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Wechsel von NL 5 zu NL 10 mit "kleiner surprise"

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Wechsel von NL 5 zu NL 10 mit "kleiner surprise" - 12-01-2009, 16:16
(#1)
Benutzerbild von Blaumeise
Since: Oct 2007
Posts: 9
Hallo zusammen!

Ich bin vor einigen Tagen von NL 5 auf NL 10 aufgestiegen und was ich dort vorfand, hat mich mächtig aus den Socken gehauen.
Eigentlich dachte ich, dass die Spielstärke zunimmt, umso höher die limits werden, aber das scheint hier nicht für alle zu gelten.

Auf NL5 gingen die Gegner zwar auch mit einer Menge zweifelhafter Hände mit, gaben sich aber überwiegend nach einer contibet geschlagen. Ein reraise preflop bewirkte, dass man heads-up mit einem Spieler war oder, wie in den meisten Fällen, den pot direkt einstrich.

Auf NL 10 angelangt, fliegen mir nun preflop reraises aus den blinds mit Händen wie A/9 oder 6/7 entgegen. Gegner callen einen auf einem 6/7/J flop mit 3/4 bis zum river runter (kleiner Hinweis meinerseits: 3/4 gewinnt nicht automatisch den pot ) oder reraisen sich auf einem 2/3/J flop mit 9/J gegen 10/J solange um den Minimumbetrag, bis sie nach dem zehnten raise endlich all-in sind .

Spielt man mit zwei flotten Assen auf der Hand ein reraise preflop um das dreifache der ersten Erhöhung (also schon auf 12 BB), gilt das für den Rest der Truppe nicht als Abschreckung, sondern als Einladung zum Wettbewerb "Wer luckt sich am schönsten was zusammen" und man ist froh, wenn man die Hand irgendwie nach Hause kriegt.

Gleichzeitig tummeln sich auf diesem limit natürlich auch Leute, die wissen, was sie tun, so dass das Ganze völlig unberechenbar wird. Kommt man neu an einen Tisch und erhöht mit A/K auf einem A/9/3 double suitet flop und wird gereraist, so reicht die Spannweite des reraises von 9/9 oder A/9 bis flush-draw bei einem stärkeren Gegner bis hin zu 8/9, 9/3 oder A/4 bzw. A/J bei einem der oben genannten Gegner.
Konsequenz: Man hängt völlig in der Luft und geht dadurch und durch die vielen lucker regelmäßig auf tilt.

Mich würde nun interessieren, wie Eure Erfahrungen auf diesem limit sind und wie ihr mit der Spielweise der Gegner umgeht oder umgegangen seid.
 
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12-01-2009, 16:39
(#2)
Benutzerbild von 6Ze6ro6
Since: Nov 2007
Posts: 10.537
Falsches Forum. Ich seh keinen Unterschied zwischen den beiden Limits. Contis gehen halten seltener durch, dass zeigt aber nicht, dass das Limit schwächer ist. Meist im Gegenteil.


Team: "Gamble Knights"
Zitat:

JEDER SOLLTE IN SEINE KARTEN GUCKEN UND NICHT AUF ANDERE!!!
 
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12-01-2009, 17:28
(#3)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Ich *move* das Mal eine Ebene weiter nach oben.

Je höher das Limit wird, desto seltener triffst du auf Gegner die generell "fit or fold" spielen, die Quote des CBets Success nimmt also gegen die besseren Gegner eher ab und nur gegen die schlechteren Gegner zu.
 
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12-01-2009, 18:38
(#4)
Benutzerbild von Don Harry 36
Since: Oct 2008
Posts: 171
nettes fischwasser. wo ist meine angel und die köder
 
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12-01-2009, 18:51
(#5)
Benutzerbild von JamesDuff
Since: Jul 2008
Posts: 503
willkommen auf nlh10.

ja es gibt da viele fische aber die gibts auch noch auf allen limits...

auf nlh10 kannste viel in position spielen weil du dort wenn du nen starken draw oder ne gemachte hand flopst auch immer viele gegner im pott hast.
lustig auf dem level ist auch, dass es die leute nicht schaffen overpairs zu folden.
mit geflopptem set wird man immer ausbezahlt von aa oder kk.
die leute merken einfach nichts.
auf nlh 10 sollte nen gewinn von mindestens 10bb/100 Händen drin sein.
 
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12-01-2009, 20:13
(#6)
Benutzerbild von crowsen
Since: Sep 2007
Posts: 5.697
Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
Hallo zusammen!

