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Kopfschmerzen durch Outs, Odds und Pot-odds

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Kopfschmerzen durch Outs, Odds und Pot-odds - 27-10-2008, 20:14
(#1)
Benutzerbild von Nexus16
Since: Jun 2008
Posts: 10
Hallo zusammen!

Das ist wirklich interessant wie sich alle den Kopf um Outs, Odds und Pot-odds zerbrechen. Dieses komplizierte Rechnen, das eigentlich gar nicht so schwierig ist, stellt die meisten Pokerspieler vor eine unüberwindbare Hürde.
Natürlich wird hier dem Anfänger geraten sich seine Wahrscheinlichkeiten durch Odds und Pot-odds auszurechnen. Doch ich bin der Meinung, das kann man auch mit dem Gefühl machen. Wichtig ist es dabei nur seine Outs zu wissen und mit seinem Hausverstand abzuwiegen. Dazu kommt, wie viel ich bereit bin zu bezahlen und das Bauchgefühl, das mir sagt: kommt z.B. das Flush oder nicht.

Bestimmt werde ich hierfür einige Kritik einstecken müssen, doch bin ich der Meinung dadurch mehr Zeit für Tells zu bekommen. Ich
kann mich also in Ruhe auf das Spiel konzentrieren und länger durch unbeschwertes Rechnen durchhalten. Außerdem bringen die Pot-odds am Flop meistens einen Fold, und am Turn oder River einen Call.

Würde mich interessieren wie andere Pokerfreunde darüber denken.

 
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27-10-2008, 21:08
(#2)
Benutzerbild von RoninAQ
Since: Sep 2007
Posts: 4.724
Off Topic: Ich habe Deine beiden anderen Threads gelöscht.

Entweder in einen reinschreiben das er doppelt ist oder das Warndreieck nutzen und einen Thread melden, mit der bitte um Löschung
 
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28-10-2008, 19:09
(#3)
Benutzerbild von Tbbi
Since: Nov 2007
Posts: 578
Der Umgang mit Odds und Pot-Odds dauert doch nur für einen Anfänger etwas länger.
Mit der Zeit kennst du doch die Odds für alle wichtigen Situationen auswendig und kannst die Pot-Odds doch ganz schnell überschlagen. Dabei kommt es doch auch gar nicht auf die Stelle hinter dem Komma an, sondern es reichen ungefähre Werte.
So weiß man doch meist schon vor der Bet des Gegners, wie viel man ohne große Überlegungen mitgehen kann, bei welchen Werten man selbstverständlich aussteigt, und bei welchen man genauer schauen muss (gegner auf Hand setzen, Outs diskounten, implied Odds überlegen).
Da bleibt genügend Zeit die Gegner zu beobachten.
 
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28-10-2008, 19:14
(#4)
Benutzerbild von rolorunner
Since: Feb 2008
Posts: 51
Poker ist - wenn es einem nicht wirklich nur um finanzielle Interessen geht - am Ende immer noch ein Spiel. Wenn Du dabei mit "Gefühl" besser zurecht kommst als mit reiner Mathematik, dann ist das durchaus nachvollziehbar. Niemand verlangt von Dir, mit einem Taschenrechner am Pokertisch zu sitzen.

Du solltest Deinem Gefühl aber wenigstens eine gute theoretische Grundlage geben, indem Du Dich mit den verschiedenen Konzepten und Strategien vertraut machst, die Deinen Bauch später unbewusst lenken.

Wenn es dann mit Bauchgefühl immer gelingt, erfolgreich Poker zu spielen, machst Du offensichtlich alles richtig ... aber wahrscheinlicher dürfte sein, dass man aus dem Bauch heraus oftmals falsche Entscheidungen trifft - und die können eben recht teuer sein. Falls Dir das nichts ausmacht, kannst Du alle Wahrscheinlichkeiten außer Acht lassen
 
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28-10-2008, 19:19
(#5)
Benutzerbild von Tbbi
Since: Nov 2007
Posts: 578
Es gibt sicher Spieler, die mehr Talent zum Pokern haben als andere. Das sind vor allem Leute, die so etwas wie Odds im Gefühl haben, da sie ohne zu rechnen ihre Gewinnchancen kennen.
Damit will ich sagen, dass gute Spieler gar nicht viel rechnen müssen, da sie das richtige Wahrscheinlichkeitsgefühl haben.
Ist wohl wie beim Fußball.
Ich glaube nicht, dass Diego, Ribery und Co. bei Freistoß irgendwelche Berechnungen durchführen, in welchem Winkel sie mit dem Fuß gegen den Ball treten müssen.
Sie haben es einfach im Gefühl.
 
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28-10-2008, 19:37
(#6)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
Zitat:
Zitat von Nexus16 Beitrag anzeigen
[...] bin ich der Meinung dadurch mehr Zeit für Tells zu bekommen. [...] Außerdem bringen die Pot-odds am Flop meistens einen Fold, und am Turn oder River einen Call.

