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M oder doch BBs? - 10-11-2008, 08:18
(#1)
Benutzerbild von JonesJoker
Since: Dec 2007
Posts: 3
Hy Leute,

in HoH II erklärt Harrington mit einem M von unter 20 solle man beginnen looser zu spielen und raises looser zu callen. Ab einem M von 10 ca beginnt man oftmals FI schon zu pushen. Jedoch bedeutet ein M von 10 fast 20 BBs wenn noch Antes mit im Spiel sind. Hab in letzter Zeit viele Turniere gespielt und war mit meinem M von 10 noch average und sehe somit keinen Sinn damit zu gamblen wenn andere Spieler am Tisch den selben Stack haben.

Nun meine Frage, sollte man die Stacks doch in BBs betrachten wie in SNGs?
 
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10-11-2008, 12:22
(#2)
Benutzerbild von GGMuh
Since: May 2008
Posts: 429
an den BBs sollte man sich in den ersten levels, in denen ohne ante gespielt wird orientieren. wenn das ante ins spiel kommt, macht es deutlich mehr sinn mit m weiter zu rechnen. je nach höhe des ante (relativ zum SB - 1:4 usw) werden die kosten für den orbit viel deutlicher.
 
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10-11-2008, 12:40
(#3)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Also dass Harrington rät, dass man mit einem M von weniger als 20 raises looser callen soll, wage ich doch etwas zu bezweifeln. Das Gegenteil sollte der Fall sein.

Letztendlich sollten sich die Konzepte in der Phase ohne Antes nichts nehmen, abgesehen von den allgemeinen Unterschieden zwischen SNGs (in denen meist in BB gerechnet wird) und MTTs (in denen meist mit M gerechnet wird).

Und mit Antes hat man dann eben das Problem, dass die Rechnung in BBs keine Anpassung an die höhere Potgröße beinhaltet.
Daher sollte man ohne Antes eher mit BBs rechnen, weil es einfach einen Rechenschritt spart, und mit Antes dann mit Ms.
 
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10-11-2008, 12:59
(#4)
Benutzerbild von JonesJoker
Since: Dec 2007
Posts: 3
Zitat:
Zitat von DrJ_22222 Beitrag anzeigen
Also dass Harrington rät, dass man mit einem M von weniger als 20 raises looser callen soll, wage ich doch etwas zu bezweifeln. Das Gegenteil sollte der Fall sein.
Dies ist aber der Fall. Yellow Zone Strategie M von >10 und < 20: Your Preflop Criteria should be adjusted downward a bit...your criteria for calling someones raise will also drop.
 
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11-11-2008, 00:23
(#5)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
Zitat:
Zitat von JonesJoker Beitrag anzeigen
Dies ist aber der Fall. Yellow Zone Strategie M von >10 und < 20: Your Preflop Criteria should be adjusted downward a bit...your criteria for calling someones raise will also drop.
uff..ich hab´s auch gelesen..kommt aber doch auf die situation an..oder?

befindet man sich noch weit weg vom preisgeld, wie sind die pot odds, bubble bzw. eigener bubble-faktor etc. etc.

loose callen...hmmm....lieber raise ich loose, und lasse meinen gegner die letzte vermutung anstellen.



furzgurk
 
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11-11-2008, 08:07
(#6)
Benutzerbild von pokerbert62
Since: Oct 2007
Posts: 136
Ich glaube die Theorie der M-Zone ist, das der eigene Stack zumindest noch etwas an Furcht einflößt wenn man pusht und man noch ein bißchen Foldequity bekommt, daher schließe ich mich Furzgurkerl an eher raisen als callen.

Ansonsten kanns jeder halten wie er will. Warten auf gute Karten
oder versuchen die Blinds zu stehlen.

Es wird sowieso einmal so einmal so ausgehen.

mfg
 
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11-11-2008, 11:25
(#7)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
meine eigene philosophie ist, was das M betrifft, eh schon früher zu pushen und nicht erst zu warten, bis ich auf dem um die 10 oder drunter bin.

ich pushe gerne schon um die 15 bis 20 M....da habe ich noch mehr fold equity auf meiner seite habe bzw. nach einem geglückten aufdoppler gegen einen ungefähr gleichgrossen stack einen schönen fetten haufen chips, mit denen es sich einfach besser attackieren und sammeln lässt.

furzgurk
 
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11-11-2008, 15:50
(#8)
Benutzerbild von udo69
Since: Jan 2008
Posts: 493
BronzeStar
Bei einem M von 20 schon Pushen??? Das hört sich doch sehr nach Freerollgedonke an.

Wenn da halbwegs vernünftige Spieler am Tisch sitzen, sammelst du ein paar mal die Blinds ein (dafür Risiko zu hoch) und dann läufst du in ein Monster. Bei einm normalen Raise ist deine Foldequity nicht soviel geringer wenn du einen entsprechenden Stack in der Hinterhand hast. Bei einem Resteal kannst du immer noch anhand deiner Karten und dem Stack deines Gegners entscheiden.

