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Ryan Fee's 6 Max NL Strategy Guide

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Ryan Fee's 6 Max NL Strategy Guide - 29-10-2008, 15:15
(#1)
Benutzerbild von Bus bauen
Since: Jun 2008
Posts: 2.312
BronzeStar
Hallo
Ich studiere im Moment das Ryan Fee's 6 Max NL Strategy Guide. Das ebook ist sehr verständlich und gut!

Auf Seite 18 befindet sich dann folgender Absatz:

Typically check/calling a weak flush draw, say 65s on QJ8ss isn't profitable, check raising MIGHT be profitable but again its a grayish area. There is absolutely nothing wrong with leading this flop with your hand. The great thing about leading this board with our hand is we can very easily bet/fold, and since our opponent has no idea what our lead range is (until we build up extensive history) in his eyes we could have anything. We can be sure we're dead if he raises.

Daraus schließe ich: Ich flatcalle ein PFR aus LP. Ich floppe einen kleinen FD. Soll ich jetzt wirklich jeden FD bet/fold spielen auf solch einem flop?
Was haltet ihr davon?

Bus
 
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29-10-2008, 18:31
(#2)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Zitat:
Zitat von Bus bauen Beitrag anzeigen
Daraus schließe ich: Ich flatcalle ein PFR aus LP. Ich floppe einen kleinen FD. Soll ich jetzt wirklich jeden FD bet/fold spielen auf solch einem flop?
Das ganze Beispiel irritiert mich etwas. Auf der einen Seite gehts ums flattcallen in LP (also mit Position am Flop) auf der anderen Seite ums Spielen mit dem FD OOP.

Allgemein kann man aber sagen: Mit einem Draw check/call zu spielen ist in den seltensten Fällen profitabel, weil man nicht die nötigen Odds bekommt und auch mit niedrigeren implied odds kalkulieren muss, weil wir vorm Gegner agieren müssen, wenn wir unseren Draw getroffen haben.

Betten/Raisen kann man hingegen immer profitabel, man muss nur die Foldequity so hoch ansetzen, dass es insgesamt passt
 
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29-10-2008, 21:03
(#3)
Benutzerbild von Bus bauen
Since: Jun 2008
Posts: 2.312
BronzeStar
Hi
danke schon mal

Zitat:
Zitat von Bus bauen Beitrag anzeigen
Daraus schließe ich: Ich flatcalle ein PFR aus LP.
Bus
ich bezhahle ein raise aus lateposition in den blinds meinte ich damit
 
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29-10-2008, 23:45
(#4)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Sorry, das hatte ich dann falsch verstanden, bzw. kanns einfach beides bedeuten und ich bin spontan nur auf die eine Bedeutung gekommen..

Aber meine restliche Aussage hat eigentlich Bestand, die bezog sich auf das Spiel OOP. Hier bekommt man selten die Odds um profitabel check/call spielen zu können (mal abgesehn von extrem kleinen Bets).
Betten hat den Vorteil, den Preis für die nächstes Karte zu bestimmen und Fold Equity zu haben. Wird man geraised gilt natürlich wieder die Frage, ob die Odds stimmen, wobei man sich dann zumindest etwas bessere implied odds geben kann, weil der Gegner gesteigertes Interesse am Pot gezeigt hat.

Warum hier im Beispiel explizit check/raise erwähnt wird: Wenn wir OOP den FD floppen und in den preflop Aggressor reindonken werden wir von einer sehr großen Range geraised und können dann nicht mehr profitabel callen. Wenn wir check-raise spielen, haben wir hingegen wieder die Fold Equity.
 
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30-10-2008, 01:44
(#5)
Benutzerbild von xTheSnowmanx
Since: Aug 2007
Posts: 1.214
Andere Frage: Wieso callst du Preflop aus den Blinds mit deinen suited connectors?
Sieht du dich solche Hände ohne Position auf einen Openraiser HU profitabel spielen?!

Geändert von xTheSnowmanx (30-10-2008 um 01:50 Uhr).
 
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30-10-2008, 17:57
(#6)
Benutzerbild von ToadSage
Since: Jul 2008
Posts: 72
Frage an Bigslicker: Kannst du eine generelle line für flusdraws empfehlen? Ich tu mir auf den Micros nämlich meistens schwer die aggressiv zu spielen eben weil man oft praktisch 0 FE hat. Check Raise...whatever wird immer gecallt, gegen denkende Spieler funktioniert schon öfter aber sonst. Manchmal denk ich mir es wäre besser die direkt wegzulegen... die richtigen Odds 4:1 bekommt man nämlich selten um sie zu spielen.

Wenn ich so ca 3:1 bekomme und nen FD mit Overcards oder vielleicht nem gutshot habe raise ich schon bin mir dann oft unsicher wie ich weitermachen soll, denn rausdrängen lassen sich die Typen selten. Was wenn von nem tighten spieler ein check raise kommt, soll ich pushen? In den Situationen verhalte ich mich oft zu weak glaube ich. Wahrscheinlich weil ich noch nie mit nem guten Draw irgendwas gewonnen habe und immer die Middle Pairs auszahle wenn ich pushe.
 
