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Change-Gears-Konzept

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Change-Gears-Konzept - 12-12-2008, 10:32
(#1)
Benutzerbild von Lamengo
Since: May 2008
Posts: 369
Hallo,
zur zeit interessier ich mich für Change-Gears-Konzept.
Das besagt, dass ich von Zeit zu Zeit eine andre Spielweise annehmen sollte, um undurchschaubar zu bleiben. Klingt sehr interessant. Aber ich kann doch nicht mit beliebten Zwei Karten unbedacht spielen, nur wegen Taktikwechseln. Es sollte schon ein bisschen Sinn ergeben. Außerdem es kann ganz schnell ganzes Turnier kosten.
Ob jemand dazu eine Empfehlung hat?
 
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12-12-2008, 11:51
(#2)
Benutzerbild von Poker_Gothic
Since: Oct 2008
Posts: 96
Es geht dabei ja viel um das Image usw. Wenn du vorher bei den Showdowns nur Ak QQ und son Krempel gezeigt hattest kannst du auch ruhig mal mit dem richtigen Chipstapel im Nacken so spekulative Hände wie 89 Pik zb probieren. Evtl. kommt ja ein drawlastiges Board und dann kannst du falls du gewinnst auch ruhig mal die Karten umdrehen.

Dann setzen die dich nicht nur auf die dicken HÄnde und beim nächsten mal Ak wirst du evtl auf einem Ass auf dem Board eher Calls bekommen als wenn du nur die dicken Dinger spielst.

Hoffe das war nicht zu unverständlich ausgedrückt.

Ansonsten noch ein schönes Wochenende und gute Karten
 
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12-12-2008, 12:00
(#3)
Benutzerbild von Mr. Kodex
Since: May 2008
Posts: 335
Du musst wirklich mehr riskieren um undurchschaubarzu bleiben. Darauf bveruht auchdas changing gear Konzept! Klar kann das mal einzwei chippse kosten, aber das muss es dir wert sein, denn selbst wenn du mal einen Bluff verlierst und ihn zeigen musst, oder wenn du mal einen schönen steal oder resteal machst, tut das deinem Image unglaublich gut und es kann dir im weiteren Turnierverlauf eine Menge an Fhips bringen!!!
Also lohtn es sich in jedem falle auch mal etwas zu riskieren!!!
Greetz
 
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12-12-2008, 13:12
(#4)
Benutzerbild von powerhockey
Since: Dec 2007
Posts: 4.723
dieses konzept bringt mMn nur etwas bei "größeren" turnieren, also mit langsamer blinderhöhung und zumindest etwas deepere stacks, weil es ist durchaus wahrscheinlich, dayss jemand in bezug auf seine position 15-20 karten mal schrott bekommt, oder auch in 10 karten 3 mal sehr starke blätter, deswegen ist er noch nicht per se tight oder loose.

dennoch werd ich etwas tighter, wenn ich einige male hintereinander geraist hab, weil eben die gegner dann gleich "wissen", dass du loose bist (obwohl du vielleicht einfach wirklich starthände glück hattest)
 
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12-12-2008, 13:41
(#5)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Zitat:
Zitat von powerhockey Beitrag anzeigen
dieses konzept bringt mMn nur etwas bei "größeren" turnieren, also mit langsamer blinderhöhung und zumindest etwas deepere stacks
This.

Wenn du alle 5min den Tisch wechselst oder nach 10min nur noch 2 der ürsprünglichen 9 Gegner am Tisch sind und 7 neue, bringt das Konzept relativ wenig. Wenn es keine Gelegenheit gibt, History aufzubauen, hat es keinen Sinn den Spielstil zu wechseln.

Auch möchte ich den Effekt gegen schwächere Spieler anzweifeln, da ist auch in Turnieren straightforward sicherlich die bessere Alternative.
 
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13-12-2008, 20:01
(#6)
Benutzerbild von Raggamann
Since: Sep 2007
Posts: 353
Zitat:
Zitat von Lamengo Beitrag anzeigen
Hallo,
Aber ich kann doch nicht mit beliebten Zwei Karten unbedacht spielen, nur wegen Taktikwechseln.
change gears bedeutet ja nicht zwischen gutem und schlechtem spiel zu wechseln, sondern eher zwischen loose/tight. bzw. gewisse moves (wie die beschriebenen blindsteals) mal mehr mal weniger einzusetzen
 
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13-12-2008, 21:49
(#7)
Benutzerbild von MavMav27
Since: Jun 2008
Posts: 91
change-gears und andere tolle namen in den raum zu werfen dann wird dein spiel tighter oder was yeah?!?

ich wechsel die schuhe oder die taktik wie meine westentasche, ne mal ehrlich, es gibt sowas wie ein potsize-variierendes spiel, wer mehr chips hat kann auch mehr riskieren usw.,

wer meint nur weil er die taktik dauernd wechselt und stärker raist oder so spielt deshalb besser liegt komplett falsch aber viel spaß damit!
 
