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[Story] Wenn ich gross bin möchte ich.....

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[Story] Wenn ich gross bin möchte ich..... - 12-07-2008, 09:14
(#1)
Gelöschter Benutzer
....Pokerprofi werden! Alle Jahre wieder werden in Las Vegas die Weltmeister im Poker gekürt und jeder will der nächste sein - auch viele Deutsche!

Ca. 6300 Starter, 10.000$ Startgeld, mehr als 63.000.000$ Preisgeld, 9.000.000$ für den Sieger. Das Mainevent der Pokerweltmeisterschaft in Las Vegas reiht sich in die Ereignisse der Superlativen ein, die nun bereits seit geraumer Zeit die Welt beeindrucken. Eine einzigartige Gelegenheit für den Amateur, den Semi-Profi und den Pokerstar zur selben Zeit, um die Krone im Poker zu kämpfen und sich miteinander zu messen. Mittendrin eine Menge Deutscher, die denen welches dieses Jahr daheim bleiben mussten, als Vorbild dienen.

Poker ist gross in Deutschland, dass hat inzwischen auch der letzte Hinterwäldler mitbekommen und seit Boris uns erzählt wie toll es ist nun auch wieder "Profi" zu sein, haben wir einen neuen Volkssport für uns entdeckt. Viele träumen davon vom Poker zu leben oder einmal am Sonntag abend bei der Sunday Million auf Pokerstars das grosse Los zu ziehen und evtl. die ca. 150.000$-200.000 für den Sieger einzustreichen (und die Chancen sind wesentlich besser dies einmal im Leben zu erreichen, als z.B. im Lotto zu gewinnen).

Phil Hellmuth, elffacher Gewinner eines Pokerturniers im Rahmen der Pokerweltmeisterschaft, steigt aus dem zerschrottenen Sportwagen, schüttelt sich kurz und lächelt den Kamerateams ins Gesicht, abends sitzt er mit den Größen der Pokerwelt an einem Tisch und verspielt mal 300.000$. Was solls? Morgen kommt es wieder rein. Hübsche Frauen, Partys bis zum Abwinken - das Leben eines Menschen, der mit Poker sein Geld verdient, muss aber nun auch wirklich das reinste Vergnügen sein. Geld, Spass, Frauen, Partys, freie Zeiteinteilung, den ganzen Tag vor dem Computer rumlungern und ein bisschen rumklicken, wenn das nicht das Paradies ist, dann weiss ich auch nicht. Also habe ich es einfach mal gemacht. Drei Monate mit Pokern Geld verdienen....

Ich spiele so mehr oder minder vier Jahre Online - Poker. Wie ich drauf kam? Ich weiss es wirklich nicht mehr und es kommt mir wie Lichtjahre her, dass ich das erstemal dem magischen Reiz dieses Spiels erlegen bin. Ich habe gesehen wie Poker in Deutschland gross wurde, war sicher zwischendurch grenzwertig spielsüchtig, habe mit den besten Spielern am Tisch gesessen, in einer Stunde aus 40$ 1600$ gemacht, um sie dann in einer Hand zu verlieren. Diese Momente geben dir einen Adrenalinausstoss - dagegen ist Fallschirmspringen Kindergeburtstag. Es fühlt sich an, als ob du in 10000 Metern ohne Sauerstoffgerät aus dem Flugzeug springst und auch die 100 Meter beim Eintauchen in den Erdboden bei vollem Bewusstsein erlebtst - ziemlich schmerzhaft. Danach kam die Besinnungsphase (so nach zweieinhalb Jahren) und dann erstmal eine Pause.

Am Ende der Pause habe ich mich am anderen Ende der Welt wiedergefunden mit zu wenig Erspartem und einem ernsthaften finanziellen Problem, weil im voraus sparen nicht zu einer meiner Tugenden gehört. Was machen? Auch wenn es bisher nicht so klang, war mir schon bewusst, dass ich ein ganz passabler Spieler bin. Ich mag die in Poker angewandte Mathematik, kann sehr gut Setzmuster analysieren und bin intelligent genug alle mir zur Verfügung stehenden Mittel (legaler Natur) zur benutzen, um mir einen Vorteil gegenüber meinem Gegner zu verschaffen. Dabei handelt sich inbesondere Analysesoftware mit deren Hilfe man das eigene und das Spiel der Gegner bis ins Detail analysieren kann.