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30-10-2008, 18:27
(#7)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Zitat:
Zitat von ToadSage Beitrag anzeigen
Frage an Bigslicker: Kannst du eine generelle line für flusdraws empfehlen?
Sowas gibts im Poker bekanntlich nicht

Sofern man Heads-up OOP ist kann mans gegen einen "normalen" Gegner aber auf "aggressiv oder gar nicht" runterbrechen. Wenn wir die korrekten Odds (inkl. spot- und gegnerabhängiger implied odds) nicht bekommen, muss man eben folden. Man spielt den Draw also wie eine Made Hand oder gar nicht, alles andere ist im Regelfall im Longrun unprofitabel.

In Position ists wieder eine andere Baustelle, da kann man natürlich den Flop auch mal als semi-bluff callen und schauen was der Turn so bringt. Hier hat man dann meistens ne deutlich einfachere Entscheidung, abhängig von der Turnkarte und der Aktion des Gegners.

Und den Multiway Fall gibts natürlich auch noch, der diverse Möglichkeiten bietet.
 
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31-10-2008, 13:51
(#8)
Benutzerbild von Bus bauen
Since: Jun 2008
Posts: 2.312
BronzeStar
Zitat:
Zitat von xTheSnowmanx Beitrag anzeigen
Andere Frage: Wieso callst du Preflop aus den Blinds mit deinen suited connectors?
Sieht du dich solche Hände ohne Position auf einen Openraiser HU profitabel spielen?!
ICH calle gar nichts. Das stand so im eBook. Fande ich eben auch komisch.
 
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08-11-2008, 02:39
(#9)
Benutzerbild von cuendillar22
Since: Dec 2007
Posts: 85
BronzeStar
Ich bin auch ein großer Fan von Draws aggressiv spielen.
Denn es hat folgende Vorteile:

1)Wenn der Draw ankommt kriegt man oft ein riesiges Pay-off, da der Pot bereits so groß ist

2)Man kann den Pot auch dadurch gewinnen, dass der Gegner foldet und muss nicht hoffen, dass der Draw kommt

3)Man macht sein Spiel undurchsichtiger, denn der Gegner weiß nie, ob wir eine Made-Hand oder einen Draw haben

4)Wir bauen uns ein aggressives Image auf, was uns ein besseres Pay-off für starke Hände beschert

Ich denke, dass das viele Vorteile sind, die aber meist nur gegen etwas bessere Spieler wirken, da man auf den Micros zu wenig gefoldet( Punkt 1(die gegner callen selbst noch eine große Overbet auf dem River, wenn der Draw ankommt) und 2 fallen weg) wird und die Gegner nicht auf die Spielweise der anderen Spieler achten( Punkt 3 und 4 fallen weg).

Auf den höheren Limits, besonders im 6-max, ist man also fast gezwungen, seine Draws aggressiv zu spielen, um nicht zu leicht lesbar zu werden, aber auf den niedrigeren Limits kann man meiner Meineng nach auch oft check/call spielen, obwohl ich denke, dass in HU-Pots, selbst auf den Micros, Draws immer profitabler sind, wenn man sie aggressiv spielt.


Euer
cuendillar22
 
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allgemein - 10-11-2008, 15:59
(#10)
Benutzerbild von xflixx
Since: Aug 2007
Posts: 10.745
(Moderator)
GoldStar
Finde ich schwer zu verallgemeinern. Habe schon viel mit einer breiten Coldcall Range aus den Blinds gegen LP Raises herumexperimentiert. Dazu gehört dann aber auch, Top Range Hände AA-QQ, AK slowzuplayen. Im prinzip ergeben sich viele schwer zu spielende Situationen, die an den Gegner angepasst werden müssen.

Aber mal im Vakuum betrachtet:

Die Lead hat gegenüber dem C/R den Vorteil, dass wir verhältnismäßig weniger riskieren um etwas weniger zu gewinnen. Wenn mein Gegner ein Auto-Cbetter ist (80-100% Cbet Frequenz) bietet es sich an, seine Draws zu c/r aus dem einfachen Grund, dass durch die Präsenz des eigenen Draws die Wahrscheinlichkeit eines gleichfarbigen Draws/gleichwertigen Draws auf der gegenüberliegenden Seite minimiert wird.

Beispiel:

Wir callen gegen einen 3BB BU Open. Flop kommt
. Pot: 6,5BB

Check, Villain bet 5BB, wir c/r 15BB

Villain wird hier oft mit one pair händen/schwachen Draws peelen (eine karte callen) und wir müssen im verhältnis noch viel mehr am turn riskieren oder den pot aufgeben nach grosser investition.

Risk 15BB to win 11.5BB

Anderherum leaden gibt uns Risk 5BB to win 6,5BB

Wenn wir das leaden hier mit genug starken Händen balancen können, mit denen wir bet/3bet spielen, und ausserdem auch bereit sind, 8Outer Draws bet/3bet zu spielen, finde ich leaden extrem gut. Es lässt sich auch nicht so gut exploiten wie ein C/R, denn wenn villain usneren C/R einmal callt, haben wir bereits einen zu grossen pot und unsere equity wird massiv gemindert. Callt Villain unseren lead hingegen nur, haben wir ein gutes verhäöltnis von risk to reward inklusive outs und evtler FE durch eine Double Barrel am Turn.

Alles in allem sehr schwer. Bin aber ein Fan von Leaden. Allerdings dürfen wir den C/R nicht komplett wegfallen lassen aus balance und lesbarkeitsgründen.
 



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