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Qualität der inflationär überbesetzten PS-Turniere

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Qualität der inflationär überbesetzten PS-Turniere - 01-11-2008, 11:31
(#1)
Benutzerbild von kayleigh441
Since: Sep 2008
Posts: 219
BronzeStar
Wie bereits in einem anderen Thread mal geschrieben ( http://www.intellipoker.com/communit...205#post664205) ist das Niveau in den PS-Turnieren (zw. 0 und 10$ habe ich es getestet) unterirdisch!
Dies ist zwar auf allen Plattformen analog, aber nirgends so ausgeprägt wie hier, da man auf Grund der abnorm hohen Teilnehmerzahlen erst einmal 2-3 Stunden gegen die Flut der "ALL-IN-WÜTIGEN" anzukämpfen ist. Nach nur wenigen Minuten (2-3) sitzen schon zig Leute mit Stacks, die das Mehrfache des Startstacks betragen, an den Tischen. Es wird mit jeder Mülltüte All In gegangen und am Ende ist einer an jedem Tisch der Glückliche, mit einem fetten Stack. Wie selten KK gegen 2-3 andere All Ins am Tisch halten, wissen alle, die sich am "Lotteriespiel" nicht beteiligen, sondern durch "Können" ans Ziel wollen nur zu gut... Wer qualifiziert sich denn dann am Ende wirklich zu Raab oder Becker? Der "beste" Pokerspieler oder der glücklichste Gambler?
Meine Behauptung ist: evtl. ein rel. guter Spieler aber die Besten bleiben definitiv im Strudel der "Donks" hängen!! (niemand möge das Wort "Donks" als Beleidigung auffassen, es soll nur die Spielweise bezeichnen... )

Da mir aber in anderen Threads wie oben gezeigt geschrieben wird, dass "es ja so einfach ist, gegen diese Spieler "Geld" zu machen...blablabla..." (siehe vvolf69 )und ich völlig anderer Meinung bin, hier mein Vorschlag an PS dieses einmal zu testen:

Veranstaltet doch mal eine Serie Turniere (oder besser die besagten Qualis zu Raab oder Becker hierfür nutzen) und lasst in jedem Turnier einen eurer Profis mitlaufen...
Ich behaupte: in weniger als 10% von 500 gespielten Turnieren kommt der Profi durch das Turnier an den Final Table und keiner gewinnt ein solches Turnier!
Ein Profi deshalb, weil es nicht um eine Flächen-Statistik geht sondern um die Erfolgsaussichten eines Einzelnen gegen alle.
Beim Spielvermögen der Profis im Verhältnis zur Masse sollte es eigentlich so sein, dass die Pros wenigstens in 60-70% itm kommen, was ich mir evtl. sogar noch vorstellen kann, da man hierzu eine andere, tightere Strategie fahren kann.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Frau Thater und "Kollegen" hierfür zur Verfügung stellen. Ich würde es aber seehr interessant finden, wie das Ergebnis aussehen würde! (Umfrage hierzu)
Vielleicht sagt Frau T. ja mal sogar hier im Thraed mal was?

Nicht falsch verstehen...damit ist nicht die Qualität der Pros in Frage gestellt! Die nehmen uns (mir)am Tisch jeden Groschen ab...die haben einfach ihre Qualität! Aber gegen so eine Masse an loosen Spielern? Nein, weil das die "Mathematik" nicht mehr hergibt
Beispiel: AA gewinnt gegen 3 weitere xbeliebige Hände (zB KT-AQ-TJ) nur in 63,9% der Fälle! Und wie oft bekommt man AA in einem Turnier? JJ liegt hier schon unter 50% !
 
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01-11-2008, 11:43
(#2)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Worauf genau willst du hinaus, bzw. was ist dein Lösungsansatz?

Gewinnt den WSOP ME jedes Jahr der beste Spieler? Sicherlich nicht.
Sind da mehrere tausend mehr oder weniger schlechte Spieler dabei? Definitiv.

So laufen Pokerturniere eben ab: Wer sich das Buy-in leisten kann darf mitspielen und mit seinen Chips genau das veranstalten, was er möchte (ausser dumpen).
 
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01-11-2008, 12:23
(#3)
Benutzerbild von paulo349
Since: Jan 2008
Posts: 278
ich bin zwar erst kurz hier im forum mit dabei,aber ich habe hier schon oft gelesen,das das was du beschreibst vollkommen normal ist zumindest bzw. besonders bei freerolls und turnieren mit kleineren buy ins.wenn du dem deshalb aus dem weg gehen willst musst du turniere mit höheren buyins spielen,wo es den teilnehmern nicht so eagl ist alle ihre chips mit z.b.10 7 gegen a q zu verlieren.und du hast vollkommen recht,es ist super schwer dort mal weit zu kommen,da brauchst echt viel glück.
 
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01-11-2008, 13:18
(#4)
Benutzerbild von Rabbaduck
Since: Nov 2007
Posts: 40
Naja bei den Freerolls kann man halt nichts verlieren. Meiner Meinung nach ist das der Hauptgrund für´s ständige AllIn.
Ich zogge Freerolls meist nur, wenn ich auf nen anderes Turnier warten muss.
Da zogge ich auch total wilde Sau 3,7off, 2,10s usw. Ist halt total geil Rockets mit 3,7off zu kicken, da lach ich mich hier vor´m Rechner total schlapp.

