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Theorie aus Büchern und dem Web

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Theorie aus Büchern und dem Web - 06-09-2008, 16:34
(#1)
Benutzerbild von xanto80
Since: Nov 2007
Posts: 43
Hallo Zusammen,

ich beschäftige mich nun seit knapp 2 Jahren mit Poker, hauptsächlich mit NL Hold em, neuerdings auch ein wenig mit den anderen Varianten. Ich habe bestimmt schon 7 - 8 Bücher gelesen und unzählige Konzepte im Netz gelesen. Was mir aber immer wieder auffält, daß die Gegenspieler einfach nicht so spielen wollen wie die Buchautoren und Netzseiten es mir suggereiern. Klar bin ich darüber dankbar den wenn er diesen fehler öfters macht bekomme ich sein Geld. Aber leider bin ich trotz vieler Theorie in Limits unterwegs wo ich viele Spieler gar nicht mehr treffe, ergo profitiert wohl ein anderer.
Außerdem fält mir auf daß ich über die Zeit hinweg zu oft die Moves der Spieler zu stark einschätze, weil ich an das ein oder andere Konzept denke und folde.

Kennt Ihr das auch? Oder wie klappt bei euch das umsetzen der Theorie in die Praxis?
 
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06-09-2008, 17:54
(#2)
Benutzerbild von masterrr21
Since: Jul 2008
Posts: 12
WhiteStar
lass den mist sein und verschwende deine zeit nich mit lesen sondern trainieren indem du pokerst pokerst und pokerst. die welt fuer uns anfaenger sieht ganz anders aus da wir nur gegen andere anfaenger spielen
 
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06-09-2008, 17:59
(#3)
Benutzerbild von PoorPoor123
Since: Aug 2008
Posts: 34
BronzeStar
Zitat:
Zitat von masterrr21 Beitrag anzeigen
lass den mist sein und verschwende deine zeit nich mit lesen sondern trainieren indem du pokerst pokerst und pokerst. die welt fuer uns anfaenger sieht ganz anders aus da wir nur gegen andere anfaenger spielen
Klingt ja fast schon philosophisch.

@Threadersteller

Das Problem liegt wohl darin, dass in der Theorie davon ausgegangen wird, dass du einem ähnlich Starken spieler/gutem Spieler gegenüber sitzt.

Ich hab schon fast aufgegeben die Leute an den Microlimit-Tischen auf bestimmte Hände zu setzen, die callen sowieso alles und jeden und treffen alles und jeden.
Kriegen den Flush mit einer einzigen Karte auf Turn und River geschenkt etc.

Ich glaub man muss die erwobenen Kentnisse ein wenig zurückstellen, für Leute, von denen du weisst, dass die nicht einfach drauflos Pokern und ihr (überdimensionales) Glück dran teilhaben lassen, sondern ebenso analytisch vorgehen, wie Du.
 
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06-09-2008, 18:32
(#4)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
So siehts aus. Auch ich habe ähnliche Probleme, aber es liegt doch auf der Hand:

Die Bücher, die ich kenne, beschreiben in einem Thema zB einen bestimmten Move. Dann folgt eine Beispielhand. Wenn man mal drauf achtet, steht da bei diesen Händen immer der Modus, die Phase, die Situation, kurzum alle wichtigen Informationen. Es steht auch immer da, wie hoch das Buy-In war. Mir ist noch nie ein Beispiel aufgefallen, in dem das BI unter 10$ liegt. Sehr viele Beispiele beinhalten z.B. die späte Phase oder den Final Table eines großen Turniers - da sitzen dann meistens die wirklich guten Spieler.

Ich habe auch schon sehr oft gelesen, daß eine Beispielhand eine Situation in einem Live-Turnier beschreibt. Es steht dann auch meistens dabei, daß in Online-Turnieren viel looser gespielt wird und die Gegner viel weniger auf gewisse Dinge achten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß auf höheren Limits die Gegner - oder besser: viel mehr Gegner - viel aufmerksamer, erfahrener und einfach stärker sind. Da funktionieren dann auch gewisse Manöver, die gegen Donks eben zum Scheitern verurteilt sind.

Die Beispielhände sind ja eben immer nur Beispiele. D.h. man kann das nicht verallgemeinert anwenden. In den vorderen Kapiteln wird meistens der Umgang mit bestimmten Gegnertypen erläutert; das muss man dann am Tisch eben anpassen.

