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Leicht verdientes Geld vs Lernen?

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Leicht verdientes Geld vs Lernen? - 22-12-2008, 16:18
(#1)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Hi alle

Ich hätte mal wieder eine Frage (Tja, wenn man Downswing hat, grübelt man nach und es kommen einen x Fragen in den Sinn).

Also zu meiner Frage:

Ich spiele meist SH Cash Game, baue selbst eine Bankroll auf, daher noch in den niedrigen Limits.

Das Übliche: Man sucht sich "Donkeys", wartet auf gute Hände, und schwupps: der "Fisch" bezahlt, man gewinnt Geld und gut ists.

Jedoch kann das ja nicht ewig so weiter gehen, ich meine: Ich mag gerne Fortschritte machen.

Was empfiehlt sich da am besten? Auch mal gegen bessere Spieler spielen und vielleicht ein wenig "Lehrgeld" bezahlen?

Oder reicht es langsam aber stetig Limit für Limit aufzusteigen, Bankroll aufzubauen und sehen, wie weit man kommt? Oder gibt es vielleicht irgendwas, das einen auf die etwas höheren Limits (Ist bei mir zwar noch weit weg, frage jetzt trotzdem) gut vorbereitet?

Also nicht, dass ich etwas gegen billige Flops und bequem verdientes Geld hätte ....aber ich hab fast ein wenig Angst, dabei zu "verdummen" oder mir schlechtes Poker anzugewöhnen.

Was sind eure Erfahrungen?

Was tut oder tatet ihr damals, als ihr klein angefangen habt und euch eure Bankroll erst "sauer verdient" habt?

Freue mich sehr über einen Erfahrungsaustausch. Danke.

Gruss.
 
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22-12-2008, 16:50
(#2)
Benutzerbild von HungryEyes42
Since: Dec 2007
Posts: 5.046
*MOVE* >>> Meinungsumfragen
 
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22-12-2008, 16:53
(#3)
Benutzerbild von jblum4802
Since: May 2008
Posts: 1.431
BronzeStar
also ich zahl gegen donks mehr lehrgeld als gegen gute spieler hört sich komisch an ist aber so.

bankroll aufbauen höhere limits spielen bücher lesen hier bei intelli lernen.der rest gibt sich von alleine.
irgendwann kommst du dan an dem limit an wo ABC poker nicht mehr so gut ist.
 
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22-12-2008, 16:59
(#4)
Benutzerbild von udo69
Since: Jan 2008
Posts: 493
BronzeStar
Von Learning by doing würde ich dir (zu Beginn) anraten.

Versuch dich weiterzubilden und probier das Erlernte dann im Mikrolimitbereich aus.
Fixed Limit ist zum Üben auch eine gute Alternative. Da lernst du den Umgang mit Odds, Outs und Potodds am besten.

Besser werden kannst du in vielen Bereichen. Such dir einen Schwerpunkt aus und konzentriere dich darauf, an diesem zu arbeiten.

Willst du dein Postflopspiel verbessern, vergiss SSS.
Willst du Smallball Poker üben, spiel Fullring...

Natürlich kannst du ab und zu mal ein paar $$ verbraten, um etwas zu lernen. Das lässt sich nicht vermeiden, da du gelegentlich Fehler machen wirst, wenn du Neues versuchst.

Wichtig ist vor allem: Spiel zum Lernen nur wenige, oder nur einen Tisch. Du kannst dich dann besser konzentrieren. Ausserdem solltest du nach jeder "Lernsession" nochmal die HHs studieren, denn mit mehr Bedenkzeit fallen einem doch noch Fehler auf, die man beim normalen Spiel schnell übersieht (z.B. dein Gegner callt deine Contibet mit seinem Draw und du ärgerst dich. Im Nachhinein stellst du vielleicht fest, dass deine Bet so klein war, dass er mathematisch korrrekt callen konnte...)


@hungryeyes: Wieso Meinungsumfrage??? Hier will doch jemand erfahren, wie man sich weiterbildet, bzw. ob es reicht, einfach durch Spielen und Aufsteigen besser zu werden.

