück tighter gestaltet und auf Playability ausgerichtet als es pure Wahrscheinlichkeitsrechung diktieren würde. Soll heißen, du foldest am Flop sehr selten unbewusst die beste Hand.

Wenn du Pre-Flop passiver spielst, verringerst du zwar deine Varianz, doch ist das eine Milchmädchenrechnung, denn proportional dazu veringerst du auch auch deine Longterm Winningrate.

Das alles hat nichts im geringsten damit zu tun, ob irgendwelche Postflop moves klappen oder nicht.
Gerade in den Micros gilt es nicht zu bluffen oder semibluffen (denn es foldet ja eh niemand), sondern Valuemaximierung hoch zehn zu betreiben. Und für letzteres ist ein gesunder PFR Wert das A&O (Zumindest das A, wenn das O 'Valuebet River' bedeutet )
 
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09-12-2007, 14:25
(#8)
Benutzerbild von Hupyflup
Since: Oct 2007
Posts: 368
@Ifrifra:
da kann ich dir nur begrenzt zustimmen.
Es kann auch angebracht sein, preflop nur zu limpen. Man muß im FL auch immer bedenken, daß man niemandem die Odds so richtig versauen kann.
Mag sein, daß ich oft preflop vorne liege, aber wenn mich trotzdem 5 Leute callen, dann ist der Pot auf dem Flop schon so groß, daß ich auf dem Flop kaum noch Leute zu Fehlern bewegen kann. Schließlich hat so ziemlich jeder Draw die richtigen Odds, um meine Small Bet zu callen.
Und gerade mit Händen wie AQo oder so treffe ich den Flop genauso oft, wie irgendwer x-beliebiges. Wenn aber 4 oder mehr x-beliebige Pockets in der Hand sind, dann kann ich AQ getrost folden am Flop, wenn ich am Flop vorbeigerauscht bin.

Durch diese Spielweise verringert man weder Varianz noch winnig rate.
 
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09-12-2007, 16:53
(#9)
Benutzerbild von IfrifraI
Since: Dec 2007
Posts: 18
BronzeStar
Ich will hier auch kein Raise or Fold propagieren. Spekulative Hände wie Suited Connectors oder kleine Pockets sind an loosen Tischen wie in den Micros durchaus profitabel zu limpen.

Aber nehmen wir mal dein AQo beispiel: Natürlich trifft man mit AQo genauso häufig den Flop wie zB mit T8o. Der gewaltige Unterschied ist aber, dass wenn man trifft, den Flop wesentlich besser trifft. Wenn T8o die T erwischt hat die Hand erstens kleinen Kicker und kann leicht dominiert sein und hat noch viele Overcard Outs gegen sich. Mit AQotreffen wir, wenn wir treffen, aber meißtens TPTK oder zumindest TPGK.

Die Argumentation, dass du deine Gegner in kleinen Pötten am Flop leichter zu Fehlern zwingen kannst, ist nicht von der Hand zu weisen. Was aber dabei eben nicht bedacht ist, dass du deine Gegner Preflop schon leichter zu einem viel größeren Fehler zwingen kannst.
Mit AQo hälst du wahrscheinlich die beste Hand. Nur gegen AA, KK QQ und AK liegst du deutlich zurück. Pockets haben in etwa einen Coinflip. Alle anderen Hände sind quasie Drawinghands und diesen gibtst du schon Preflop inkorrekte Odds.
 
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09-12-2007, 18:39
(#10)
Benutzerbild von Tempus1974
Since: Dec 2007
Posts: 3
Nur damit ich das richtig verstehe, bei dem AQo Beispiel bleibend, würde der preflop raise versuchen den Starthandvorteil gleich auszunutzen und nach dem limpen würde man versuchen den Vorteil erst durch fehlerhaftes Spiel der Mitspieler zu erlangen?

Das erscheint mir wie ein Tausch von EV. Verbleibt die Frage welche Strategie im micro Bereich erfolgversprechender ist.

Könnte aber sein, dass wir uns mit einer solchen Diskusion zu weit vom eigentlichen Thema abwenden...