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Die Wellen zwischen Erfolg und Mißerfolg

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Die Wellen zwischen Erfolg und Mißerfolg - 15-10-2007, 16:31
(#1)
Benutzerbild von Streamer88
Since: Oct 2007
Posts: 92
Hallo Mit-User!

Mir geht es einfach nicht aus dem Kopf:
Wer kennt es nicht, man spielt mehrere Tage und bekommt nicht wirklich ein erfolgreiches Bein an die Erde. Natürlich, man geht nicht unter und verliert auch nicht jedes Spiel, aber wirklicher Erfolg stellt sich nicht ein.
Dann plötzlich zwei Tage super-Blätter. Man kann "fast" alles machen und gewinnt einfach. Plötzlich passen Turn und River wie angepasst und man kann sich kaum wehren.
Dann wieder normale Tage, dann wieder schlechte Tage.

Welches Phänomen steckt dahinter? Ist Alles Statistik oder was bestimmt die Ups and Downs?

Wie sehen Eure Erfahrungen aus?

Viele Grüße!
 
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15-10-2007, 16:45
(#2)
Benutzerbild von Strichi-Mich
Since: Aug 2007
Posts: 130
Ich denke nicht das es immer die Karten sind..
%tual bekommt man ja eigentlich immer wieder die selben karten..
Ich denke eher das es wie im jeden Sport mit der Form zusammen hängt..
Wie frei bist im Kopf zum Beispiel,
und wie sind deine gegner drauf..

Ich zum bespiel hab gestern 3 von 4 Tunieren gestern gewonnen,weil ich war super drauf..
Heute nacht ab ich kaum geschlafen und war schlecht gelaunt und hab überlegt ob ich überhaupt spiele.
Na ich hab gespielt und bin bei 2 Tunieren nicht mal an Finaltisch gekommen..

Na morgen ist ein neuer tag,
auf eine gute nacht:
 
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15-10-2007, 17:41
(#3)
Benutzerbild von TimTolle
Since: Oct 2007
Posts: 133
Zitat:
Zitat von Streamer88 Beitrag anzeigen
Welches Phänomen steckt dahinter? Ist Alles Statistik oder was bestimmt die Ups and Downs?
Also Statistik schon mal überhaupt nicht - bestenfalls Wahrscheinlichkeiten.

Aber bei Anfängern ist Up/Down viel mehr geprägt durch schlechtes Spiel. Bei Down durch eigenes schlechtes Spiel, bei Up sind es die Gegner, die schlecht spielen.

Es ist halt so, dass in jedem Buch steht: Downswings sind normal, die passieren allen Spielern. Damit bekommt jeder auch gleich die richtige Ausrede, wenn er mal dumme Fehler macht: es sind schlechte Kartensetups, schlechte Spieler, die einen am Ende weglucken oder die nie ankommenden Draws.
 
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15-10-2007, 17:50
(#4)
Benutzerbild von TimTolle
Since: Oct 2007
Posts: 133
Zitat:
Zitat von Strichi-Mich Beitrag anzeigen
Ich denke nicht das es immer die Karten sind..
%tual bekommt man ja eigentlich immer wieder die selben karten..
Das stimmt schon... Aber!

Bei Roulette kommt prozentual auch zu (etwa) gleichen Teilen Rot und Schwarz. Aber trotzdem kann es sein, dass z.B. 13 Mal in Folge Rot kommt. Hat dabei jemand immer auf schwarz gesetzt, hat er einen Downswing. Das ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber es kommt ab und zu vor. Ups und Downs werden damit in gewissen Maßen automatisch produziert - man kann sich nicht dagegen wehren, auch nicht durch Spielpausen.
 
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15-10-2007, 18:09
(#5)
Benutzerbild von Strichi-Mich
Since: Aug 2007
Posts: 130
Zitat:
Zitat von TimTolle Beitrag anzeigen
Das stimmt schon... Aber!

Bei Roulette kommt prozentual auch zu (etwa) gleichen Teilen Rot und Schwarz. Aber trotzdem kann es sein, dass z.B. 13 Mal in Folge Rot kommt. Hat dabei jemand immer auf schwarz gesetzt, hat er einen Downswing. Das ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber es kommt ab und zu vor. Ups und Downs werden damit in gewissen Maßen automatisch produziert - man kann sich nicht dagegen wehren, auch nicht durch Spielpausen.
Wahrscheinlichkeiten...Das war das wort was ich vohin gesucht habe..Damit gebe dir auch recht..

Welches Buch hast du gelesen?

Ich das von Simon Young..
 