Ich bin vor einigen Tagen von NL 5 auf NL 10
Ich hab 100 K Hände auf NL5 und 60K Hände auf NL10

Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
Hallo zusammen!
Auf NL5 gingen die Gegner zwar auch mit einer Menge zweifelhafter Hände mit, gaben sich aber überwiegend nach einer contibet geschlagen. Ein reraise preflop bewirkte, dass man heads-up mit einem Spieler war oder, wie in den meisten Fällen, den pot direkt einstrich.
Wahaaaas????
Ich hab neulich nochmal zum Spass udn aus Langeweile 2 K Hände NL5 gespielt und meine Erfahrungen sind GENAU das Gegnteil.
In den meisten Fällen, hast du vom BU geraist, um zu isolieren und das Ergebnis war genau das gleiche wie schon VOR deinem Raise, nur mit nem größeren Pott am Flop.
Die Fold to CBet werte in NL5 sind zwar gemäß PT3 nur etwas schlechter aber immernoch schlechter als aus NL10 und NL25 ( Samplesize je Limit >50 K Hände )

Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
Auf NL 10 angelangt, fliegen mir nun preflop reraises aus den blinds mit Händen wie A/9 oder 6/7 entgegen.
Nennt man ReSteal.

Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
Gegner callen einen auf einem 6/7/J flop mit 3/4 bis zum river runter (kleiner Hinweis meinerseits: 3/4 gewinnt nicht automatisch den pot )
Idioten gibt es überall
Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
oder reraisen sich auf einem 2/3/J flop mit 9/J gegen 10/J solange um den Minimumbetrag, bis sie nach dem zehnten raise endlich all-in sind .
Wenn du ohen Reads mit 10J TPMK boke gehst, um so etwas zu sehen sag ich auch mal:
Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
Spielt man mit zwei flotten Assen auf der Hand ein reraise preflop um das dreifache der ersten Erhöhung (also schon auf 12 BB), gilt das für den Rest der Truppe nicht als Abschreckung, sondern als Einladung zum Wettbewerb "Wer luckt sich am schönsten was zusammen"
Callt der erste, callen die anderen.


Zitat:
Zitat von Blaumeise Beitrag anzeigen
Mich würde nun interessieren, wie Eure Erfahrungen auf diesem limit sind und wie ihr mit der Spielweise der Gegner umgeht oder umgegangen seid.
Sagen wir mal so:

Meine Stats:
NL5 = 8PTBB/100
NL10 = 3,5 PTBB / 100 Hände
NL25 = 2 PTBB / 100

Wie du siehst, wirds immer weniger. :-)

ALso meine Erfahrungen sind, dass NL10 eher tight gespielt wird.
Das Limit ist in jedem Fall besser.
N
 
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12-01-2009, 20:56
(#7)
Benutzerbild von Blaumeise
Since: Oct 2007
Posts: 9
Du kannst Dich beruhigen, denn ich war nicht in die J/10 gegen J/9 Hand verwickelt.
Im übrigen habe ich etwa 16k Hände auf NL5 gespielt und jetzt etwa 3k auf NL10.
 
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12-01-2009, 21:25
(#8)
Benutzerbild von crowsen
Since: Sep 2007
Posts: 5.697
Ich hab mich auch nicht aufgeregt. Ich hatte nur wenig Zeit und hab schnell getippt und mich ganz kurz gefasst.

Aber ich habe auch bis dato immer das Gefühl gehabt:
"Och hier auf dem Limit is ja ganz einfach"
Und dann gabs aud dei Sochen und zurück.
Hab für jedes Limit zwei Anläufe gebraucht.

Definitiv ist NL10 nicht "einfacher" als NL5.
NL25 ist m.E. nach auch schon wieder looser als NL10, was das Spiel aber auch nicht direkt "einfacher" macht.....
 
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12-01-2009, 22:40
(#9)
Benutzerbild von cuendillar22
Since: Dec 2007
Posts: 85
BronzeStar
Ich spiele aktuell auch NL10.
Die ersten 10k Hände hatte ich einen Gewinn von 11BB/100.
Jetzt habe ich allerdings einen kleinen Downswing erwischt und bin jetzt bei 15k Händen bei 6,5BB/100.

Ich kann das nur bestätigen, dass es sehr viele verschiedene Spieler gibt, die man nur sehr schwer ohne Software unterscheiden kann.
So hat man oft das Problem, dass man mit einer Hand wie TPTK nicht weiß, wo man dran ist.

Ich kann nur empfehlen ziemlich tight zu spielen und vor allem sehr viel Geld aus PPs zu machen, denn selbst die guten Spieler werden auf dem Limit kein Overpair folden, einfach weil sie gegen den Durchschnitts-Spieler oft genug vorne sind.


MfG
cuendillar22