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Poker lernen als Älterer?

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Poker lernen als Älterer? - 23-11-2008, 12:11
(#1)
Benutzerbild von El91Can
Since: Aug 2007
Posts: 1.370
Es ist doch mit Freude zu sehen, dass man Poker auch als Spätstarter noch erfolgreich lernen kann. Ist in fast allen Sportarten nahezu ausgeschlossen, an die Weltspitze zu kommen, wenn man nicht schon sehr, sehr früh damit begonnen hat.

Bei der heute vorherrschenden "Young Generation" im Internet fragt man sich schon das ein oder andere Mal, wie da ältere Einsteiger noch mithalten können.

Das beginnt damit, dass man sich ab 40 generell schwerer tut, etwas Neues aufzunehmen (bezogen auf einen bestimmten Zeitraum im Vergleich mit zum Beispiel einem 16-jährigen).

Mulitabling ist da auch so ein Fall. Da hat man es im Alter deutlich schwerer, gleichzeitig mehr als 10 Tische zu spielen (Reaktion langsamer, Augen werden überanstrengt, etc.)

Und erst die großen Online Turniere: Für einen - sagen wir mal 50-jährigen Europäer - ist es schon sehr hart, eine ganze Nacht durchzuspielen, um an den Final Table zu kommen. Ab ca. 03:00 Uhr fallen einem da eigentlich automatisch die Augen zu.

Für einen 20-jährigen kein Problem. Macht die Nacht durch, und geht danach zur Arbeit.

Dehalb mein voller Respekt (und auch meine Hoffnung für Ältere) für Spieler wie Lee Nelson (siehe Bericht über ihn vom 22.11.2008).

Bitte nicht falsch verstehen: Es gibt genug "Ältere", die eine Nacht durchzocken können, aber dies hinterlässt dennoch viel tiefere Spuren als wie bei einem 16-jährigen.

Wie sehen dies ältere Spieler, die erst ab Mitte 40 mit dem Poker begonnen haben?

Geändert von El91Can (13-12-2008 um 16:22 Uhr). Grund: geung in genug geändert
 
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23-11-2008, 12:16
(#2)
Benutzerbild von DiggerPlayer
Since: Nov 2007
Posts: 142
Erste Frage: Gehörst du zu den Älteren oder zu den Jüngeren?^^ Zweitens...ich würd mich mit 24 eher zu den jüngeren zählen, obwohl ich mir da nicht ganz sicher bin...=) aber rein von meinen Erfahrungen her kann ich dir nur zustimmen.
 
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23-11-2008, 12:23
(#3)
Benutzerbild von Moni1971
Since: Aug 2007
Posts: 2.973
Bin zwar "erst" Mitte 30, aber mir kommt vieles bekannt vor... Mutlitablen endet bei mir bei vier Tischen und spätestens wenn es auf Mitternacht zugeht werde ich müde und unkonzentriert. Aber es macht Spaß was neues zu lernen und das Hirn auf Touren zu bringen. Im Job lernen die Jüngeren von den Älteren und beim Poker ist es halt auch mal umgekehrt. Hab auf jeden Fall vollen Respekt vor Spielern wie Lee Nelson, Doyle Brunson usw., die immer noch kräftig mitmischen.
 
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23-11-2008, 12:24
(#4)
Benutzerbild von RoninAQ
Since: Sep 2007
Posts: 4.724
Ich sehe das unproblematisch.
Tugenden wie Geduld usw. wiegen andere Nachteile auf.
Auch eine wirtschaftliche Unabhängkiet ist von Vorteil.
Dafür müssen die meisten am Montag arbeiten gehen.

Ich hätte auch gerne von meinem 40 ten Geburtstag ein Pokerset geschenkt bekommen, aber ein Pokerset hatte ich schon lange, nur nie benutzt. An dem Abend haben wir eine Runde gezockt, ohne die Regeln wirklich zu kennen.

Heute haben wir einen Tisch im Wohnzimmer und spielen 1-2 mal die Woche bei uns oder bei Freunden. Das wäre vor 5 Jahren in Deutschland nicht möglich gewesen.

"Erklärt ist Poker in einer Stunde, den Rest Deines Lebens versucht man es zu meistern." Deshalb mag ich auch junge Spieler an Tisch.

P.S.: Pokersamstage enden auch schon mal wenn es hell ist...
 
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23-11-2008, 12:54
(#5)
Benutzerbild von vantorso
Since: Oct 2008
Posts: 361
Interessanter Beitrag muss ich sagen.

ich selber bin 20 Jahre alt kenne jedoch mehrere mitte 30 jaehrige maenner und frauen die Poker spielen, mit denen ich auch regelmaesige Abende mache. Einige von ihnen spielen schon langer andere nicht. Einer Meiner kollegen ist recht jung in seinem Kopf aber nunmal aelter. Er spielt recht dumm um ehrlich zu sein. Aber andere wiederum spielen mit koepfchen und zeigen, dass sie sehr sehr schnell lernen.
Der Eine (da ich keine namen erwaehne nenne ich ihn mal M). M ist 38 und spielt seit ca. 2 Jahren Poker. Er gewinnr regelmaesig Turniere und SNG's hier in Hamburg. Jedoch merkt man, dass es hierbei nicht um das Alter geht sonden um die eigenmentalitaet die man hat und ich denke, dass sich indem Alter überhaupt noch nichts sagen laesst.