Mein Ziel war es 50$ pro Tag im Durschnitt Profit zu machen. Aus meiner Erfahrung wusste ich, dass es Tage geben würde, wo ich 200$ verdienen würde und andere wo ich 100$ verlieren würde. Insofern waren die 50$ durchaus realistisch und ich kann schon vorab sagen, dass ich das Ziel auch erreicht habe. Das bedeutete am Ende des Monats sollte ein Profit von 1000 - 1500$ als Minimalziel erreicht werden, was ausreichen sollte um meine Lebenshaltungskosten zu decken.

Als ich begann war das alles ja nicht neu für mich, bloss das ich eben bisher immer alles wieder verspielt hatte, was bei einem geschätzten Umsatz von 150.000 - 200.000$ in drei Jahren ja keine unbeträchtliche Leistung ist, aber ich bin im grossen und ganzen ein ausgeglichener Mensch und mich hat das im Rückblick so viel gejuckt, wie eine Ameise die über meinen Fuss trippelt. Ausbildung kostet Geld und ich habe bei den Besten gelernt (und dafür teuer bezahlt, aber ich hatte ja quasi ein Stipendium finanziert durch das schlechte Spiel in den unteren Levels).

Der Plan war so im Durschnitt vier bis acht Stunden pro Tag in zwei bis drei Sessions zu absolvieren, was vor allem von meiner Performance in Onlineturnieren abhängig gemacht wurde. Ich hatte ein bevorzugtes Turnier, das 2$ Rebuy Turnier wo eine moderate Anzahl von Spielern an den Start ging (ca. 200 - 300) und die Chancen ins Geld zu kommen nicht allzu schlecht standen. Ich hatte das Turnier bereits zuvor zweimal gewonnen und mehrere Dutzend Male den Finaltisch erreicht. 2$ klingt für den Laien nicht nach viel, aber Rebuy bedeutet, dass man in der ersten Stunde wann immer man alle Chips verloren hat für 2$ neue Chips kaufen kann. Wenn man da mal seine Regeln nicht einhält, sind sehr schnell 20$ im Pokernirvana verschwunden. Ich glaube mein absoluter Rebuyrekord (aus früheren Zeiten) waren einmal 64$, aber da hatte ich auch wirklich Lust Geld zu verteilen.

Wie auch immer ich hatte mir selber ein 10$ Limit pro Turnier gesetzt und spielte nebenher noch ein oder zwei Cashgame-Tische wo man maximal 10$ an einen Tisch bringen kann (später als ich mehr Geld verdient hatte, wechselte ich erst zu 25$ und dann 50$ Cashgame). Das war vor allem, um neben dem Turnier die verlorenen Turniereinsätze wieder einzuspielen und im Falle eines Versagens im Turnier trotzdem die Option zu haben den Tag im Plus zu beenden.

Ich erinner mich noch genau an die ersten Wochen - es lief wie geschmiert. Ich denke Rebuyturniere sind hervorragend geeeignet, um sich auf kleineren Plattformen ein Bankroll aufzubauen. Vielleicht habe ich auch weit über Durchschnitt in diesen Turnieren performt (das bedeutet aber auch bei Onlineturnieren, dass man ganz leicht mal zwei Wochen keine bedeutenden Geldbeträge sieht). Das einzige Problem mit meinen neugeschaffenen Regeln und Vorsätzen war - ich dürfte so gut wie nicht mehr gambeln. Poker ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten und wenn nur zwei Karten übrig sind, welche dir die beste Hand geben, dann ist die Wahrscheinlichkeit eben sehr gering eine der beiden Karten zu treffen, aber das ist vielen Spielern egal. Mir war klar, wenn ich anfange zu gamblen würde dieses Unterfangen gnadenlos scheitern.

Ich spielte von Beginn an diszipliniert und es war faszinierend wie beherrscht ich spielen konnte und mein Kapital immer weiter anwuchs. Mir war zwar ziemlich schnell bewusst, dass mir bereits von Anfang an etwas fehlte, aber die Tatsache das mein Kapital wuchs überdeckte dieses Gefühl vorerst. Lange Rede kurzer Sinn, nach dem ersten Monat stand ich bei 1800$ Profit (und wirklich ohne grosses Risiko) - Ziel erreicht. 800$ ausgecasht und gedacht - wow! Natürlich habe ich sehr viel gespielt, aber auch immer mal den Computer ausgemacht (und dafür den Fernseher eingeschaltet oder mich mit Freunden getroffen).

