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Bankrollmanagement für verschiedene Pokerformen

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Bankrollmanagement für verschiedene Pokerformen - 14-05-2008, 16:33
(#1)
Benutzerbild von mafi1968
Since: Mar 2008
Posts: 246
Ich bin gerade dabei, das Ausbildungscenter (AC) speziell unter dem Gesichtspunkt zu durchstöbern, welche Aussagen zum Bankrollmanagements (BRM) für die verschiedenen Pokerformen gemacht werden. Dabei ergeben sich für mich einige Fragen, die im AC nicht oder nur unzureichend beantwortet werden.

1. Gibt es eine Unterschied bei Fullring- bzw. Shorthanded-Tischen bei Fixed-Limit-Ring-Games bzgl. des BRM? Wenn ja welchen?

2. Gibt es Faustregeln/Empfehlungen für Pot-Limit-Varianten? Wenn ja welche? Unterscheidung Fullring vs. Shorthanded?

3. Bei No-Limit-Tischen gibt es für die Fullring-Games Aussagen für Big-Stack-Strategie (BSS) und Short-Stack-Strategie (SSS), bei Shorthanded-Tischen gibt es nur eine Empfehlung für BSS aber keine für SSS. Liegt das daran, dass SSS an Shorthanded Tischen generell nicht profitabel ist? Oder gibt es eine Limit-Grenze bis zu welcher man auch SSS an Shorthanded-Tischen probieren könnte (z. B. weil das Spiel in den niedrigen Levels sehr fischig/loose ist)

4. Ich habe im AC BRM-Empfehlungen für Multitable-Turniere gefunden aber keine Empfehlungen für Sit&Go Turniere? Gibt es Empfehlungen für Sit&Go Turniere? Wenn ja, welche? Gibt es auch hier Unterschiede zwischen Longhanded und Shorthanded Sit&Go-Turnieren bzgl. des BRM?

5. Was ist mit BRM bei Heads-Up Sit&Gos?

Bei Antworten mit Abgabe einer BRM-Empfehlung bitte Quelle (z. B. eigene Erfahrung, welches Buch oder welche Webseite) angeben. Danke!
 
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14-05-2008, 18:12
(#2)
Benutzerbild von udo69
Since: Jan 2008
Posts: 493
BronzeStar
Zitat:
Zitat von mafi1968
Ich bin gerade dabei, das Ausbildungscenter (AC) speziell unter dem Gesichtspunkt zu durchstöbern, welche Aussagen zum Bankrollmanagements (BRM) für die verschiedenen Pokerformen gemacht werden. Dabei ergeben sich für mich einige Fragen, die im AC nicht oder nur unzureichend beantwortet werden.

1. Gibt es eine Unterschied bei Fullring- bzw. Shorthanded-Tischen bei Fixed-Limit-Ring-Games bzgl. des BRM? Wenn ja welchen?
Bei Shorthanded ist die Varianz deutlich größer, daher sollte dein BRM hier konservativer sein (mehr Stacks). Bei FL kannst du ja nicht deinen gesamten Stack in einer Hand verlieren. Daher richtet sich hier das BRM nicht nach Stacks sondern nach BigBets.


Zitat:
2. Gibt es Faustregeln/Empfehlungen für Pot-Limit-Varianten? Wenn ja welche? Unterscheidung Fullring vs. Shorthanded?
PotLimit solltest du behandeln wie No Limit, da hier die Gewinne/Verluste genauso hoch sein können, du kommst halt nur nicht schon am Flop allin.


Zitat:
3. Bei No-Limit-Tischen gibt es für die Fullring-Games Aussagen für Big-Stack-Strategie (BSS) und Short-Stack-Strategie (SSS), bei Shorthanded-Tischen gibt es nur eine Empfehlung für BSS aber keine für SSS. Liegt das daran, dass SSS an Shorthanded Tischen generell nicht profitabel ist? Oder gibt es eine Limit-Grenze bis zu welcher man auch SSS an Shorthanded-Tischen probieren könnte (z. B. weil das Spiel in den niedrigen Levels sehr fischig/loose ist)
SSS funktioniert Shorthanded einfach nicht. Gibt hier im Forum einen aktuellen Thread dazu

