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Eigenes Spiel variieren

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Question
Eigenes Spiel variieren - 18-01-2009, 00:39
(#1)
Benutzerbild von vb82
Since: Oct 2007
Posts: 106
Mich interessiert wie ihr das handhabt und wann ihr euch wie entscheidet. Zum Beispiel ihr habt einen Nutflashdraw oder ein Overpair, da kann von Checken,Callen und Raisen je nach Lage ja alles gespielt werden.

Aber aufmerksame Gegner merken sich ja die Moves und machen sich Notizen. Also es sollte ja das Ziel sein, nicht zu durschsichtig zu erscheinen und die Vorgehensweise variabel zu halten so das ein geneigter Gegner nicht sofort annehmen kann was wir für eine hand halten.

Klar beisst sich das Varrieren vorerst mit der Valuemaximierung, aber da stellt sich die Frage, wenn ich mein Schema F runterspiele in gewissen Situationen, dass es erkannt wird und ich wahrscheinlich nicht ausbezahlt werde. Sollte ich aber beispielsweise am Flop auf Valuemaximierung verzichten und meine Hand verdecken sind auf Turn und River möglicherweise noch einige BB s drin.

mir ist auch klar das es keine Ideallösung gibt, aber wie handhabtihr das? Spielt ihr eure Lines runter?
Wann und warum variiert ihr? Rein Gegner bezogen?

Freue mich auf Antworten


vb
 
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18-01-2009, 01:11
(#2)
Benutzerbild von Sev_PM
Since: Jan 2009
Posts: 42
Ich mache meine Entscheidung vor allem davon abhängig, wieviele Spieler an dem Tisch sind, die meine Spielweise kennen und sich darauf einstellen können. Wenn bspw. an einem FR-Tisch nur 1-2 Spieler sitzen, die ich durch meine Spielweise "verscheuchen" könnte, dann ändere ich mein Vorgehen nicht. Sind ja noch genügend andere Spieler am Tisch, die mich - hoffentlich - ausbezahlen.

Ansonsten spiele ich solange auf Gewinnmaximierung, bis sich die anderen Spieler darauf eingestellt haben und vesuche dann, mit Semi-Bluffs einige Pötte zu gewinnen, bis ich erwischt werde und dann erst mal wieder mehr Action mit meinen guten Händen bekomme.

Wenn ich variiere, versuche ich ein Verhältnis von ca. 80-85% üblicher Spielweise zu 20-15% abweichender Spielweise zu erreichen, da ich ansonsten auf zuviel potientiellen Gewinn verzichte.

Gruß,

sev
 
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21-01-2009, 11:49
(#3)
Benutzerbild von jaybeastie
Since: Oct 2007
Posts: 676
BronzeStar
Zu dem Thema gibt es ein Schlagwort, "Balancing".

Erstmal ein Beispiel, der Button erhöht und du callst im BB, alle anderen folden. Der Flop kommt T82 mit 2 diamonds. Ich spiele hier nun cr mit jedem Pair, auch zB K2, mit jedem Pocket Pair, Set, jedem FD und jedem Str8-draw, auch Gutshots. Also cr ich hier auch 97, 96, 76, J7, J9, QJ, Q9. Der Gegner weiss folglich überhaupt nicht was ich habe und callt wahrscheinlich mit A high runter und foldet K, Q, J high Hände iwann wenn er nicht noch trifft. Wenn nun am Turn der FD ankommt weiss er wieder nicht ob ich nun improvt habe, schon vorher ein Paar hatte, oder noch immer nur einen Gutshot habe

Wenn du also möglichst immer, vor allem auf den early streets deine Range balanced, stellt sich die Frage nach Veränderung deines Spiels gar nicht. Aber dazu muss ich auch noch kurz sagen, dass auf jeden Fall viel weniger Gegner als du denkst wirklich aufpassen wie und was du spielst.

Oh und edith sagt, dass du trotzdem Gegnerbezogen spielen kannst, ich spiele zb nicht so gegen Gegner die eh immer zum SD gehen, da verzichte ich ein wenig auf balancing und raise nur meine starken draws und made hands, aber das merken die meisten Gegner wie gesagt eh nicht..

Geändert von jaybeastie (21-01-2009 um 11:54 Uhr).
 



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