Im zweiten Monat lief es ähnlich gut und eigentlich hätte ich keinen Grund zu klagen gehabt, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Mir wurde zunehemd bewusst, wie sehr mich das Pokerspiel konzentrationstechnisch in Anspruch nahm. War ich am Anfang noch in Cafes oder an öffentliche Orte gegangen, um in entspannterer Atmosphäre zu spielen, stellte ich dies später ein, da mir meine Software sagte, dass ich zu diesen Zeiten unterdurschnitllich performte. Überhaupt versuchte ich mich mental zunehmend während des Spielens nur auf das Poker zu konzentrieren und mich von nichts ablenken zu lassen. Wenn man drei Tische oder vier Tische gleichzeitig spielt und dort gewinnen möchte, dann ist das schon nicht so einfach.

Daneben machte mir meine körperliche Verfassung zunehmend zu schaffen und ich entschied mich ein bisschen mehr spazieren zu gehen und längere Pausen zwischen den Sessions einzulegen. Allerdings war es sehr schwer nicht über gespielte Hände nachzudenken und diese nich in meiner "Freizeit" zu analysieren. Ablenkung fand ich nur in Gesellschaft oder wenn ich mit Freunden und der Familie chattete. Im zweiten Monat war ich so gut am Laufen, dass ich sogar meiner Freundin erzählte, was ich gerade spielte und normalerweise habe ich Freundinnen da immer ausgeklammert. Am Ende des Monats war ich schon etwas auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Ich hatte wieder mein Ziel erreicht, aber hatte sicher 50h in der Woche mit Pokern verbracht. Nicht eingerechnet die Zeit in der ich mein Spiel, oder das der Gegner, analysierte und in der ich über verschiedene Hände nachdachte.

Nur als kleiner Einschub, jeder der Pokerspielen zum Geld verdienen betreibt, muss natürlich erst einmal als bedingt spielsüchtig eingestuft werden. Allerdings betrachte ich Poker nicht als Glücksspiel und es kann durch eine entsprechende Anzahl an Händen auf jeden Fall gewinnbringend absolviert werden. Wie bei jedem Job/Sport wird ein enormer Zeitaufwand betrieben, um seine Ziele zu erreichen und hat weniger mit Spielsucht als mit Notwendigkeiten zu tun.

Wie auch immer im dritten Monat kam in der dritten Woche der Blackout. Der hatte sich natürlich schon angekündigt in langsamen Schritten, aber bis dato hatte ich ihn immer vermeiden können. Der Blackout war nicht, dass ich alles verspielte, sondern ich hatte einfach keinen Bock mehr die ganze Zeit vor dem Computer zu verbringen. Poker machte mir nicht mehr im entferntesten Spass und auch meine Gewinne halfen darüber nicht weg. Natürlich hatte ich vorher auch schon Burnouts, allerdings waren das meist Downswing-Burnouts. Hier war das anders - ich war auch im dritten Monat voll im Plan. Was war passiert? Ganz einfach ich hatte am eigenen Leib erfahren, dass das mit dem vielen Geld und den Partys und all dem gar nicht so leicht zu erreichen war (was ja auch gar nicht mein Ziel was, sondern ich wollte ja nur meine Lebenshaltungskosten decken). Mir wurde bewusst, dass Pokerprofis sich ihr Geld genaus hart verdienen müssen, wie jeder andere auch.

Ohne mentales Training und eine hundert Prozent stabile Psyche ist man komplett verloren und wird über kurz oder lang immer wieder auf Tilt gehen (alles Geld verspielen). Hinzu kommt, dass man natürlich auch schlechte Tage verkraften können muss, sogar schlechte Monate (diese negative Erfahrung hatte ich über die drei Monate ja noch nicht einmal gemacht). Die psychische Belastung ist enorm und mit der eines absoluten Extremsportlers zu vergleichen - je höhere Levels man spielt, umso extremer. Kannst du es wirklich vertragen 25.000$ in einem Monat zu verlieren auch wenn du im Monat davor 50.000$ gewonnen hast ? Das macht für mich nach vier Jahren den Unterschied zwischen Gewinner und Verlierer aus und viele sind Verlierer.

Daneben ist es essentiell ins Fitnessstudio zu gehen oder irgendeine Form von Sport zu treiben, um einen körperlichen Ausgleich zu haben. Wie gesagt die Belastungen sind enorm und man muss absolut fit sein. Von den meisten bekannteren Spielern weiss man, dass sie all das machen, um sich zu schützen. Nur bei den ganz alten Spielern ist die Erfahrung so gross, dass sie sich einfach durch nichts mehr aus der Ruhe bringen kann - die Gelassenheit des Alters eben.

