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Was tun gegen "vermeintlichen" Downswing?!

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Was tun gegen "vermeintlichen" Downswing?! - 30-04-2008, 03:05
(#1)
Benutzerbild von Battlemetz
Since: Apr 2008
Posts: 12
WhiteStar
Hallo!

Ich spiele meistens nur SNG's und bin damit bisher eigentlich ganz gut gefahren. Aber in letzter Zeit läuft es immer schlechter, habe in den letzten Tagen ein Viertel meiner Bankroll verloren. Ich kann eigentlich nicht sagen, dass ich schlecht spiele. Spiele tight-aggressiv, verteidige meine Hände am Board, folde aber auch, wenn ich merke, dass der Gegner die Nuts hat. Aber bekomme einfach keinen guten Hände mehr, die eine Raise rechtfertigen würden. Halte es zwar immer relativ lange am Tisch aus, aber die Blinds fressen mich dann irgendwann auf. Wenn ich dann wirklich mal ein gutes Blatt habe und raise oder All-In pushe, callt mich irgendein Nap mit bspw. J6s und gewinnt mit nem Flush oder Two Pair. Daher die Frage, wie ich trotz der schlechten Hände meinen Stack ausbauen kann um dann später bei wenigen Spielern oder in der Bubble den anderen nicht vollkommen ausgeliefert zu sein. Bin langsam schon am Verzweifeln, ob ich evtl. doch einfach schlecht spiele und es nicht and den Händen liegt. Soll man von Anfang an Druck auf die Gegner ausüben, auch mit marginalen Händen? Oder ist das zur Zeit einfach nur ein Downswing, an dem ich nichts ändern kann?
Für Tips wäre ich euch sehr dankbar:-)
 
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30-04-2008, 05:19
(#2)
Benutzerbild von ashuz
Since: Dec 2007
Posts: 814
Ich glaube bei SnG's ist das persönliche Selbstbewustsein und die Entschlossenheit entscheidend. Das kann man nicht erfolgreich spielen, wenn man nicht zu 100% von sich überzeugt ist. Paar Tage Pause, Mund abputzen und weitermachen.
 
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30-04-2008, 07:01
(#3)
Benutzerbild von skyflyhi
Since: Nov 2007
Posts: 2.231
Zitat:
Zitat von ashuz Beitrag anzeigen
Ich glaube bei SnG's ist das persönliche Selbstbewustsein und die Entschlossenheit entscheidend.
Wie bitte?

An den Fragesteller:
Bitte mal ein paar nähere statistische Angaben zur Erfolgsgeschichte rausrücken, wieviele Tourneys, welche Platzierungen etc.
 
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30-04-2008, 09:33
(#4)
Benutzerbild von Jamesiboy
Since: Oct 2007
Posts: 346
BronzeStar
Einige Daten wären sicherlich hilfreich. Desweiteren ist man nie perfekt, man lernt immer dazu. Das muss man sich immer klar machen.
Du sagst du bist tight-aggressive. Das ist in den Anfangsphase eines SNGs sicherlich hilfreich. Genauso wichtig ist es aber auch in der mittleren Phase seine Spielweise anzupassen, Hand Range erweitern und den Read auf seine Mitspieler optimal nutzen.

Du wirst immer wieder das Problem haben, dass du mit einer favourite hand gegen einen donk verlierst. Das gehört nun mal dazu.
 
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30-04-2008, 13:41
(#5)
Benutzerbild von Haraldino
Since: Apr 2008
Posts: 116
ICM studieren. Da gibt es sehr gute Trainingssoftware. Die späte Phase des Turniers ist meist entscheidend.
 