Eine andere Poker runde besteht auf Proffesoren der Uni Hamburg. Einige von der UKE (Universitaets Klinikum Eppendorf) und einige Psychologie Profs. Alle im Alter von 47-60.
Hierbei kann man einige erkennen. Diese Maenner besitzen die disziplin. Einige von ihnen spielen noch lange nicht ueber 1jahr, haben die wichtigen Dinge innerhalb von 2 Wochen gelernt und machen mitlerweile die "rutinierten" in der Runde vertig. Man merkt wie Maenner ueber 45, meistens gefahr viel besser einschaetzen koennen. Psychologisch gesehen, ist es die erfahrung die es macht, evolutionaet gesehen kommt dazu, dass im alter der Mann ruhiger wird, eine größere Geduld aufweist. Der Mensch gewoehnt sich an die "Gedulds" spiele der Gesellschaft schneller. Er kennt Bürokratie im Sozialen berreich nun inn und auswendig und muss sich nicht mehr damit plagen. Es bleibt ruhig und tut sein ding. Sie haben nichtmehr diesen Rebellen in sich, der auf Kamikaze Bluff-Steal aktionen unbedingt aus sind. Sie spielen nur sinnvoll. Erkennen die dummheit sofort und handeln daraufhin. Ich bin sehr beeindruckt von Den Profs mit denen ich spiele und es ist jedesmal eine große herrausvorderung. Beim Stud durchaus mehr als beim NLHE. Desshalb spiele ich auch super Gerne Stud. Mehr psychologie und mehr antasten !

ich bin durchaus der Meinung, dass aeltere Maenner durchaus viel mehr in der Lage sind, dass spiel viel schneller zu begreifen als ein 22 jaehriger. Ein 22 jaehriger hat seine reife noch nicht ganz genau gefunden, wird schneller ungeduldig und die erfahrungswerte aus anderen einsichten der Gesellschaft ist noch zu wenig.

Es kommt hierbei auch verstaerkt auf die Sozialisation der Person an. Der Junge Williams, ist auch grade mal 21 jahre alt aber gewinnt millionen, gegen spieler die um einiges rutinierter sind als er.
Er sieht aus wie der typische informatiker der einfach am liebsten alleine zuhause sitzt. Mit seiner Brille und seinen Zottelhaaren ! Daher nimmt ihn auch keiner wirklich ernst am Table (noch nicht) das ist sein vorteil. Er ist stark introvertiert und man kann ihn kaum readen.
Er ist, dass typische beispiel einer leicht gestoerten einsamen persönlichkeit. ich habe mir einige dinge im Internet zu ihm durchgelesen, ob diese stimmen , weis ich nicht genau aber es laesst meine analyse durchaus richtig stimmen.

Fazit: Älter beginng fuer mich ab mitte 40, und ab diesen Alter bin ich durchaus der meinung, dass maenner und frauen poker SEHR schnell aufgreifen und den Wert des geldes besser einschaetzen koennen. Bei jüngeren belebt noch ein teil Rebell in einem. Die Gier ist noch hoeher als bei anderen. Spieler die jedoch genug haben, neigen dazu den rebell aus sich herrauszulassen auch im alter.
Die Sozialisation ist dabei immer ausschlagkraeftig genauso wie oben erwaehnt, dass Budget. Diese faktoren bestimmen die spielweise entscheidend.
fakt ist, dass Statistisch gesehen aeltere Menschen eine größere geduld aufweisen als Jüngere spieler. Eine Studie, welche sich mit wartezeiten im Krankenhäusern beschaeftigt hat, fand herraus, dass 21-35 jaehrige sich durchaus schneller beschwaehrten, als Maenner von 35-60. Bei nachfolgenden interviews waren sich 83% der jüngeren sicher, dass es ihnen irgendwo gejuckt hat, solange zu Warten und sie oeffters mit dem gedanken der beschwehrung gerungen haben. Sich jedoch zu 23% prozent dazu entschieden haben sitzen zu bleiben.
Bei den Älteren haben sich lediglich 12% beschwehrt oder höffliche Nachfragen gestellt. Insgesammt waren hier bei nachfragungen gerundet 60 der Meinung vertstaendniss dafuer gehabt zu haben, dass es solange dauert. hierbei handelte es sich immer um keine Notfaelle. Der test lief auf eine zeitspanne von 2 Jahren und umfing mehr als 20 UK's in ganz europa. Also ist es schon fast eine alg. gesehenes phaenomen.

mfg. vt

Geändert von vantorso (23-11-2008 um 14:34 Uhr).
 
