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Standartstrategie für SnGs anpassen

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Standartstrategie für SnGs anpassen - 14-11-2008, 14:26
(#1)
Benutzerbild von pit@pain
Since: Aug 2007
Posts: 10
Ich finde das immer mehr Spieler nach der Standartstrategie für SnG spielen. Wie soll man sich dem anpassen? Wo liegt die Edge gegen Spieler mit der gleichen Strategie?

-sollte man gegen diese Spieler in der frühen Phase looser oder noch tighter werden?
-oder sollte man diesen Spielern einfach am Anfang aus dem Weg gehen?
- liegt die Edge im ICM-Play?
- sollte man in der späten Phase looser oder tighter pushen?

Wo liegt die Edge der Winningplayer auf den High Stakes (ab 109$) ???
 
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14-11-2008, 15:24
(#2)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
mir ist auch aufgefallen, dass auch in den höhehern limits, viel nach standard strategie gespielt wird.

in den anfangsphase, in denen meiner meinung nach unbedingt chips gesammelt werden sollten, um auf der bubble einen entscheidenen vorteil zu haben, wir zumeist tierisch tight gespielt..echt wahnsinn...da haucht einer den pot an..und schon wird gefoldet.

villeicht kann man sich hier mit eien wenig mut einen vorteil verschaffen und dies ausnutzen.

die edge bei guten spielern liegt bei sng´s definitiv im endspiel, da ich aber davon ausgehe, dass aber ab einem gewissen level, dies alle ähnlich gut beherrschen, hat meiner meinung nach der den vorteil, der die meisten chips hat, die er sich frühzeitig erkämpft hat....die fhägigkeiten, handranges zu ermitteln setzte ich dann mal bei allen guten spielern ähnlich voraus.


furzgurk
 
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14-11-2008, 16:27
(#3)
Benutzerbild von pit@pain
Since: Aug 2007
Posts: 10
Zitat:
Zitat von Furzgurk Beitrag anzeigen
in den anfangsphase, in denen meiner meinung nach unbedingt chips gesammelt werden sollten, um auf der bubble einen entscheidenen vorteil zu haben,
furzgurk
Da muss ich dir wiedersprechen da in einem SnG der Chip-EV nicht gleich $-EV ist. Das heißt wenn du dich am Anfang verdoppelst ist das keine Garantie das du ITM kommst.

Daher auch meine Frage, wo liegt die Edge der High-Stakes Winningplayer?
 
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14-11-2008, 17:10
(#4)
Benutzerbild von Maasl83
Since: Jan 2008
Posts: 189
Punkt 1: Es gibt auf jeden Niveau Fische. Auch bei den High Stakes.
Punkt 2: Nicht jeder spieler spielt gleich gut ICM bzw. berechnet Ranges perfekt. Auch wenn das Level sich mit zunehmenden Buy-In auf nem hohen Level nahezu ausgleicht, gibts hier auch noch Unterschiede.
Punkt 3: Play in den kleinen Blindphasen. Hier können Spieler die sehr gut Postflop und weiter spielen können viel mehr value machen als jemand der nicht so gut postflop spielt.

Das sind alles Punkte die einen auch bei den High Stakes zu einem signifikanten Gewinner machen.

Ansonsten tight is right am Anfang, das predigt dir jeder gute Spieler. Es gibt nur sehr sehr sehr wenige Ausnahmen die einen etwas looseren Stil spielen und diesen auch nur an wenigen Tischen, da dieser sehr read dependend und von den Postflop Fähigkeiten abhängig ist. Als Multitabler bleibt einem nur tight is right.

Am besten du joinst gar nicht Games mit guten Spieler. Game Selection ist ein wichtiger Punkt für deine Winrate. Und wenn du doch jemand drin hast, wirst du sehr vorsichtig gegen ihn spielen müssen und auch nur mit wirklich starken Händen einen Angriff wagen können.

Nur ums allgemein anzuschneiden: In der späten Phase pusht man eindeutig looser.

Geändert von Maasl83 (14-11-2008 um 18:51 Uhr).
 
