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Beim Turnier die Anfangsphase überstehen

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Beim Turnier die Anfangsphase überstehen - 08-11-2008, 19:49
(#1)
Benutzerbild von BigSchmogg
Since: Jan 2008
Posts: 93
Hi,

also eigentlich sagt die Überschrift alles aus:

Mein Problem ist folgendes: Ich spiele häufiger Turniere (normale MT-NL), habe mir natürlich auch die entsprechenden Arikel durchgelesen und spiele eigentlich auch allgemein nicht so schlecht - insbesondere bin ich immer sehr erfolgreich wenn ich es erst einmal schaffe, mit einem durchschnittlich (3000+) großen Stack in die mittlere Phase zu kommen.
Und hier ist das Problem: Ich spiele wie im Artikel emfohlen, sehr Tight am anfang und sitze dann sobald die Antes eingeführt werden mit einem Stack zwischen 1000-2000 Chips da und kann dann keine Blinds klauen, da ich praktisch immer vom BB gecallt werde, weil die Erhöhung nicht groß genug ist.

Was sollte ich also an meinem Spiel ändern?

P.S. sorry falls es schon einen entsprechenden Thread geben sollte, ich hab keinen gefunden.
 
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08-11-2008, 19:57
(#2)
Benutzerbild von Andynator
Since: Dec 2007
Posts: 1.757
generell solltest du weitehin am anfang tight spielen. den fehler sehe ich eher darin mit einen small-stack versuchen die blinds zu klauen. dass wird einfach nie gut gehen. steals gehen nur mit enstprechenden stack. dazu ist viel hier im strategie-teil zu finden bzw. alternativ dazu im ersten teil der HOH-Serie (Harrington On Holdem) in buchform.


they call me "The Dark Lord of Suckouts"
 
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08-11-2008, 20:03
(#3)
Benutzerbild von MultiRulez
Since: Mar 2008
Posts: 431
BronzeStar
Also gerade in den Turnieren mt Buy in von 11 und runter, wirst du fast immer mit guten Händen ,wenn du sie ansatzweise richtig spielst, ausbezahlt.

Und normalerweise bekommst du in der Anfangsphase min. 3 Monster und wenn die Spieler nicht auf dein Image achten ( was die meisten nicht tun) werden die dich in 1/3 Fällen 100% ausbezahlen was deinen Stack auf 3-6K bringen sollte und damit kannst du mit knapper Average gut in die mittlere Phase
 
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08-11-2008, 20:05
(#4)
Benutzerbild von BigSchmogg
Since: Jan 2008
Posts: 93
Danke für die schnelle Antwort!

Ich werd das dann mal in Zukunft versuchen.

Aber ich sehe halt das Problem darin, dass ich bei 125/250/25 nurnoch ca. 20 Hände bekomme, wenn ich es nicht schaffe meinen Stack drastisch zu vergrößern. Naja, mal schauen.

-----edit---- Danke für die AntwortEN! ------edit-------
 
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09-11-2008, 00:07
(#5)
Benutzerbild von Xerxes34
Since: Oct 2007
Posts: 107
Es wirkt auch immer als BB recht schwach wenn ein Smallstack (10BB und weniger) nicht All-In geht sondern "nur" normal raised.
Dann lieber mal in später Postion, wenn noch keiner im Pot ist und man selber eine Hand, die vielleicht kein Monster ist, aber spielbar ist (Paare, Suited Connector, Ax und evt. auch zwei Facecards), All-In gehen. Das wirkt stärker, gerade wenn man ein tightes Image hat. Nach Möglichkeit natürlich gegen Blinds, die nicht allzu loose sind.
Im Idealfall called dich keiner und du hast weitere 9 Hände Zeit ein Monster zu finden. Und wenn Du gecallst wirst hast Du immer noch Showdownpotential. Im Endeffekt nützt es ja auch nicht sich ausblinden zu lassen, da die Bubble ja in der Phase meist noch weit weg ist.
 
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09-11-2008, 09:05
(#6)
Benutzerbild von Mike$100481$
Since: May 2008
Posts: 3.848
BronzeStar
Also erstmal denke ich das du wnen du mit 1K-2K Chips dasitzt und schon eine Ante dabei ist du ja nichtmal mehr 10 BB an Chips hast!

Und wenn das der Fall ist das du sagen wir ab 13 BB an Chips hast kannst du nur noch pushen oder folden du kannst hier nicht mehr raisen das gibts bei ca. 10-13 BB nicht mehr, außer du hast sagen wir AA oder halt ne richtig gute Hand dann würde ich nur ein minraise aus spähter Position machen wnen alle vorher gefoldet haben udn auf ein reraise hofen sodas ich pushen kann aber sonst gibts mit ca. 10 BB nur noch Push or Fold!!!

Das wird wohl dein größter Fehler sein bzw. einer deienr größten Fehler.

Geändert von Mike$100481$ (09-11-2008 um 09:11 Uhr).
 
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09-11-2008, 16:25
(#7)
Benutzerbild von Dreihundert
Since: Mar 2008
Posts: 38
bleib am anfang trotzdem tight!turniere unterliegen einer großen toleranz und dann ist es halt nun mal so, dass man nur in den wenigsten fällen ins geld kommt! nd auch um die mittlere phase zu kommen benötigt man meiner meinung nach schon ein wenig glück da viele spieler einfach mit jedem mist callen und dann aufm river was treffen!und diese situation hat man halt bis zur mittleren phase auch öfters zu überstehen!
 
