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Coin Flips in NLHE Cash Games?

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Coin Flips in NLHE Cash Games? - 13-11-2007, 14:33
(#1)
Benutzerbild von Angela1987
Since: Oct 2007
Posts: 41
Hi,

lasst ihr es in NLHE Cash Games (z.B.: 0,25/0,50) bei größeren Pots auf Coin Flips ankommen? Angenommen man setzt seinen Gegner auf zwei hohe Karten (AK,AQs,...) und man hält selbst Middle Pair(JJ,TT,...). Ich raise, er reraist. Pusht ihr All-in und vertraut auf die Fold-Equity bzw. dass ihr den Flip gewinnt? Kann mich mit dem Gedanken irgendwie nur schwer anfreunden, besonders wenn der Pot dadurch relativ groß und am Tisch viel gecallt wird.

Wie verhaltet ihr euch, wenn die genau Situation andersherum ist. Ihr haltet AK und habt gereraist, der Gegner schiebt alles rein. Callt ihr?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.
 
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13-11-2007, 14:42
(#2)
Benutzerbild von Sunnymatrix
Since: Aug 2007
Posts: 825
Ne pauschale Antwort kann es da nicht geben!

Hängt stark von mehreren Faktoren ab:

1.) Welche Stats hat mein Gegner (Bsp. Pokertracker)
2.) Welche Reads habe ich auf den Gegner
3.) Wie ist das Verhältnis von Pot zum meinem Stack
4.) Wie hoch hoch ist der Stack meines Gegners´

und

5.) Bin ich heute psyschich in der Lage nen verlorenen Coinflip zu verkraften ohne danach zu tilten!^^
 
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13-11-2007, 15:31
(#3)
Benutzerbild von $w4y
Since: Oct 2007
Posts: 203
BronzeStar
Wenn es mein Stack und mein Gewissen zulassen, mach ich es Zeitabhängig.
Ich calle, wenn der Zeiger zwischen 40 - 60 ist und folde wenn er zwischen 0 - 40 ist.
Davon mach ich auch ein paar andere Entscheidungen abhängig! Zum Beispiel ob ich A K slow oder Preflop Raise spiele.
 
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13-11-2007, 15:55
(#4)
Benutzerbild von Leitwolff
Since: Sep 2007
Posts: 613
BronzeStar
Das ist doch mal ne schöne Art und Weise seine Spielweise zu ändern.
Hast Harrington gelesen wa?? Mach ich auch so ähnlich.
Grundsätzlich aber Versuche ich im Cashgame Coinflips aus dem Weg zu gehen. Es gibt bessere Spots wo mal als Favorit sein Geld in die Mitte schiebt.
Bei Turnieren is man auf Coinflips teilweise angewiesen aber im Cashgame sehe ich keinen großen Grund dafür sein Geld als kleiner Favorit oder kleiner Ausenseiter in die Mitte zu schieben.
 
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13-11-2007, 18:06
(#5)
Benutzerbild von Angela1987
Since: Oct 2007
Posts: 41
@ $w4y: bei AK preflop 2/3 raisen und 1/3 limpen versteh ich die Methode. Aber macht das wirklich Sinn, wenn du in 1/3 der Fälle eine 50% Wahrscheinlichkeit wahrnimmst und 2/3 der Fälle wegwirfst? Ist dein Erwartungswert dabei nicht 0? Oder überseh ich irgendwas?

Wäre es evtl. sinnvoller nur die Pairs zu spielen?
 
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13-11-2007, 18:30
(#6)
Benutzerbild von TimTolle
Since: Oct 2007
Posts: 133
Zitat:
Zitat von Sunnymatrix Beitrag anzeigen
Ne pauschale Antwort kann es da nicht geben!

Hängt stark von mehreren Faktoren ab:

1.) Welche Stats hat mein Gegner (Bsp. Pokertracker)
2.) Welche Reads habe ich auf den Gegner
3.) Wie ist das Verhältnis von Pot zum meinem Stack
4.) Wie hoch hoch ist der Stack meines Gegners´

und

5.) Bin ich heute psyschich in der Lage nen verlorenen Coinflip zu verkraften ohne danach zu tilten!^^
6.) Sind noch andere Spieler im Pot, die eines der Raises nur gecallt haben. Welche Reads auf diese Spieler und wie hoch ist deren Stack.
 
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13-11-2007, 18:38
(#7)
Benutzerbild von TimTolle
Since: Oct 2007
Posts: 133
Zitat:
Zitat von Angela1987 Beitrag anzeigen
@ $w4y: bei AK preflop 2/3 raisen und 1/3 limpen versteh ich die Methode. Aber macht das wirklich Sinn, wenn du in 1/3 der Fälle eine 50% Wahrscheinlichkeit wahrnimmst und 2/3 der Fälle wegwirfst? Ist dein Erwartungswert dabei nicht 0? Oder überseh ich irgendwas?

Wäre es evtl. sinnvoller nur die Pairs zu spielen?
AK raise ich first in (fast) immer. Dagegen calle ich manchmal nur auf ein Raise vor mir, anstatt zu reraisen. Die Größe des Raises variiert jedoch.

Zu den Paaren: auf den Micros würde es reichen, nur die Paare zu spielen und damit Gewinn zu machen. Aber je nach Position macht es auch durchaus Sinn andere Karten zu spielen von JT aufwärts, suited Aces und suited connectors.
Allerdings ist es mit den schwachen Händen aus dieser range nicht ausreichend, auf gute Flops zu hoffen. Man muss hin und wieder den Pot stehlen können. Es hängt also sehr von den Gegnern und der Position ab.
 
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13-11-2007, 19:17
(#8)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Mal abgesehn davon, dass ich AK nie limpe:

Wenn man sich sicher ist, einen Coinflip zu haben (was man sich eigentlich nie wirklich sein kann, der Gegner kann immer ein höheres Paar halten, ausser man hat AA) und es Preflop bereits Raise und Reraise gab, dann ist es zumindest mathematisch korrekt seinen restlichen Stack auch noch reinzustellen, auch vollkommen unabhängig von der Foldequity.
Beispiel du hast 10$ und durch Raise/Reraise ist 1$ davon schon im Pot. Dann hast du, nach All-in und Call in 50% der Fälle 20$ und in 50% der Fälle 0$, also im Schnitt immernoch 10$. Wenn du hingegen foldest hast du mit Sicherheit 9$..
 
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13-11-2007, 21:30
(#9)
Benutzerbild von Kyuss7
Since: Aug 2007
Posts: 291
Ich stimme B!gSl!ck auch zu , allerdings vermeide ich Coinflips ebenfalls lieber.Es ist aber natürlich auch von der Situation abhängig.Bin ich dem Tisch weit überlegen , dann vermeide ich 50:50 Entscheidungen häufiger , weil mein spielerischer Vorsprung höher ist.Habe ich anderen Spielern gegenüber keinen großen Vorteil , bin ich etwas bereitwilliger zu gamblen.
 
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13-11-2007, 21:33
(#10)
Benutzerbild von ahlert
Since: Nov 2007
Posts: 152
BronzeStar
it depends... ich such die coinflips nicht... wenn sie aber unausweichbar sind, dann muss man halt durch