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Frage zur Theorie von ICM

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Frage zur Theorie von ICM - 22-08-2008, 11:40
(#1)
Benutzerbild von MF-Gambler
Since: Aug 2008
Posts: 415
Ich habe da ein paar wichtige Fragen, die ich im Ausbildungscenter nicht wirklich verstanden habe:

z.B.: steht dort:
Call Equity = P(wir gewinnen) x Equity(nachdem wir gewonnen haben) + P(wir verlieren) x Equity(nachdem wir verloren haben)

Muss ich, um das "P(wir gewinnen)" bestimmen zu können abschätzen, mit welcher Hand der Gegner all-in gegangen ist, um somit meine Gewinnchancen einzuschätzen?
Und was mache ich dann, wenn ich für die Call-Equity am Ende eine Zahl erhalte? Was sagt mir die?
Ich vesteh das nicht
 
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22-08-2008, 11:59
(#2)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Also auf eine bestimmte Hand wist du deinen Gegner bei einem Preflop All-in kaum setzen können. Du musst dir überlegen mit welchen Händen er in der Situation All-in gehen würde.
Und diese Auswahl stellst du dann gegen deine Hand und bestimmst so, wie oft du die Hand gewinnen wirst.

Und in der Rechnung geht es ja darum so berechnen, ob ein Call dir einen Equitygewinn oder einen Equityverlust in vergelich zu einem Fold bringt.
Also musst du diese Zahl, die du dann rausbekommst, mit der deiner Equity, wenn du folden würdest vergleichen.
 
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22-08-2008, 12:02
(#3)
Benutzerbild von MF-Gambler
Since: Aug 2008
Posts: 415
Achso, und wenn die Equity nachher niedriger ist, werd ich natürlich nicht callen, wenn sie höher ist schon.

Danke
 
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24-11-2008, 16:36
(#4)
Benutzerbild von Don Harry 36
Since: Oct 2008
Posts: 171
ist es wirklich so einfach?
kommt ja auch noch darauf an wie viele chips er hat. also sein M. im roten bereich geht er wahrscheinlich mit fast jeder hand all in. und der rote bereich kann ja auch noch 10BB ausmachen was heisst bei blind von 500/1000 kann er auch mit 7-12000 chips puschen und spielt korrekt
 
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24-11-2008, 23:53
(#5)
Benutzerbild von Maverick1110
Since: Oct 2008
Posts: 29
BronzeStar
Natürlich kommt es dabei auch auf die Chipstände der beteiligten Spieler an. Diese sind aber (wenn ich das richtig verstanden habe) implizit schon in den Faktoren Equity(nachdem wir gewonnen haben) bzw. Equity(nachdem wir verloren haben) enthalten.

Das ICM ist ein in sich abgeschlossenes Modell und liefert mathematisch optimale Entscheidungen (sofern deine Annahmen über die Siegchancen stimmen). Andere Entscheidungshilfen wie z. B. M braucht man dabei nicht mehr zu berücksichtigen.

"So einfach" ist das ganze allerdings nicht, wenn Du Dir mal den ICM-Artikel durchliest!
 
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26-11-2008, 15:13
(#6)
Benutzerbild von XxmayhamxX
Since: Jun 2008
Posts: 4
BronzeStar
Die Formel sollte man verstehen, aber im Spiel selber nachher wirst du kaum die Zeit finden um mit dieser zu arbeiten, da man auch noch viele andere Dinge berücksichtigen muss. Erst recht beim Multi-Tabling wirst du kaum Zeit dafür finden.

Viel wichtiger ist es meiner Meinung nach "ein Gefühl" für die richtigen Push-or-Fold Entscheidungen zu bekommen und zu wissen ob der Gegner tight oder loose ist. (Bei einem sehr tighten Gegner werde ich meine Pushing Range logischerweise looser gestalten als bei einem der alles callt, da dies +EV ist). Dabei können dir diverse Programme helfen, zufalls-Situationen zu üben und auch deine Session noch einmal zu überprüfen und mögliche Fehler aufzudecken, wie z.B. der SnG-Wizard.

Gruß
 



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