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Cashgame : looses Spiel bei loosen Gegnern?

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Cashgame : looses Spiel bei loosen Gegnern? - 13-02-2009, 14:07
(#1)
Benutzerbild von der brachse
Since: Jan 2008
Posts: 167
Hallo Leute,

diese Frage ist an die Cashgame-grinder unter euch gerichtet?

Ich spiele die Mikro-limits Cashgame bei PS. Wie ihr wisst und sicher schon 500 mal gehört habt, wird in diesen Limits so ziemlich jede Betgröße Preflop von mehren Spielern gecallt. Natürlich der Tod für so einen tight-aggressiven Spieler wie ich. Wenn man dann feststellen muss, dass dein Damenpaar Postflop nichts mehr wert ist und wieder mal 5-10 BB verdonkt hast.
Nun hab ich mir gedacht, spiel mal loose entgegen jeder Empfehlung (Ausbildungscenter, Dan Harrington-Cashgame).
Loose bedeutet bei mir wenig preflop raisen mehr limpen und zwar: aus später Position und MP
- alle Asse mit kleiner Beikarte
- alle Conecters ab 6
- alle One-Gaper ab 8
- bei Raises auch mit kleinen Paaren aus EP callen (normal
schmeiss ich die weg - vorallem in schlechter Position)
- und ab und zu mal Openraises mit Any Two

und siehe da: bin wieder in der grünen Zone und mach im Schnitt 35-40 BB Gewinn pro Session. Diese Taktik hab ich jetzt die letzten 5 male angewandt.

So nun die Fragen an euch:
Nur ganz speziell in diesen Mikrolimits, macht diese Taktik längerfristig Sinn? Habt Ihr hierbei Erfahrungswerte gesammelt?
Sollte man vielleicht in kleinen Limits viel looser spielen?

Danke im Voraus

LG der Brachse
 
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13-02-2009, 14:43
(#2)
Benutzerbild von Bluffer@work
Since: Oct 2008
Posts: 35
Es macht durchaus Sinn so loose zu spielen. Du musst aber auch auf deine Gegenspieler achten. Stell dich auf sie ein und passe dein Spiel dem entsprechend an. Bei loosen Spielern kannst du immer wieder mal loose spielen, aber nicht durchgehend. Auf höheren Limits musst du aber schon mehr aufpassen.
Wenn du an einen Tisch kommst solltest du immer erst tight-aggressive spielen. Wenn du dann deine Gegner etwas besser kennst, kannst du dich auf sie einstellen.
Aber generell immer loose zu spielen ist meiner Meinung nach keine gute Idee.
 
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13-02-2009, 14:57
(#3)
Benutzerbild von lilkfa
Since: Oct 2007
Posts: 187
ich würde sagen, dass es generell im online cashgame fast nur loose spieler gibt, und zwar in allen limits, also bei den high stakes war ich noch nicht dabei, aber bis 1$/2$ blinds, gibt es an jedem tisch mind. 2 loose spieler (auf 6max bezogen)...
ich bin der meinung, dass man dabei feuer mit feuer bekämpfen muss und ebenfalls loose spielen muss, weil man durch sein tightes spiel oft suckouts bekommt, und man dadurch leicht tilten kann
 
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13-02-2009, 15:07
(#4)
Benutzerbild von HSVJobig
Since: Sep 2007
Posts: 1.010
Es gibt schon Unterschiede zwischen den verschiedenen Micro-Limits, NL2 spielt komplett anders als NL25.
Ich denke, da auf NL2 so viele Leute rumlaufen, die dich mit allem auszahlen und da die Stacks tiefer sind, kann die von dir angesprochene Strategie durchaus profitabel sein - wenn du die entsprechenden Postflopskills hast.
Ab NL10 werden die Stacks kleiner, es gibt Shortstacks und die ersten halbwegs kompetenten Spieler. Hier wirds schon schwieriger, mit deiner Strategie langfristig zu gewinnen.
Auf NL25 ist das dann glaub ich nicht mehr möglich. Aber probiers ruhig aus!
Noch was: 5 Sessions mit ein bisschen Gewinn ist keine aussagekräftige Samplesize!

Achja, wo ich gerade den Post über mir sehe: Alles, was ich geschrieben habe, gilt ausschließlich für Fullring!
 