Der Effekt ist der, daß man sich in der Theorie sehr schnell entwickelt und sehr schnell dazulernt, aber die Bankroll wächst eben nur viel langsamer mit, als daß man das Gelernte "just-in-time" umsetzen könnte.

Daraus kann man jetzt folgern, daß einem die ganze "High-Stakes-Theorie" nichts bringt, wenn man Low-Stakes spielt. Aber man will sich ja weiter entwickeln und im Limit aufsteigen, und dafür ist einschlägige Lektüre nunmal unabdingbar.



IP Community Battle - Neu: Sonntags "Players Choice"
Die Karten sind nur dazu da, damit die schwachen Spieler denken, sie hätten eine Chance!

Geändert von TheKillerAD (06-09-2008 um 18:35 Uhr).
 
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06-09-2008, 18:34
(#5)
Benutzerbild von normal1900
Since: Dec 2007
Posts: 328
BronzeStar
Zitat:
Zitat von masterrr21 Beitrag anzeigen
lass den mist sein und verschwende deine zeit nich mit lesen sondern trainieren indem du pokerst pokerst und pokerst. die welt fuer uns anfaenger sieht ganz anders aus da wir nur gegen andere anfaenger spielen
Absoluter Bullshit!


Guten Content online reinziehen, dann klappt es auch.
Bücher sind auch wichtig, aber HoH1-3 und Sklanskys Theory genügen voll und ganz.
Bücher wie vom Lauzon, von Meinert etc. bringen dich nicht unbedingt weiter.
 
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06-09-2008, 19:06
(#6)
Benutzerbild von xanto80
Since: Nov 2007
Posts: 43
Danke für eure rege Beteiligung. Es ist "schön" zu hören daß man bei der Problematik nicht alleine ist. Mann kommt ja zwischenzeitlich echt mal an den Punkt an dem man glaubt man habe gar nix verstanden.

Zur Bücherauswahl: Ich habe mich buisher mit Harrington, Brunson, Sklansky und auch Caro beschäftigt. Die sind mir schließlich als Eperten bekannt im Gegensatz zu den anderen.

Habt ihr zum Abschluss dieses Themas noch einen Tip, was bei den kleinen Limits gut funktioniert?
 
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06-09-2008, 19:22
(#7)
Benutzerbild von MullMurmel
Since: Nov 2007
Posts: 544
Das Wichtigste im Micro-Limit-Bereich ist, einfach sehr tight zu spielen, diese wenigen Hände dann aggressiv. So bist du dann nicht in so vielen - teils ominösen - Handverläufen involviert. Deine wenigen guten Hände kannst du ruhig ohne Moves aggressiv setzen. Du findest immer einen, der dich mit schwächeren Händen callt. Auch wenn du dabei mal die eine oder andere Hand unglücklich verlierst, machst du auf Dauer gegen diese Leute plus. Darfst nur nicht tilten und dann selbst irgendwelchen Müll spielen.
 
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06-09-2008, 19:27
(#8)
Benutzerbild von xanto80
Since: Nov 2007
Posts: 43
Du sprichst aber von BBS oder? Denn die letzten male als ich mich mit der SSS an den Tisch begeben habe war der Profit eher +-0. Step by Step nach oben und dann mit einer Session in 0,nix wieder zurück.
 
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06-09-2008, 19:33
(#9)
Benutzerbild von MullMurmel
Since: Nov 2007
Posts: 544
Nein, das geht auch mit SSS. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Man kann nicht sagen, SSS ist besser als BSS oder umgekehrt. Man muss gucken, mit welcher Strategie man selbst besser zurecht kommt. Aber tight-aggressiv ist für Anfänger sicherlich die beste Strategie. Später kann man dann lernen auch looser zu spielen, was aber wesentlich schwieriger zu meistern ist.
 
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06-09-2008, 19:42
(#10)
Benutzerbild von ghostliner
Since: Aug 2007
Posts: 429
Das Problem kenn ich auch. Man pokert wie aus dem Lehrbuch, nur der Gegner spielt nicht mit.

Wie schon geagt, die Bücher sind für Leute geschrieben, die sich ernsthaft mit dem Spiel beschäftigen wollen. Nur in den Microlimits laufen zuviele rum, die nur Mal probieren wollen, es als Glücksspiel verstehen usw, sich aber nie mit irgendwelchen Stratgien beschäftigen, sondern einfach drauflos spielen.
Da kann man nur solides ABC-Poker ohne irgendwelche Schnörkel und Tricks spielen. Aber ich denke Mal in den höheren Limits wird es dann besser. Also Augen zu und durch.
 



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