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17-12-2008, 02:24
(#8)
Benutzerbild von staanie
Since: Oct 2007
Posts: 33
Mit change gears ist vor allem auch das Konzept gemeint, sein Spielverhalten an die effektive Stackgröße und die näherkommende Bubble in MTTs und STTs anzupassen.
Während sich in der frühen Phase Stealraises und Blindraises kaum lohnen und eine starke Hand nötig ist, da der Stack im Vergleich
zu den gewonnen Blinds zu groß ist, läßt sich in der späteren Spielphasen durch mehr Preflopagression der Stack besser ausbauen.
Das Verändern seiner Spielweise innerhalb einer Spielphase, z.B. durch Erweiterung der Starting Hand Chart lohnt sich nur bei Turnieren wo die Leute tatsächlich auf das Image der Mitspieler achten, also in aller Regel erst bei mittleren Buy-Ins und dort auch nur wirklich bei DeepStack Turnieren oder bei Turnieren mit langen Blind Levels, da hier eben genug Zeit bleibt, auch in der früheren und mittleren Phase.
 
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19-12-2008, 12:36
(#9)
Benutzerbild von Stiesel
Since: Jan 2008
Posts: 2
Wenn ich es recht verstanden habe, ist "Change Gears" doch ein Konzept, das mir hilft, mein Image am Tisch unscharf zu machen, nicht wahr?

Indem ich von Zeit zu zeit meine Spielweise zwischen loose und tight bzw. passiv und agressiv variiere, mache ich es für meine Gegner schwierig, meine Spielweise einzuschätzen.

Das setzt allerding doch zwei Dinge voraus, oder?

Erstens: Die Tischzusammensetzung bleibt lange genug konstant genug, dass sich ein Image überhaupt ausbilden kann. Wieviele Hände müssen dafür wohl im Schnitt so gespielt werden, vorausgesetzt, man kennt sich noch nicht?

Zweitens: Meine Gegenspieler müssen überhaupt versuchen, sich ein Bild von mir zu machen. Das scheint mir bei so manch "hektischen" Freeroll-Turnieren zum Beispiel kaum der Fall zu sein.

Insofern ist das Konzept, denke ich, ganz wichtig, wenn man lange gegen Gegner spielt, die einen auch lesen können oder schon kennen.

mavmav, deine grundsätzliche Kritik habe ich nicht so ganz verstanden, kannst du das näher erläutern?
 
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24-12-2008, 17:08
(#10)
Benutzerbild von DerShadow
Since: Mar 2008
Posts: 7
BronzeStar
"Changing Gears" bezeichnet imo ein Konzept von tight auf loose bzw umgekehrt.
Wenn du zum Beispiel ne halbe Stunde lang der Bully am Tisch warst, vor dem Flop fast staendig geraist und gereraist hast, schaltest du auf einmal drei Gänge zurück und spielst extrem nitty (tight wie ein Rock). Bei deinen Gegnern hat sich das Bild festgesetzt dass du dauernd action machst, und wenn du dann was Gutes hast, kriegste auch Auszahlung.
Umgekehrt klappts auch prima. Ne Stunde lang bloss zweimal mitgemischt, beides Mal ne starke Hand im Showdown gezeigt, und auf einmal loslegen, mit Suited Connectors n preflopraise reraisen etc. Deine Gegner geben dir dann so viel Credit, dass du die meisten Pötte ohne Showdown gewinnst.

Wichtig dabei sind folgende Sachen:
Erstens die meisten Spieler am Tisch ham noch genuegend Chips damit das hinhaut. Wenn die Blinds bei 500/1000 sind und der Tischdurchschnitt bei 4000 Chips, dann is eh nur noch Push or Fold.
Zweitens: Deine Gegner denken mit und kriegen deinen Stil. Wie es so schön heisst "Never bluff a Monkey".Wenn du mit Leuten am Tisch sitzt, die sich nicht auf das Spiel konzentrieren, oder keine Ahnung davon haben, dann bringt auch der Gangwechsel nichts. Genauso wenig wenn du grade den Tisch gewechselt hast.

Ich persönlich bringe das gerne an Cashgame Tischen wo ich mit denselben Leuten ein oder zwei Stunden lang am selben Tisch spiele, da klappt es meistens prima.
 



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