Zitat:
4. Ich habe im AC BRM-Empfehlungen für Multitable-Turniere gefunden aber keine Empfehlungen für Sit&Go Turniere? Gibt es Empfehlungen für Sit&Go Turniere? Wenn ja, welche? Gibt es auch hier Unterschiede zwischen Longhanded und Shorthanded Sit&Go-Turnieren bzgl. des BRM?
Empfehlungen für 1-Tisch SNG liegen zwischen 30 Buyins und mind. 100 Buyins, je nachdem wo du fragst. Der Unterschied zwischen 6- und 9-handed ist heir marginal, da die Auszahlungsstruktur (jeder 3. ITM) praktisch gleich ist

Zitat:
5. Was ist mit BRM bei Heads-Up Sit&Gos?
Keine Ahnung

Zitat:
Bei Antworten mit Abgabe einer BRM-Empfehlung bitte Quelle (z. B. eigene Erfahrung, welches Buch oder welche Webseite) angeben. Danke!
Die Infos sind aus verschiedensten Quellen, Bücher, versch. Foren, Erfahrungen


*Beitrag angepasst* - mann soll ja auch erkennen können wer was gesagt hat beim nächsten mal bitte selber drauf achten McPorck

Geändert von McPorck (18-07-2008 um 02:46 Uhr).
 
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14-05-2008, 22:27
(#3)
Benutzerbild von f4iN
Since: Feb 2008
Posts: 11
1. Nein und ich finde nicht, dass die Varianz bei SH größer ist.
2. Ja! Ist ist definitiv ein Unterschied im BRM von einem NL oder FL Holem zu Spieler zu einem PLO ( Pot Limit Omaha ) Spieler. Für NL reichen meiner Meinung nach 25 bis 30 Stakes, wenn du BSS spielst. Bei Pot Limit Omaha hingegen, solltest du ca 50 Stakes zur Verfügung haben, da hier der Swing sehr groß ist. Im Gegenteil, gerade bei PLO ist auf dem Flop schon fast alles drinn.
3. 6 Max Tische sind meiner Meinung nach schwerer mit SSS zu spielen, da man viel früher wieder Blinds posten muss. Ich finde, dass das auch keinen Sinn macht.

4 & 5. Kann ich nix zu sagen, weil ich fast keine Turniere u. SNGS spiele.

f4iN
 
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15-05-2008, 22:18
(#4)
Benutzerbild von kischkintai
Since: May 2008
Posts: 9
zu 5.)
Hier kommt es stark darauf an wieviel Edge du dir gegenüber deinen Gegnern gibst. Wenn du dir 10% ROI auf einem Limit ausrechnest kannst du es sogar schon mit 25 Buy-ins gut angreifen. Sonst sollte man (sofern man eine Edge hat) mit 50 Buy-ins gut hinkommen.
 
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16-05-2008, 11:26
(#5)
Benutzerbild von Hupyflup
Since: Oct 2007
Posts: 368
ZU 4.):

Es hilft, glaube ich, sich den Sinn des BRM vor Augen zu führen. Der besteht darin, das Risiko zu minimieren, pleite zu gehen bzw. den Glücksfaktor beim Pokern auszugleichen.

Wer SNGs spielt mit einer bestimmten Bankroll, muß sich Gedanken machen, welchen Prozentsatz seiner Roll er riskieren kann und will; sprich: überleg dir, wie gut du im Vergleich zu deinen Gegnern bist. Dann denkst du nach, wie oft nacheinander du wahrscheinlich nicht ITM gelangst. Und anhand solcher Werte sollte man dann anhand seiner Bankroll überlegen, wieviel % davon man für ein SNG investieren möchte.

Ohne Quelle, weil per Google recht einfach zu finden:
übliche Richtwerte für SNGs sind 20-30 Buy Ins.

Ferguson hat für SNGs angegeben, wie beim Cashgame, maximal 5% seiner BR mit an den Tisch zu nehmen, da wären wir dann auch bei 20 BIs.
 