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09-11-2008, 16:31
(#8)
Benutzerbild von I.O.S.
Since: Jun 2008
Posts: 801
Bleib am Anfang tight! Selbst wenn du looser spielen würdest hätte das keinen positiven effekt. In der frühen Phase sind noch zu viele Leute, die denken sie könnten alles callen. Wenn du Hände spielst spiel sie aggressiv. Versuch einen großen Pot aufzubauen, wenn du dir sicher bist die Hand zu gewinnen. So kriegst du viele Chips mit wenig Händen.
 
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09-11-2008, 17:14
(#9)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
Der TAG-Style is ja nur eine Option, und nicht etwa der einzig wahre und einzig profitable Stil. Das liegt ja nun mal nicht jedem, und es kommt auch sehr stark auf Image, Reads und Postflop-Skill an, wie man am besten spielt.

Image und Reads sind in frühen Phasen nun nicht so ausgeprägt, aber der eigene Skill ist stets gleich.

Viele erfahrene und namhafte Spieler verfolgen eine andere Strategie, nämlich das sogenannte Smallball bzw den LAG-Style. Das bedeutet, viele billige Flops zu sehen und günstige Situationen auszunutzen, auch ooP mit marginalen Händen. Das erfordert aber viel Erfahrung und stellt eben eine vollständig andere Herangehensweise dar. (Harrington sagte dazu sinngemäß (Beispiel): "Man spielt nicht UTG mit 92o, um dann zu folden, wenn man nicht trifft.")

Spieler mit hervorragenden Postflop-Fähigkeiten benötigen einen großen Stack, um davon optimal Gebrauch machen zu können, denn man muss auch schon mal einen riesigen Pot aufgeben. Anders gesagt: man muss viel mehr riskieren, kann aber auch viel mehr gewinnen. Die Bildung eines solchen riesigen Stack gelingt einem nun mal nicht mit TAG-Style (mit TP noch weniger).

Ich würde dem Op empfehlen, mal auszuprobieren, ob er als LAG nicht profitabler spielt. Wie schon beschrieben, ist der gravierendste Nachteil von TAG-Style der, dass man schnell in den p/f-Mode kommt, wenn man keine guten Karten bekommt. Damit hat man nur geringe Chancen auf Preisgeld, ganz zu schweigen von Spitzen-Platzierungen.

Der LAG-Style hat da drei wesentliche Vorteile:
1. Es gelingt nicht oft, einen Monsterstack aufzubauen, aber wenn es gelingt, spielt man meistens an der Spitze des Feldes.
2. Eine Anpassung an spätere, loosere Turnierphasen fällt wesentlich leichter, da man sich nicht großartig umstellen muss.
3. Aufgrund des loosen Image werden Monsterhände -besonders gut versteckte- besser ausbzahlt.

Das könnte durchaus profitabler sein, als als TAG "hin und wieder mal ein wenig Preisgeld abzugreifen".

Try and Error! GL & HF!

EDIT: Es gibt natürlich nicht nur TAG und LAG. Aber: Tight-Passiv und Loose-Passiv (TP und LP) geht gar nicht - weil grundsätzlich völlig unprofitabel. Entweder TAG oder LAG oder eine Mischung aus beidem. Da muss man eben einen eigenen Stil finden, sozusagen den goldenen Mittelweg.



IP Community Battle - Neu: Sonntags "Players Choice"
Die Karten sind nur dazu da, damit die schwachen Spieler denken, sie hätten eine Chance!

Geändert von TheKillerAD (09-11-2008 um 17:18 Uhr).
 
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09-11-2008, 18:15
(#10)
Benutzerbild von GGMuh
Since: May 2008
Posts: 429
LAG ist auf jeden fall ne sehr interessante option. ich hab letztens "every hand revealed" von gus hansen gelesen, in dem er seinen sieg beim aussie million beschreibt. das buch ist nicht nur sehr unterhaltsam geschrieben, sondern auch sehr informativ, weil einige für turniere wichtige konzepte erläutert werden.

das LAG-konzept hat allerdings einige entscheidende nachteile:

- in vielen fällen braucht man sehr gute reads, die man live viel besser beisammen bekommt als online

- online wird generell viel looser gespielt, so dass man recht schnell in schwierigkeiten geraten kann.

- gerade bei niedrigen buy-ins ist die hemmschwelle sein gesamtes turnier-dasein aufs spiel zu setzen wesentlich niedriger als bei einem live turnier mit 10.000$ buy-in.

- die spielstärke vieler spieler ist nicht so hoch, als dass man ohne weiteres die meisten konzepte aus der literatur darauf anwenden kann.

was du letzten endes selber spielst, hängt also von deiner eigenen spielstärke, deiner bankroll und den daraus resultierenden buy-ins sowie dem turnier an sich ab. trotzdem solltest du eins berücksichtigen:

versuch nicht irgendeinen stil zu kopieren, gerade wenn du dich damit nicht wohlfühlst.

das geht meistens schief.

viel glück am tisch!
 



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