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14-11-2008, 19:50
(#5)
Benutzerbild von udo69
Since: Jan 2008
Posts: 493
BronzeStar
Auch auf den hohen Limits liegen die größten Unterschiede in der Push or Fold Phase. Natürlich gibts hier keine krassen Unterschiede in den Fähigkeiten.

Natürlich muss man auch beachten, dass die Spieler sich auf den hohen Limits alle kennen und da hängt dann auch sehr viel von Image und reads ab.
Aus diesen Gründen wird dann im BB auch schon mal ein Push mit 56s gecallt (sog. Imagecall), allein um dem Gegner zu zeigen, dass dieser nicht so loose gegen ihn pushen kann (und meistens hat er ja noch35 - 40%)

Habe mir neulich mal Highstakes SNGs angeschaut (Daniel Negreanu hat gespielt): Es liefen gerade 1x 2000$, 1x1100$ und 4x550$. An den beiden großen Tischen saßen 7x gleiche Spieler und jeder diesr Spieler hatte noch mind 2 550er offen.
Da wird dann auch wirklich in der entsprechenden Situation mit
62o gepusht.

An sämtlichen Tischen wurde in der frühen Phase Ultratight gespielt, meistens nach einem Raise komplett gefoldet.
Wenns denn mal bis zum Showdown ging, dann meistens bis zum Allin, aber nie mit weniger als einem Set.
 
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16-11-2008, 11:18
(#6)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
Zitat:
Zitat von pit@pain Beitrag anzeigen
Da muss ich dir wiedersprechen da in einem SnG der Chip-EV nicht gleich $-EV ist. Das heißt wenn du dich am Anfang verdoppelst ist das keine Garantie das du ITM kommst.
das mit den chipwerten ist mir bekannt...(beispiel jim und bob in moshman´s buch z.b.)

klar, man hilft den anderen mit ihrer turnierequity, wenn man sich dem risiko ausgesetzt hat, und jemanden aus dem turnier genommen hat...und gleichzeitig werden die chips mit der zunahme ihrer masse immer weniger wert.

!!das eliminieren sollte jetzt damit auch nicht gemeint sein, sondern eher das chips sammeln an sich.!!

klar nimmt der chipwert ab, aber chips sind gleichzeitig nunmal ´ne wichtige waffe...man kann ger nicht genug davon haben

wenn ich richtig informiert bin, sind ja am anfang bei sng´s die jeweiligen bubble-faktoren recht niedrig.
und man kann für ´ne gewisse zeit "normales" poker spielen.
hier hat man also seine freiheit, tight aggressiv oder eben entgegengesetzt zum tisch loose aggressiv zu spielen, um wichtige chips zu sammeln.

ist es nicht besser, alles dafür zu tun, dass man bei hohen blinds und auf der bubble einen entscheidenden chipvorteil hat?

vor allem dann, wenn das niveau der übrigen spieler vor allem im endgame in etwa gleich hoch ist und jeder das prinzip um ICM & co. bz.w bubblefaktoren verstanden hat?

ich meine, in dem man schon früher risiken eingeht, kommt man nicht so oft ITM, aber dafür hat man mit einem bigstack eine grössere chance, das SNG auch zu gewinnen...was ja wichtiger ist, als nur auf ITM zu spielen...so weit ich das verstanden habe.

ist es nicht besser, früh zu attackieren, als sich dem erhöhten risiko auszusetzen und erst bei hohen blinds bzw. auf der bubble auszuscheiden? früher oder später muss man sich dem risiko ja eh stellen.

und als midstack ist man dann die zielscheibe.

meiner meinung nach erschwert multitabling das gezielte stehlen kleiner pots in den anfangsphasen erheblich...man kann sich ja gar nicht gezielt auf die einzelnen spieler einstellen und deren muster beobachten...man ist ständig beschäftig, irgend wo einen button zu klicken, vor allem dann, wenn die spielerzahl abnimmt.

gerade bei SNG´s halte ich persönlich multitabling für suboptimal...es entgeht einem zuviel und man hat weniger zeit.


furzgurk
 



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