Was aber am schlimmsten an den drei Monaten war und das war eigentlich die traurigste Erkenntnis für mich, war das mir zwar das Gefühl der Meisterschaft im Spiel schon einiges gegeben hat, aber wenn du jedesmal deine Karten ablegst, wo du früher gepusht hast, geht ein essentieller Teil des Spiels für viele verloren. Denn Poker ist ab dem Moment wo du das gamblen völlig ad acta legst eben wirklich nur noch ein Sport und der Reiz macht sich eben auch durch den Gambling - Effekt aus (oben beschriebenes Fallschirmgefühl). Nicht umsonst liest man immer wieder von den absurdesten Wetten von Pokerspielern. Warum? Am Pokertisch dürfen sie nicht gambeln. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: "Das schönste Gefühl beim Pokern ist zu gewinnen, aber das zweitschönste Gefühl ist zu verlieren."

Na ja für mich war klar, dass es das für mich war. Das restliche Geld war dann auch bald aufgebraucht (also ausbezahlt) und ich habe dann das was ich vorher noch nebenbei gemacht habe, zum Hauptberuf gemacht.

Die Moral von der Geschichte ist, professionell Poker spielen ist nicht nur Spass, sondern muss genauso ernst genommen werden wie jeder andere Beruf/Sport auch. Die Belastungen sind auf dem Profilevel enorm und wer dem einen oder anderen Profispieler tief in die Augen schaut, der sieht mehr als genug Augenringe und nicht überall denselben Ganz. Ich glaube gerne, dass die Profis das schon möchten, aber ich möchte denen sagen, die gerne Profis werden möchten, dass da wie bei allem eine Menge Arbeit dazugehört und man auch hier zwischen Realität und Schein unterscheiden muss.

Heute spiele ich eigentlich vielleicht einmal die Woche ein Turnier und manchmal auch drei Wochen gar nicht. Pokern ist für mich ein Zeitvertreib und ich gehe dann meist auch in dem Bewusstsein an den Tisch, dass es mal wieder an der Zeit ist 10$ unter der Bevölkerung zu verteilen. Meinen eigentlichen Job, nämlich Deutsch und Englisch zu unterrichten, weiss ich viel mehr zu schätzen und geniesse es sehr anderen Menschen zu helfen. Den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen, hätte mich auf Dauer nicht befriedigt - sogar unter dem Aspekt ein Gewinner zu sein. Nichtsdestotrotz werd ich sicher mal nach Macau und Las Vegas fahren - das sind halt Pokerspielerträume, die es zu verwirklichen gilt. Poker ist immer noch mein Lieblingshobby, aber eben nur ein Hobby und wenn ich mal wieder zurück in Deutschland bin werde ich mich sicher auch mehr als einmal daran wagen den grossen Tag bei der Sunday Million zu erleben - weil Lotto spielen ist für Loser.


P.S.: Cort Kibler - Melby ist professioneller Pokerspieler und persönlicher Lieblingsspieler. Er gewinnt in manchen Monaten Tausende von $$$ und in manchen verliert er Sie. Er kann das verlieren ertragen und das macht ihm zum Gewinner. Derzeit spielt er das Main Event der Pokerweltmeisterschaft und ist nach dem vierten Tag immer noch dabei. Wer einen Einblick in das Leben eines professionellen Pokerspielers gewinnen möchte, sollte sein Blog lesen.

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Ich habe den Text für neon.de/Nichtpokerspieler geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht, sondern dachte ich veröffentliche ihn erstmal hier

Liebe Grüsse
pick
 
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12-07-2008, 16:15
(#2)
Benutzerbild von TocciC
Since: Feb 2008
Posts: 91
BronzeStar
toll geschrieben

mal was anderes zu den ganzen blogs. interessanter versuch mit den drei monaten. würde ich auch gerne einmal versuchen, lässt sich aber mit dem job leider nicht vereinbaren
 
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12-07-2008, 16:41
(#3)
Benutzerbild von michalko1
Since: Mar 2008
Posts: 748
Zitat:
picknicker6
"Ich habe gesehen wie Poker in Deutschland gross wurde, war sicher zwischendurch grenzwertig spielsüchtig, habe mit den besten Spielern am Tisch gesessen, in einer Stunde aus 40$ 1600$ gemacht, um sie dann in einer Hand zu verlieren. Diese Momente geben dir einen Adrenalinausstoss - dagegen ist Fallschirmspringen Kindergeburtstag."



jetzt meiner frage:hast du denn jemals ein fallschirmsprung gemacht???
ich nämlich ja,und ich hab auch schon eine ganze menge verloren(habs aber lange wieder rein)^^
diese gegenüberstellung macht überhaupt keinen sinn.... !!!
mach dein ersten sprung und dann reden wir weiter....
so ein gefühl bekommst du nirgendswo,und ist auch mit nichts zu vergleichen!!!!
mfg michalko
p.s.trotzdem eine sehr schöne geschichte,danke dir!!