Rabba
 
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01-11-2008, 22:06
(#5)
Benutzerbild von kayleigh441
Since: Sep 2008
Posts: 219
BronzeStar
Die Frage für mich ist einfach: Haben solche Turniere überhaupt noch etwas mit Poker zu tun? (für mich nicht)

Der Vergleich mit der WSOP ist mehr als schwach. Die Spieler, die sich dort einkaufen spielen vielleicht oft unberechenbar aber sicher nicht "donkig"...

Ich würde eben einfach gern mal wissen, ob sich wirklich gutes Spiel gegen eine Flut von "Wilden" durchsetzen kann...
 
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Smile
01-11-2008, 22:47
(#6)
Benutzerbild von lottehfc
Since: Oct 2008
Posts: 5
BronzeStar
Ich bin Anfänger und gehe auch öfter All in,aber es ist doch so das auch ein Profi auf gute Karten angewiesen ist.
 
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01-11-2008, 23:22
(#7)
Benutzerbild von Fosca1
Since: Aug 2007
Posts: 943
In Turnieren die Geld kosten, habe ich so ein grosses All-in Gedonke, wie du es beschreibst noch nicht erlebt.
Ich nehme also an, dass es dir hauptsächlich um die Raab und Becker Freerolls geht.
Dazu muss man aber auch sagen, das bei denen nur die ersten 100 von 8000-12000 Spielern überhaupt etwas gewinnen.
Auch ein Profi hätte es bei solchen Turnieren sicherlich schwerer dort ganz nach vorne zu kommen und bräuchte dafür viele Versuche- das ist aber bei dieser Preisstruktur völlig klar.

In normalen Turnieren mit einer Auszahlungsstruktur von 15% wird ein Profi gegen ein solches Teilnehmerfeld aber zumindest häufiger ITM bzw. weiter kommen als der schlechtere Spieler.

Ich verstehe nicht, warum du darum solchen Wind machst.

Es gibt genug Auswahl bei Pokerstars, so das man sich bequem die Turniere aussuchen kann , die man spielen möchte.
In den FPP Turnieren für Bronzestars am WE oder in den FPP Satellites für Becker und Co wird auch schon deutlich vernünftiger gespielt.
 
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02-11-2008, 03:01
(#8)
Benutzerbild von loti1970
Since: Aug 2007
Posts: 77
BronzeStar
ich seh das auch nicht so dramatisch.

die freerolls spiele ich so nebenher und ab und zu auch mal ein ffp-turnier mit 10 ffp's. die ersten 2-3 hände gehe ich all-in, sobald ich A oder K auf der hand habe. entweder klappt es oder eben nicht, es spielen ja alle so. wenn es gut geht, dann setzte ich erstmal ne halbe stunde aus und dann ist das spiel auch wieder vernünftiger und fängt langsam an spaß zu machen.

und wenn es nicht klappt? was solls? es ist ein freeroll...:

abgesehen davon finde ich, dass es bei den 10 ffp-turnieren schon relativ schnell gesittet zugeht. bisher hab ich mich dadurch zumindest immer für die raab-nacht qualifizieren können.

unterm strich find ich derartige turnier auf alle fälle sinnvoll! irgendwann mal kommt jeder etwas weiter im turnier und wenn man -wenn auch mit etwas glück- mal in die nähe des ft kommt, dann kann man dabei ziemlich viel lernen.

so war es zumindest bei mir. als ich das erste mal (als blutige anfängerin) bei nem raab-freeroll unter den ersten 50 gekommen bin war ich total nervös, weil ich gar net wusste, dass man überhaupt soviel chips haben kann...

und dann schaut man auch schon mal genauer hin, was andere so machen. und das kann man bei nem 3,25$ sng sicher net...

solch großen turniere gehören halt irgendwie dazu, denn jeder muss ja mal anfangen und was lernen.

und mal ehrlich: wer hat zu beginn nicht selbst auch einen totalen schrott zusammengespielt und sich oft eine blutige nase geholt..=
 
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02-11-2008, 11:34
(#9)
Benutzerbild von ElHive
Since: Sep 2007
Posts: 1.841
Das liegt doch aber auch in der Natur dieser Freeroll-Turniere, die ja meist als Turbo-Turniere ausgelegt sind. Bei dieser Blindstruktur hast du IMO keine Zeit für "richtiges" Poker.

Und dass auch Profis so ihre Probleme mit Freerolls haben, hat doch Chris Ferguson in seiner 0$ to 10000$-Challenge gezeigt. Es hat geschlagene 7 Monate gedauert, bis er aus Freeroll- und 1$-Turnieren eine vernünftige BR von 100$ aufgebaut hatte.


ICH WAR WAR WIEDER KLARER FAVORIT(AUS MEINER SICHT ALS ICH DIE KARTEN MEINES GEGNERS NOCH NICHT KANNTE)

Bracelet Winner of BBVSOP 2009 Champions Event
 
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02-11-2008, 11:57
(#10)
Benutzerbild von sumsabari
Since: Aug 2008
Posts: 51
BronzeStar
wenn man weis wie andere spielen, also mit welchen dubiosen Karten all-in gegangen wird, dann macht es doch genauso.