Geändert von udo69 (22-12-2008 um 17:01 Uhr).
 
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22-12-2008, 17:47
(#5)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Also um mal mehr Info zu bieten:

Habe schon so einige Pokerbücher durch, Statstik und Wahrscheinlichkeitsrechnung kann ich von meinem früheren Job und Gegner lesen funktioniert auch immer besser.

Jaaaa, soweit so gut.

Ich habe auch schon paar Mal gegen etwas "bessere" Spieler gespielt, mit Moves...Squeeze Plays & Co, hat richtig Spass gemacht, war super-spannend, nur ist die hourly rate natürlich kleiner als bei Donkeys.

ABC-Poker spiel ich auch nicht mehr.

Das Geld, das ich mal eingezahlt hatte, ist nun (fast) verzehnfacht.

Gut.

Aber einerseits mag ich natürlich etwas zackiger mit der Bankroll weiter kommen, andererseits mag ich mich auch weiterbilden und -entwickeln.

Bei Donks, die callen, gibts auch so "schöne" Suckouts.

Nur: Während meine Bankroll bei den etwas besseren Spielern laaaaaaaaangsaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaam vorwärts krebst, kann ich bei Donks einfach und bequem ihr Geld schlucken und so meine hourly rate steigern.

Klar läuft bei den Besseren keiner mehr in mein KK rein. Das Poker dort ist etwas riskanter und spannender.

Deshalb frage ich: Soll ich erstmal mit den Donks spielen für gutes Geld? - Verdumme ich nicht dabei? - Und DANN, wenn die Bankroll steht, mit den Besseren?

Oder kann ich den einen oder anderen "shot" mal wagen?

Wie habt ihrs gemacht?
 
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27-12-2008, 16:22
(#6)
Benutzerbild von Poldisteven
Since: Sep 2007
Posts: 73
BronzeStar
zu Eurynnia,

Hi, als erstes solltest du schauen, was bei dir Bankroll ,möglich ist und danach spielen. SSS oder BSS. um dich weiterzubilden sind die Trainings echt super und im Ausbildungscenter gibt es auch das ein oder andere was interessant ist. Nebenbei lese ich zum Beispiel noch Harrington on Cash Games. Das hilft ungemein um sich zu verbessern.
Wenn du dir ein Strategie auf lange Zeit ausgesucht hast, versuche dich so weit wie möglich in den Limits hoch zu spielen ( Bankroll aber im Auge ), und denn wirst du irgendwann mal sehn wo du stehst. Nebenbei wirst du auch den einen oder anderen Status aufsteigen. Das mit den Fpp´s sind ja auch nicht zu verachten.

Ich hoffe ich konnte dir ein bissel weiterhelfen und wünsche dir ein gutes Blatt.
 
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27-12-2008, 16:46
(#7)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
Zitat:
Zitat von jblum4802 Beitrag anzeigen
also ich zahl gegen donks mehr lehrgeld als gegen gute spieler hört sich komisch an ist aber so.
Ja, das kommt mir bekannt vor. Seit ich aber mein Spiel auf die geringen Fähigkeiten in Micros angepasst habe, läufts da richtig gut.

Ich denke, mein Fehler war der, dass ich zu viel Theorie gelernt und angewandt habe, die eigentlich eher in höheren Limits profitabel ist.

Im Umkehrschluss rate ich Dir also, erfahrungsgemäß, erst dann die hohen Limits zu spielen, wenn Du die Unterschiede zu kleinen Limits kennst und die taktischen Grundkonzepte ebenfalls. Mit anderen Worten: Erst Theorie, dann Lehrgeld.



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Die Karten sind nur dazu da, damit die schwachen Spieler denken, sie hätten eine Chance!
 