Geändert von michalko1 (12-07-2008 um 16:55 Uhr).
 
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12-07-2008, 16:42
(#4)
Benutzerbild von manupokr
Since: Nov 2007
Posts: 280
BronzeStar
Ich habe noch nie so einen spannenden BLog über das Thema Pokerprofi gelesen !!!
Du bist sicher gut aber macht halt keinen Spass für dich
 
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12-07-2008, 16:50
(#5)
Benutzerbild von ni24444
Since: May 2008
Posts: 186
Sehr interessant und schön geschrieben. Der sprachliche Ausdruck ließ mich am Anfang glauben, ich hätte es wieder mit einem aus dem Spiegel oder Stern herauskopierten Text zu tun.
 
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12-07-2008, 16:51
(#6)
Benutzerbild von Noah2407
Since: Oct 2007
Posts: 847
Sehr nüchtern und offen geschrieben.
Geil zum lesen und regt doch sehr zum nachdenken an.


Zitat:
Zitat von gerd85 Beitrag anzeigen
naja dafür gibst ja poker.ist ja imo grad das tolle am pokern dass man mit seiner spielsucht seine alkholsucht finanzieren kann.
Suckin too hard on the Lollipop
 
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12-07-2008, 16:53
(#7)
Benutzerbild von Picasso25
Since: Dec 2007
Posts: 5.493
Supernova
nicht schlecht und auch interessant zu lesen,aber es ist ja klar, dass ``pokerprofi`` ein extremst schwieriger beruf ist, der v.a. die psyche enorm belastet. Verlieren muss man können, aber wenn man im longrun denkt, so sollte ein shortrun verlust einen nicht aus der ruhe bringen. Mich stört es mehr, wenn ich weiß ich habe durch tilt oder gambeln 50 $ verloren, als wenn ich weiss,dass ich druch korrektes spiel 500$ verloren habe. man muss extrem diszipliniert sein.
Aber bei dem dollarkurs muss man echt sehr stark spielen, um ein tolles leben leben zu können. Unter 7-8K netto im monat in $ braucht man IMO gar nicht erst anfangen, profi zu werden.
Lieber ausbildung, studium etc., aber hauptsache erstmal was in der tasche, man weiss ja nie, wie lange es onlinepoker in dieser form noch geben wird.
 
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12-07-2008, 17:12
(#8)
Benutzerbild von brockage1122
Since: Sep 2007
Posts: 107
echt seeehr netter text, gefällt mir.
du beleuchtest auch einen aspekt, über den sich viele der hobbyspieler, die träumen mit poker geld zu verdienen, garnicht bewusst sind.

schön mal wieder etwas niveauvolleres im forum zu lesen
 
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12-07-2008, 17:48
(#9)
Benutzerbild von Waaaghbozz
Since: Jul 2008
Posts: 864
Ich finde den Text echt sehr schön geschrieben.
Besonders gut gefällt mir natürlich, dass es das Pokerleben auch mal aus der Sicht eines, ich sag jetzt mal Amateurs, beschreibt, der es einfach mal versucht hat.

Ich denke aller Anfang ist schwer, so wie du es beschrieben hast. Die meisten Profis kämpfen sich höchstwarscheinlich wirklich so rum und versuchen sich über Wasser zu halten.

Ausnahmen sind dann warscheinlich nur die wirkliche Elite wie Ivey, Negreanu, Brunson usw. die soviele Millionen auf dem Konto haben, dass die auch große Verluste nicht mehr stören und so viel Erfahrung haben, das sie wirklcih alles wegstecken. Aber auch die werden mal so angefangen haben und die Phase durchgemacht haben.
 
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12-07-2008, 17:58
(#10)
Benutzerbild von BraunerBär
Since: Feb 2008
Posts: 420
schön geschrieben, in manchen aspekten kann man sich sogar mal wiedererkennen... viel glück im weiteren leben