Im Prinzip ist es egal ob du in M oder BB rechnest. Du solltest dann anfangen zu pushen, wenn du durch dein Raise Potcommitted bist. Das bedeutet, solltest du einen Call bekommen, hast du höchstens noch etwas mehr als Potsize am Flop. Da kämst du dann spätestens nach einer Contibet eh nicht mehr aus der Hand raus.
 
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11-11-2008, 17:05
(#9)
Benutzerbild von Miles45
Since: Nov 2007
Posts: 637
naja die anforderungen an die Starthände bei einem m kleiner 20... ist bei der sehr tighten Auswahl Harringtons er obligatorisch...

Darüberhinaus ist man wenn antes im spiel sind sowieso gezwungen zu calle da zumindest in den micros die preflop raises von den meisten nicht angehoben werden. Der Grundsätzlich pot ist eröffnet aber wesentlich bessere odds auch mit spekulativen händen mal zu callen.

Grundsätzlich finde ich das alles was harrington schreibt absolut insbesondere im microsegment zu empfehlen ist. Wer es schafft die Inhalte zu verstehen und sie entsprechend am tisch umzusetzen sollte gewinnen.
 
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12-11-2008, 01:16
(#10)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
Zitat:
Zitat von udo69 Beitrag anzeigen
Bei einem M von 20 schon Pushen??? Das hört sich doch sehr nach Freerollgedonke an.

Wenn da halbwegs vernünftige Spieler am Tisch sitzen, sammelst du ein paar mal die Blinds ein (dafür Risiko zu hoch) und dann läufst du in ein Monster. Bei einm normalen Raise ist deine Foldequity nicht soviel geringer wenn du einen entsprechenden Stack in der Hinterhand hast. Bei einem Resteal kannst du immer noch anhand deiner Karten und dem Stack deines Gegners entscheiden.

Im Prinzip ist es egal ob du in M oder BB rechnest. Du solltest dann anfangen zu pushen, wenn du durch dein Raise Potcommitted bist. Das bedeutet, solltest du einen Call bekommen, hast du höchstens noch etwas mehr als Potsize am Flop. Da kämst du dann spätestens nach einer Contibet eh nicht mehr aus der Hand raus.

hmm udo....da habe ich mich wohl ein wenig falsch ausgedrückt.

ich pushe da ja nicht mit beliebigen karten...und auch nicht grundsätzlich mit einem M von 20.

und mit welchem M ich pushe, das sollte man schon jedem individuell überlassen. es gibt kein da richtig oder falsch...es es ist ein frage des stils und der individuellen risikobereitschaft.
wann, wie und wo und mit wieviel sich jemand committed, bleibt jedem selbst überlassen.

deine argumente sind mir etwas zu "konventionell"..so spielen die meisten, die vorsichtiger vorgehen...aber:....jedem..was ihm liegt.

ausserdem sammle ich damit nicht nur die blinds ein...wer sagt denn, dass die blinds die einzigen im pot sind?
und wenn es ein ante gibt und ich ein hohes M habe, spiele ich so weiter...dagegen ist überhaupt nix zu sagen...da lohnt es sich noch mehr.

in dem ich dem tisch unmissverständlich mitteile, dass ich kein problem habe, relativ früh auszuscheiden, weil ich bereit bin, andere vor die entscheidung ihrer gesamten turnierexistenz zu stellen, erzeuge ich einiges an fear equity..und somit automatisch auch mehr fold equity.
ausserdem, wie ich sagte, pushe ich nicht mit schrott, sondern mit händen, die die gegner nicht bei mir erwarten, und so wie du z.b. davon ausgehen, dass dies nur gedonke mit anytwo ist.

und das ist natürlich ´ne tolle gelegenheit, fett aufzudoppeln.
"go big or go home" das sage ich immer wieder.

der vorteil hierbei ist, dass ich an den tagen, an denen es nicht läuft, viel zeit spare...fleieg ich raus..dann fliege ich eben raus...auf ein neues.

und wenn´s läuft (jeder weiss, welche rolle glück und rushes bei turnieren spielen) habe ich einen riesigen stack, mit dem ich gute chancen habe, an den FT zu kommen...da macht es mehr als wett.
und je grösser mein stack, desto mehr kann ich mir es leisten, auch coinflips zu verlieren...ich meide die gleichgrossen stacks und nehme mir die mittleren vor, die kleinen lasse ich am leben...vor allem beim SNG.

es ist ansichtssache, denke ich...es gibt verschiedene philosophien und herangehensweisen...um ein turnier zu gewinnen.

ich pushe ja auch nicht immer mit dem kompletten stack...aber hie und da eben sehr gerne, die spots suche ich mir nach bestem wissen und gewissen aus...ich mag den nervenkitzel und es liegt mir mehr als die herkömmliche vorgehensweise.

lieber pushe ich mit einem M von 15-20 hervorragende blätter, wenn ich mir danach ist, als bei 10 M anzukommen und dann mit evtl. marginalen händen pushen zu "müssen"!

gerade dies ist für mich beim poker so reizvoll..die versch. methoden...für jeden was dabei.

furzgurk
 



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