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16-05-2008, 18:38
(#6)
Benutzerbild von f4iN
Since: Feb 2008
Posts: 11
Zitat:
Zitat von nooehy Beitrag anzeigen
ziemlicher blödsinn, dein vorposter hatte schon alles schön und richtig beantwortet, im gegensatz zu dir!
Wenn du meinst
 
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04-06-2008, 14:51
(#7)
Benutzerbild von Hupyflup
Since: Oct 2007
Posts: 368
Zitat:
Zitat von f4iN Beitrag anzeigen
Wenn du meinst
Meint er offensichtlich. Und ich - ehrlich gesagt - auch!
 
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17-07-2008, 20:20
(#8)
Benutzerbild von JoLa1975
Since: Oct 2007
Posts: 132
1) Ja, es sollte mehr BR vorhanden sein, aber nicht wegen der Varianz, sondern weil man öfter die Blinds zahlt, es sind ja weniger Teilnehmer.
Außerdem wird Looser gespielt, man ist also auch in mehr Händen am Flop wie Fullring, was auch wieder bissel Geld kostet.

2) Bei Pot-Limit würde ich mich nach No-Limit Angaben richten, da man auch im Pot-Limit in ein All-In verwickelt werden kann.

3) Gute Frage, ich würde erstmal den Unterschied von FR zu SH suchen und dann überlegen, warum SSS evtl. nicht so Sinnvoll ist an SH Tischen. Evtl. könnte es daran liegen, dass man einfach öfter die Blinds zahlt und wenn man SH auf die Hände der SSS wartet, dann geht für die Blinds schon einiges mehr drauf. Ich denke SSS ist nix für SH, weil die Tische einfach looser gespielt werden. SSS ist eine extrem Tighte Strategie.

4) Die Tischgröße ist vernachlässigbar, denke ich, da man eh immer auf Sieg spielen sollte. SH sind die SNG's dann einfach nur gegen weniger Gegner zu spielen. BRM hab ich mal was von 50 Buy-In's gelesen.

5) Oha, Headsup ist Powerpoker, da hier die Varianz und der Psycho-Druck entsprechend hoch sind, würde ich hier denken, sehr viel Bankroll zu brauchen.

Die Quelle ist hier schwer anzugeben, eigentlich ist es mehr meine Denkweise vermischt mit Wissen aus "Poker mit System I + II".

Zusammenfassend würde ich sagen: Je höher das Risiko, desto höher die Bankroll. Weshalb MTT auch mit ca. 100facher Buy-In angegeben wird.

Chris "Jesus" F. schreib mal:
1% Bankroll als Buy-In für MTT
5% Bankroll als Buy-In für SNG
5% Bankroll für No-Limit Cash-Game
10% Bankroll für Limit Cash-Game

Geändert von JoLa1975 (18-07-2008 um 11:30 Uhr).
 
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17-07-2008, 20:51
(#9)
Benutzerbild von mariaM.84
Since: Jun 2008
Posts: 593
also ich halte 20 buyins für sngs für deutlich! zu wenig.
ich hab in meinen limits nen ROI von 30% und trotzdem war ich schon mal 22 spiele ohne geld dagestanden . lieber ein paar buyins mehr als pleite gehn. ich seh jdfalls keinen sinn darin, zu früh in den limits aufzusteigen.
ich halte 1% sowohl für MTTs als auch für SnGs für einen recht passablen wert.
 
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18-07-2008, 02:20
(#10)
Benutzerbild von Picasso25
Since: Dec 2007
Posts: 5.494
Supernova
Zitat:
Zitat von f4iN Beitrag anzeigen
*überflüssiges Komplett-Zitat entfernt* McPorck
HAHA DEPP
so n käse die varianz ist bei fl SH tausnedmal öher als fl fullring, aber woher sollst du armer das auchwissen.

UDO69 hat eigentlich alles ganz gut erläutert.
Kurzer punkt zu FL FR und SH
in den micros reichen SH400-500 BB, fullring 300 BB
Lowlimits würde ich shorthanded schon 500-600 BB empfehlen,
fullring ca. 400.


f4in kennt sich sehr gut mit poker aus und ist bestimmt winningplayer
NOT

*für mehr Übersichtlichkeit editiert* McPorck

Geändert von McPorck (18-07-2008 um 02:47 Uhr).
 



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