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27-12-2008, 16:52
(#8)
Benutzerbild von Mailo85
Since: Dec 2007
Posts: 8
BronzeStar
Hi,

ich kann deinen "Frust" sehr gut verstehen.
Ich habe vor einigen Monaten (vor meiner etwas längeren Pokerpause) höhere Limits gespielt, war bei NL50 und FL0.50/1$, habe dann aber fast meine gesamte BR ausgecasht um mir was schönes davon zu kaufen und das wars dann erstmal mit Poker.
Nach einiger Zeit habe ich dann meine verbliebenen 5$ auf Everest und 8$ auf Pokerstars "gepackt" und wieder richtig angefangen, diesmal mit FL SH 0.05/0.10$. Zuerst hab ich mir gedacht, naja, mal sehen, spiel ich halt n bisschen mit dem restlichen Geld, mal sehen was bei rauskommt. Doch als ich dann wieder bei einer BR von 30$ war, hat mich der Ehrgeiz wieder gepackt und jetzt bin ich dabei mir die BR für 0.10/0.20$ aufzubauen und irgendwann wieder höhere Limits zu spielen.
Ich denk mir auch oft, was sind denn da für Idioten unterwegs und würde gern jetzt schon 0.10/0.20$ spielen, wobei da natürlich dieselben Idioten unterwegs sind, aber naja
Jedenfalls würde ich dir empfehlen, erstmal auf deinem jetzigen Limit zu bleiben und deine BR schön auszubauen, zu lernen etc.
Und dann kannst du irgendwann die hohen Limits in Angriff nehmen.

Gruß,
Mailo

Zitat:
Zitat von TheKillerAD Beitrag anzeigen
Ich denke, mein Fehler war der, dass ich zu viel Theorie gelernt und angewandt habe, die eigentlich eher in höheren Limits profitabel ist.
Ja, damit hast du wohl recht. Die ganze Theorie bringt erst richtig was auf den höheren Limits. Man muss auf den Micros wirklich fast komplett anders spielen, weil die da eben auch 38o oder son Crap spielen.

*Beiträge zusammengeführt, bitte in Zukunft die EDIT-Funktion benutzen, Danke* HungryEyes42

Geändert von HungryEyes42 (27-12-2008 um 16:57 Uhr).
 
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27-12-2008, 17:17
(#9)
Benutzerbild von offel
Since: Nov 2007
Posts: 487
BronzeStar
Zitat:
Oder reicht es langsam aber stetig Limit für Limit aufzusteigen, Bankroll aufzubauen und sehen, wie weit man kommt? Oder gibt es vielleicht irgendwas, das einen auf die etwas höheren Limits (Ist bei mir zwar noch weit weg, frage jetzt trotzdem) gut vorbereitet?
das reicht schon so.Da wenn man schön Limit für Limit hochsteigt man ja automatisch gegen immer besser werdende Gegner antritt=>das eigene Spiel muss immer wieder neu angepasst werden=>man lernt wird immer besser=>man ist immer wieder gut für das nächst höhere Limit vorbereitet
 
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02-01-2009, 11:12
(#10)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Hi all

Also ich hab teilweise auch auf den niedrigeren Limits schon einige "Nicht-Donkeys" erlebt.
Solche, die mit 3-8o callen, hatte ich leider noch nicht am Tisch, wo sind die denn?

Das Thema Bankrollmanagement wurde angesprochen:

Ich mache Bankrollmanagement nach Harrington: 20 Max-Buy-ins mindestens! Ich spiele übrigens BSS!

Ich steige auf, wenn ich mindestens 20 Buy-ins fürs nächsthöhere Limit habe plus einen "Puffer". Also zum Beispiel für 0.25/0.5NLHE: mind. 1000 $ Bankroll, mag dann aber noch etwas "stille Reserven" haben, also so um die 1200 - 1500 $ Bankroll.
Abstieg auf 0.1/0.25 zur "Bankrollreparatur" bei unter 900$.


Zitat:
Zitat von Mailo85
Jedenfalls würde ich dir empfehlen, erstmal auf deinem jetzigen Limit zu bleiben und deine BR schön auszubauen, zu lernen etc.
Und dann kannst du irgendwann die hohen Limits in Angriff nehmen
Was Anderes liegt bankrolltechnisch zur Zeit nicht drin. Der Rest braucht viel Übung, Zeit und Geduld.
Bis ich in die wirklich höheren Limits aufsteige, werden noch so einige Jahre vergehen.
 



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