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23-11-2008, 13:06
(#6)
Benutzerbild von paulo349
Since: Jan 2008
Posts: 278
im poker ist alles möglich schliesslich kannste mit 7 2 auch ein grosses turnier gewinnen,so ähnlich wie doyle brunson damals mit 10 2 die wsop gewonnen hat.also warum auch nicht mit 40 oder 50 noch poker lernen.wenn dann mal eine ältere person mal ne nacht durch macht,hilft vllt ganz viel cafe oder andere coffein haltige getränke.aber wahrscheinlich kann sie es natürlich nur einmal die woche machen,denn wenn es zu oft passieren würde das die nächte durch gemacht werden,dann sind sie nachts am zocken,aber tags am pennen.hihi
 
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Unhappy
komischer Humor - 23-11-2008, 13:43
(#7)
Benutzerbild von Checkraisix
Since: Jun 2008
Posts: 20
Zitat:
Zitat von Gelöschter Benutzer Beitrag anzeigen
Gelöscht
Hallo Oceans75,
ich bezeichne mich als einen der humorvollsten Typen, die ich selber kenne.
Aber Witze auf Kosten Kranker zu machen, finde sicher nicht nur ich überflüssig.

Bis dann Oceans75, zum nächsten pokerhaltigen Beitrag.

*EDIT - Quote von Oceans75 gelöscht* HungryEyes42

Geändert von HungryEyes42 (23-11-2008 um 16:03 Uhr).
 
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Exclamation
23-11-2008, 13:46
(#8)
Benutzerbild von egni49
Since: Aug 2007
Posts: 2.320
Oceans75, dein Beitrag ist doch recht eigentlich nur für den trashcan geeignet, nicht wahr?
Oder sprichst du bei künstl. Darmausgang, Blasenkatheter und Alzheimer womöglich aus eigener persönlicher Erfahrung? Kommt mir fast so vor!
Na dann du altes Haus, mal ran ans Pokern!

Im übrigen jetzt mal im Ernst: du solltest dich in Grund und Boden schämen für deinen Beitrag!


Wandel und Wechsel liebt, wer lebt:
das Spiel drum kann ich nicht sparen.

R. Wagner (Rheingold)
 
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23-11-2008, 14:20
(#9)
Benutzerbild von Lerdnef
Since: Oct 2007
Posts: 1.179
BronzeStar
Ich formuliere es mal so: Ich dürfte bei der WSOP das Seniors Event spielen.

Und ich habe vor ca 2 Jahren dank DSF mit dem Pokern angefangen (wenn man die ersten Versuch vor 40 Jahren nach dem Motto "Ich bin Whyat Earp und du Doc Holliday" mal aussen vor lässt)

Als Vorteil sehe ich, daß man in der Tat in der Regel etwas geduldiger ist, als die young guns. Auch die Lebenserfahrung bringt einem, zumindest als Anfänger, bei der Einschätzung von Gegnern und Spielsituationen einige Vorteile.

Da hört es dann aber schon auf.

Lernprozesse laufen im Alter einfach etwas langsamer ab. Das alte Sprichwort "Was Hänschen nicht gelernt, lernt Hans nimmermehr" ist in seinem Kerngedanke richtig.
Außerdem spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Beruf, Familie, etc. verhindern das man sich quasi ganztägig mit Pokern auseinandersetzen kann, wie viele Schüler und Studenten.

Ähnlich wie im IT-Bereich, können Jüngere Poker mit der Muttermilch aufsaugen, während sich Älteren die notwendigen Skills viel härter erarbeiten müssen.

Aber das Schöne am Pokern ist, daß es generationenübergreifend ist. Und einige, die das lesen und mich vom Tisch oder aus dem Forum her kennen, werden möglicherweise jetzt auch verwundert sein, was für ein alter Sack ich bin.


Even SHARKS are just big FISHES!

Sieger Teambattle Dezember '08 low Division - Team clueless
 
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23-11-2008, 14:54
(#10)
Benutzerbild von HungryEyes42
Since: Dec 2007
Posts: 5.046
@El91Can
Ich habe mit 41 zum ersten Mal richtig Poker gespielt, in meiner
Jugend nur ab und zu mal das damals bekannte 5-Card Drawpoker.

Dieses erste richtige Pokerspiel in dem Club in Bregenz dauerte
die ganze Nacht über. Auch beim OnlinePoker später schon mal 2
Turnier in Folge gespielt, danach jedoch 12 Std. wie ein Toter
geschlafen (erreicht bei beiden Tourneys die TOP3 was sehr lange
gedauert hat) ... trotzdem finde ich hat es auch seine Vorteile,
insbesonders beim Live-Poker

Sehr guter Beitrag von dir, mein Kompliment
 



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