Würde mich interessieren wie andere Pokerfreunde darüber denken.[/CENTER]
Zwei Gegenfragen:
1. Was für Tells bekommst Du denn online so, dass es sich noch nichtmal lohnt, das Wesentliche zu beachten...? Was mich direkt zu Frage 2 bringt:

2. Du callst also gerne Preflop entgegen der Odds (lese ich so zwischen den Zeilen). Wieviel Gewinn machst Du damit so?




EDIT: Du bist ja noch neu, also lass Dir gesagt sein:
Jede Hand stellt eine Wette dar, die mit einer bestimmten Quote abgeschlossen wird. Man hat eine bestimmte Gewinnwahrscheinlichkeit. Wenn man zu oft die Odds ignoriert und spielt, obwohl die Odds schlechter sind als die Gewinnw~, kann man eigentlich keinen Gewinn machen. Das dahinter "verborgene" Konzept nennt sich "Erwartungswert einer Wette", kurz EV. Mit Equityberechnung will ich hier mal gar nicht anfangen...

Kleines Bespiel:
Situation: Münzwurf.
Ich biete Dir einen $, wenn Zahl kommt, aber Du zahlst mir 1,50$, wenn Zahl nicht kommt. Wir spielen 20mal. Würdest Du diese Wette eingehen?

Dieses "Gefühl", das erfahrene Spieler entwickeln, bedeutet in diesem Falle nichts anderes, als dass man die Odds nicht mehr alle ausrechnen muss, sondern dass man sie eben auswendig kennt.

Alle anderen Gefühle nennt man Tilt oder Aberglaube, zumindest als unerfahrener Spieler.



IP Community Battle - Neu: Sonntags "Players Choice"
Die Karten sind nur dazu da, damit die schwachen Spieler denken, sie hätten eine Chance!

Geändert von TheKillerAD (28-10-2008 um 19:47 Uhr).
 
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29-10-2008, 19:10
(#7)
Benutzerbild von MF-Gambler
Since: Aug 2008
Posts: 415
Die Kritik, die du ernten wirst ist auch voll und ganz berechtigt.

Die Odds berechnen ist einfach und geh schnell, ich weiß nicht, wer große Probleme damit haben soll.

Und normalerweiße berechnest du die Odds, wenn du an der Reihze bist, und in dieser Situation wirst du im Onlinepoker wohl kaum einen Tell bei den Gegnern erkennen können.

Und aufs Bauchgefühl verlassen, ob eine Karte kommt oder nicht ist sehr mutwillig, ausser du heißt Uri Geller...

Mit deiner Bauchgefühl-Technik kannst du vielleicht Roulette spielen, aber sicher nicht Poker...

Geändert von MF-Gambler (29-10-2008 um 19:13 Uhr).
 
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Turniere vs. Cashgame - 29-10-2008, 23:31
(#8)
Benutzerbild von Nastyslider
Since: Mar 2008
Posts: 1
Kleines Bespiel:
Situation: Münzwurf.
Ich biete Dir einen $, wenn Zahl kommt, aber Du zahlst mir 1,50$, wenn Zahl nicht kommt. Wir spielen 20mal. Würdest Du diese Wette eingehen?



Hallo,

ich habe mich jetzt erst ganz aktuell durch das 2. Quiz mit Odds und Outs uws. beschäftigt.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hab ich das Prinzip wohl auch verstanden.
Dein Beispiel finde ich interessant dazu. Es bestätigt im Moment aber meinen Eindruck, dass es entscheidender für Cashgames ist.
Ich habe noch Schwierigkeiten SCHNELL alles zu berechen.

Da ich meistens Turniere spiele, denke ich das es in meinem Fall auch nicht so schlimm ist, wenn ich mich auch weiterhin auf mein Gefühl verlasse. Natürlich schau ich mir auch die Potthöhe an, was hab ich schon in der Hand, was könnte noch kommen, was muss ich zahlen für die nächste Karte, was könnte der andere haben.

Aber die Auswirkungen sind doch in so einem Turnier nicht so entscheidend, oder irre ich mich hier?

In deinem Beispiel mit der Münze würde ich natürlich klar ablehnen, weil ich dir ja jedesmal erneut 1,50$ in Bar geben müßte. In einem Turnier habe ich viell. nicht ganz mathematisch richtig alles ausgereizt, bzw. bin die "Wette" nicht zu den besten Konditionen eingegangen.

Viele Grüße aus Hamburg
 
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04-11-2008, 19:46
(#9)
Benutzerbild von NaliaC
Since: Nov 2007
Posts: 533
Das mag ja für ein Turnier funktionieren.
Aber in 1000 Turnieren wird es häufiger nicht funktionieren als es funktionieren wird.
Und das liegt eben an den Odds.
Da kannst du machen, was du willst.
 
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04-11-2008, 20:03
(#10)
Benutzerbild von ashuz
Since: Dec 2007
Posts: 814
Ich spiele jetzt FL $ 0.5/1.00 und ich rechne nicht. Ich habe im untersten Microbereich angefangen und wenn ich Verluste machen würde, dann würde ich nicht seit einem Jahr um Geld pokern. Man kann also meiner Meinung nach nicht sagen, dass es für jeden unbedingt erforderlich ist zu rechnen. Andere ticken aber wieder anders und für die mag es ein wichtiges Werkzeug sein.
Ich für meinem Teil bin mathematisch völlig unbegabt und würde mich mehr verrechnen als alles andere.
 



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