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15-10-2007, 18:42
(#6)
Benutzerbild von metaphysiker
Since: Oct 2007
Posts: 75
BronzeStar
Neben der Varianz ist es bestimmt auch die Tagesform..
Gerade wenn man noch nicht so lange pokert, scheint die tagesform ihren Einfluss auf das Spiel zu nehmen..

Fühlem ich mich generell gut,ue ich mir vielleicht auch mal die eine oder andere Hand mehr zu, spiele vielleicht agressiver..

t auch sehr viel damit zu tun immer sein A-Game zu spielen, unabhängig davon, wie man sich gerade fühlt.. Aber das ist gar nicht sooo leicht..

Am beten nur pokern, wenn man sich gut fühlt.. keine Sorgen hat etc..
Oder sich sicher sein, das einen all das nicht ablenkt!!!
 
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16-10-2007, 10:13
(#7)
Benutzerbild von Streamer88
Since: Oct 2007
Posts: 92
Danke Euch, für die bisherigen Antworten.

Ich denke, daß es eine Kombination aus der Tagesform des Spielers/der Gegner und den Effekten der Wahrscheinlichkeiten (für mich Statistik )ist.
Ich bin mir sicher, daß auch sehr gute Spieler mit einer guten Tagesform bei einigen Turnieren wenig Chancen haben, weil sie einfach die Blätter nicht bekommen.
 
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16-10-2007, 10:42
(#8)
Benutzerbild von krachi
Since: Aug 2007
Posts: 15
Varianz und subjektive Wahrnehmung.
Man ist selten so gut oder schlecht wie man gerade denkt
 
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16-10-2007, 10:52
(#9)
Benutzerbild von MetropolRN
Since: Aug 2007
Posts: 3
Meiner Meinung nach ist die Hauptursache die Wahrscheinlichkeit.
Auch AA verliert eben in 20% der Fälle und irgendwann ist es bei jedem mal soweit. Ich hatte gestern in nem SnG sehr gutes Poker gespielt bis ich auf der Bubble erst mit AK gegen AJ und kurz danach mit AK gegen K9 verloren habe und raus war (beides mal preflop all-in).

Was noch dazu kommt ist der Tilt-Faktor. Ich denke insbesondere viele unerfahrene Spieler können solche Beats nicht wegstecken, verlieren erst ihre Disziplin und dann durch schlechtes Spiel noch mehr Geld (das würde ich allerdings nicht als Tagesform bezeichnen).

Und schließlich sind die Gegner ja auch noch zu berücksichtigen. An einigen Tagen sitzt man mit mehr Fischen am Tisch als an anderen. Das wirkt sich natürlich auch auf den Gewinn aus.
 
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16-10-2007, 10:58
(#10)
Benutzerbild von robosebi
Since: Aug 2007
Posts: 82
Die Upswing und Downswing Phasen sind absolut normal. Auch bei Profis. Wenn man sich z.B das Jahr von 2006 von Daniel Negreanu anguckt...ein einziger Downswing. Bei jedem Turnier frühzeitig gebusted, Cashgame eine einzige Katastrophe (ich sage nur die halbe Mille Hand gegen Hansen. Genau dasselbe war 2006 beim Hachem. Immer mit der besseren Hand in den Pot rein ....und auf dem River immer gebustet. Scary.
Wenn man sein A-Game spielt und bei jeder Session an einem Tag ein Bad Beat nach dem anderen kassiert....dann sollte man einfach mal die Maus und die Karten weglegen und zwei Tage Mal nix machen. Wenn man trotz seine Downswings weiterspielt.....geht man einfach broke. Ich habe schon so oft mein Geld verblasen, weil man doch dieses Gefühl hat..."ich kann es doch". Dem Downswing kann man nicht entkommen.
Ich hab bei mir bei Pokerstars ein lustiges Phänomen entdeckt:
Immer dieselben Tische 0.5/0.10 full ring, immer dieselbe Spielweise: in 2 Tagen von 8$ auf 57$ und dann in zwei Tagen wieder auf 8$ runter ...um in wieder 2 Tagen auf 57$ zu kommen.....und ihr ahnt es...um in 2 Tagen wieder auf 8 runter zu kommen. Es war echt unheimlich..... Aber man merkt den downswing auch an den Karten...man kriegt echt nur unspielbaren Hände wie j5o, d3o und solche Rotze und wenn man die halbweg spielbaren Hände spielt rennt man mit AA gegen ein Set KK.
So ist eben Poker. Downswing hinnehmen, versuchen wenig Geld zu verblasen und auf den Upswing warten.