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Vom Set oder Trips zum Full House

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Vom Set oder Trips zum Full House - 23-09-2008, 20:55
(#1)
Benutzerbild von DoctorZito
Since: Sep 2008
Posts: 12
Hallo zusammen,

ich habe in einem Artikel gelesen, dass es einfacher ist, aus einem Set ein Full House zu machen als aus Trips. Wieso?

Grüße
 
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23-09-2008, 20:59
(#2)
Benutzerbild von MullMurmel
Since: Nov 2007
Posts: 544
Wenn du auf dem Flop ein Set bekommst, gibt es noch 2 Karten, die sich anschließend noch paaren können.
Wenn du auf dem Flop Trips bekommst, darfst du als zusätzliches Paar nur das zählen, was mit deiner zweiten Holecard gebildet werden kann.
 
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23-09-2008, 22:14
(#3)
Benutzerbild von DoctorZito
Since: Sep 2008
Posts: 12
Wieso kann denn mit der dritten Flop-Karte kein zusätzliches Paar gebildet werden? Dann würden doch nach dem Turn "Two Pair" auf dem Board liegen und mit meiner Holecard ein "Full House" bilden...
Oder hab ich etwas nicht bedacht?
 
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23-09-2008, 22:24
(#4)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Gibts da ne Quelle?

Also rein von den Odds sollten die Chancen gleich sein, aber natürlich ist deine Hand anfälliger, wenn zwei Paar auf dem Flop liegen, und du nur das kleinere Paar getroffen hast.
 
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23-09-2008, 22:38
(#5)
Benutzerbild von DoctorZito
Since: Sep 2008
Posts: 12
In der Anfängerausbildung bei "Limit Hold'em: Der Flop" steht es in der Kategorie "Made Hands" unter Punkt 7...
 
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24-09-2008, 00:04
(#6)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Dann steht im Ausbildungscenter wohl Mist (was nicht das erste mal wäre).
Wenn man nach dem Flop einen Drilling hat, sieht die Hand doch imer gleich aus: Drei gleiche Karten und dann noch zwei verschiedene andere. Und dabei ist es doch egal ob die beiden nichtgepaarten Karten beide auf dem Board liegen, oder nur eine auf dem Board und eine in der Hand.
Man hat in jedem Fall 7 Outs zum Full House. Die Frage könnte nur sein, ob die Outs alle clean sind. z.B. würde ich auf einem A66 Board mit einer 6 auf der Hand, wenn Preflop geraist wurde, die 3 Asse nicht unbedingt zu meinen Outs zählen.
 
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25-09-2008, 20:59
(#7)
Benutzerbild von LordHargon
Since: Dec 2007
Posts: 68
Das gibt mit nem Pocket Pair PP und dem Flop der Form PXY 6 Outs zum FH und eins für die Quads, macht 7.

Solltest du XY halten und der Flop kommt XXZ hast du wieder 6 Outs (3xZ und 3xY) zum FH und ein Out zu den Quads.

Es ist also genauso wahrscheinlich mit einem Set (Bsp 1) wie mit Trips (Bsp2) das FH zu machen, weil man gleich viele Outs hat. Allerdings sind das 6 Outs für das FH und ein zusätzliches für die Quads und nicht 7Outs zum FH, wie es oben behauptet wurde (nur um ganz korrekt zu sein).

Bei XY und Flop XYZ hast du nur 4 Outs zum FH (2X und 2Y), außerdem sind die Two-Pair hier (besonders wenns bottom und middle sind) sicherlich die verwundbarste der betrachteten Hände.

Man sollte bei solchen Rechnungen aber sehr aufpassen - kann hier den Vorrednern nur Recht geben - dass man nicht Karten zu seinen Outs zählt, die dem Gegner eventuell ein stärkeres FH machen.

Geändert von LordHargon (26-09-2008 um 10:17 Uhr).
 
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26-09-2008, 02:14
(#8)
Benutzerbild von MauriLP
Since: Jul 2008
Posts: 208
Auf die oben gestellte frage gibt es keine antwort, denn ein full house zu treffen ist genauso möglich mit einem set (z.B. HC:55 und FLOP:534) wie mit trips (z.B. HC:54 und FLOP:553). Bei beiden beispielen kann ich mit einer vier, einer drei, oder einer auf dem river gepairten turnkarte ein fullhouse bilden. Jeder der diese outs berechnung nicht versteht kann diese vorherigen möglchkeiten (HCs: 55 oder 54 mit FLOPs: 534 oder 553) ja einfach mal im intellichancenrechner eingeben und sie gegen z.B. AA laufen lassen. In beiden situation wird man sehen das die gewinnchance genau gleich ist (91,4%). Hoffe hier mit geholfen zu haben

LG MauriLP
 
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26-09-2008, 10:38
(#9)
Benutzerbild von LordHargon
Since: Dec 2007
Posts: 68
Das von dir angeführte Beispiel ist hier leider ungeeignet, weil man Gegen AA mit Trips oder Set ja bereits vorn liegt, also kein FH oder Quads zu machen braucht.

Erklärung dazu:

Der Spieler mit AA hat etwas 8,6% seine 2 Outs bis zum River zu treffen.

(A-Quads sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/47*1/46 also rund 0,4% so unwahrscheinlich, dass wir sie in dieser Betrachtung herauslassen.)

NUR DANN, wenn er die trifft musst du die Quads treffen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, dass das passiert:

Er trifft auf dem Turn das A und du auf dem River das die Quads oder eben umgekehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich verbesserst und nur deswegen die AA besiegst ist also 2* 2/47* 1/46 also rund 0,2%. Das ist, besonders da wir hier ohnehin schon runden und ungenaue Annahmen treffen, so gering, dass man es vernachlässigen kann.

Entscheidend ist hier also NICHT die Wahrscheinlichkeit dass du dich verbesserst sondern die Wahrscheinlichkeit dass er sich nicht verbessert, welche bei etwa 91% liegt und (nahezu) deine komplette Gewinnchance ausmacht.

Grüße
LordHargon

Geändert von LordHargon (26-09-2008 um 11:04 Uhr). Grund: Danke an DrJ_22222 - Fehler berichtigt
 
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26-09-2008, 10:51
(#10)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Wenn irhs richtig rechnen wollt, müsst ihr dem Gegner schon einen Flush oder ne Straight geben.
Denn wenn die AA am Turn treffen drawt man selbst mit den kleineren Trips/Set auf ein Outs, nämlich das zu Quads.
Denn ein FH würde dem Gegner natürlich auch eines bescheren.
 



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