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30-04-2008, 14:23
(#6)
Benutzerbild von Battlemetz
Since: Apr 2008
Posts: 12
WhiteStar
Danke erstmal für die Antworten.
Zu den Statistiken. Habe bis jetzt ca. 300 Turniere gespielt. Im Durschnitt ungefähr 3 von 10 gewonnen und teilweise zusätzlich in dem ein oder anderen den 2. oder 3. Platz belegt. Dann durch eine Freeroll mit hohem Preisgeld einen der vorderen Plätze belegt und meine BR weiter ausgebaut.
Ich denke, dass ich den Übergang von früher über die mittlere zur späten Phase nicht richtig bewerkstellige. Normalerweise raise ich anfangs nur bei AJ+, 1010+ und in Position auch kleinere Paare ab 88+. Bei anderen Händen, wie z.b. Suited connectors oder kleinen Paaren limpe ich nur oder calle in Position Minimumraise des Gegners. Später versuche ich dann meistens auch Axs, Asse mit kleinerem Kicker oder Auch Hände wie KQ und KJ zu pushen. Wenn ich preflop geraist hab, spiele ich grundsätzlich das Board aggressiv an, sofern der Gegner keine Callinstation ist und ich nicht eine absolute Trash Hand halte.
Wie gesagt, ich bin mit dieser Spielweise immer ganz gut gefahren, aber in letzter Zeit will es mir nicht mehr so recht gelingen. In der Endphase des Turniers habe ich meistens nicht mehr als 10BB, da ich vorher nur sehr wenige kleine Pots gewinnen konnte. Bin dann gezwungen bei einigermaßen guten Händen All-In zu gehen und auf mein Glück zu hoffen.
Sollte ich in Situationen, bei denen ich nur bedingt gute Hände halte, schon in früher Phase Druck ausüben, wenn ich merke, dass mein Stack immer kleiner wird? Das Problem ist nur, dass es viele Spieler in den unteren Limits gibt, die jede Bet mit any two callen und es daher schwer ist gegen diese aggressiv zu spielen und sie aus dem Pot zu drängen.
Dazu ein kurzes Beispiel: 9 Spieler am Tisch, Gegner callt UTG den BB, Battlemetz raist mit JJ auf 4*BB in MP, alle folden Gegner callt.
Im Flop kommt: 2 6 10 (rainbow)
Gegner checkt, Battlemetz bettet potsize, Gegner callt. (Hatte mir da bereits gedacht, das er ein kleines Paar auf der Hand hält)
Am Turn kommt eine weitere 6.
Gegner checkt, ich bette wieder potsize um ihn aus dem Pot zu drängen, er callt wieder.
Am River kommt die 5.
Gegner setzt nun halbe Potsize, ich ahne schon, dass er evtl. die Nuts getroffen hat, calle ihn aber, da ich bereits sehr viel Chips investiert habe.
Showdown: Gegner hält 55, hat somit am River das Full House getroffen und gewinnt den Pot.

Vermutlich hätte ich auf seine Bet folden sollen, da davon auszugehen war, da er tatsächlich etwas getroffen und mich geschlagen hat. Aber ich konnte ihn nach dem call am flop und turn einfach nicht einschätzen und er war zuvor auch schon als Callingstation aufgefallen. Ich hätte natürlich zuvor schon All-In gehen können, aber ich denke nicht, dass er seine Hand gefoldet hätte.

Es ist schwerig ein gutes Spiel aufzubauen, wenn man nur selten gute Hände bekommt, und Bets, Bluffs oder Raises gegen diese Art von Spieler wertlos sind. Mittlerweile spiele ich in solchen Situationen weniger aggressiv, außer wenn ich weiß, dass ich die absoluten Nuts getroffen habe.

Dennoch ärgert es mich, dass mein stack immer kleiner wird, während irgendwelche Donks ihren immer weiter ausbauen.

Aber abgesehen davon, was würdet ihr mir für mein Spiel im Allgemeinen raten?! Spiele ich zu tight oder soll ich so weitermachen wie bisher?

Danke für den Tip mit dem ICM, habe schon versucht, mich da reinzuarbeiten. Wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich das alles verinnerlicht habe, zumal es schwierig ist, bei einer Entscheidungszeit von 30 sek jedes mal die Evs zu berechnen:-)

Geändert von Battlemetz (30-04-2008 um 14:38 Uhr).
 
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30-04-2008, 18:37
(#7)
Benutzerbild von Haraldino
Since: Apr 2008
Posts: 116
"Danke für den Tip mit dem ICM, habe schon versucht, mich da reinzuarbeiten. Wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich das alles verinnerlicht habe, zumal es schwierig ist, bei einer Entscheidungszeit von 30 sek jedes mal die Evs zu berechnen."

Kannst du nicht Online. Du trainierst es offline...Stichwort Mustererkennung und Routine
 
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30-04-2008, 19:38
(#8)
Benutzerbild von WHG-Champ 07
Since: Nov 2007
Posts: 580
WhiteStar
hmm
hab öfters auch en riesigen downswing
das einzige was da hilft is en klaren kopf bewahren un mal en paar tage oder so pause zu machen
dann kommt das glück irgendwann ganz von selbst wieder

klingt blöd is aber so
 
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30-04-2008, 20:11
(#9)
Benutzerbild von Battlemetz
Since: Apr 2008
Posts: 12
WhiteStar
Werde wohl auch ein paar Tage Pause machen. Merke auch gerade, dass ich teilweise anfange einfach nur Blödsinn zusammen zu spielen, ohne auf die reads der Gegner zu achten etc.
Das schreit nach einem längeren Pokerentzug:-)
Vielen Dank nochmal für die Antworten.
 
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01-05-2008, 14:52
(#10)
Benutzerbild von like_lucky
Since: Apr 2008
Posts: 81
ich glaube jeder der poker spielt hat schon mal so eine situation erlebt... ich kann aus eigener erfahrung sagen dass ein paar tage pause oft wunder wirken... wichtig ist dabei aber, dass du wirklich abstand gewinnst... nicht die tage bzw. stunden runterzählen um endlich wieder anzufangen... dann bringt das ganze weniger. also lieber mal ganz was anderes machen und dem pokerhirn eine pause gönnen
 



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