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13-02-2009, 15:13
(#5)
Benutzerbild von Zycho_flo
Since: Oct 2007
Posts: 1.216
Zitat:
Zitat von lilkfa Beitrag anzeigen
weil man durch sein tightes spiel oft suckouts bekommt, und man dadurch leicht tilten kann
wtf? so einene Scheiß hab ich ja noch nie gehört...

Zitat:
Zitat von der brachse Beitrag anzeigen
Nur ganz speziell in diesen Mikrolimits, macht diese Taktik längerfristig Sinn? Habt Ihr hierbei Erfahrungswerte gesammelt?
Sollte man vielleicht in kleinen Limits viel looser spielen?
Also das mit dem loosen Spiel ist mal total sinnlos. Man sollte immer entgegengesetzt dem allgemeinen Style des Tisches spielen. Und wenn die Gegner alle bets callen, dann musst du doch grade tight spielen, weil du super gutes pay-off kriegst. Ich denk nicht, dass du auf die Dauer profitabel damit fahren wirst.

Natürlich kannst in den Micros mehr Hände preflop limpen, wenn du die entsprechenden odds bekommst, aber das hat ja ehr weniger mit loose spielen zu tun...
 
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13-02-2009, 15:29
(#6)
Benutzerbild von BigSchmogg
Since: Jan 2008
Posts: 93
Also ich seh das Problem nicht richtig:

Gerade wenn du bei jeder Top-Hand viele Calls bekommst, solltest du dich darauf beschränken.

Und wenn du z.B. mit deinen Damen 5BBs raist und 3 Calls bekommst, dann musst du halt wenn kein A kommt betten und dich über die Calls freuen und wenn ein A kommt weist du, dass du nichtmehr gewinnen wirst.
Das ist zwar in dem Fall bitter, aber in den anderen Fällen, vervierfachst du ja auch dafür.

@Der brachse: Zycho_flo hat absolut recht mit "Man sollte immer entgegengesetzt dem allgemeinen Style des Tisches spielen.", aber das sollte auch in deinem Harrington (den du ja schon erwähnt hast) stehen.

Geändert von BigSchmogg (13-02-2009 um 17:23 Uhr).
 
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13-02-2009, 15:56
(#7)
Benutzerbild von Ricco88
Since: Jan 2009
Posts: 514
Zitat:
Zitat von Zycho_flo Beitrag anzeigen
Man sollte immer entgegengesetzt dem allgemeinen Style des Tisches spielen. Und wenn die Gegner alle bets callen, dann musst du doch grade tight spielen, weil du super gutes pay-off kriegst.
Ein schöner Merksatz wenn ihr mich fragt, stimmt 100% und daher machts au keinen sinn bei loosen spielern loose zu spielen. Warte auf deine premiumhände, vllt bisschen mehr limpen als sonst um nicht zu viel foldequity zu bekomm und lass dich auszahlen. Ist der Tisch extrem tight kannst du mehr limpen und blindsstealen...klare logik oder???

ganz ehrlich...lass es sein, wenn du dich jedoch trotzdem dazu entscheidest report das ganze mal hier mit etwas mehr samplesize
 
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14-02-2009, 01:47
(#8)
Benutzerbild von Battleextrem
Since: Oct 2007
Posts: 4.818
(Moderator)
scheisse doppelspamm sry bitte einmal erasen

Geändert von Battleextrem (14-02-2009 um 02:00 Uhr).
 
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14-02-2009, 01:58
(#9)
Benutzerbild von Battleextrem
Since: Oct 2007
Posts: 4.818
(Moderator)
...och nöööö will garnich mitmischen weil gibt bestimmt disskusionsbedarf,aber nagut ich hau mal meine auffassung raus...ihr seit ja alle fullring spieler wa??und da habt ihr vollkommen recht mit der aussage.....aber beim 6max sieht das schon anders aus...wenn ich einen loosen spieler links neben mir sitzen hab der 60% preflop raised(und das gibs wirklich) sollte ich meine spielweise anpassen und etwas looser spielen...da man ja das wissen hat das der gutste nicht60% der hände bomben halten kann..und man selber auch mal mit 67s ein dicken hit macht...soll aber nicht heissen das man jede 67 spielt,wie immer gilt position stackgröße...blablablabla...und wenn es noch ein passiver spieler ist und dir freikarten nach dem flop gibt is doch alles easy
 
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14-02-2009, 02:03
(#10)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
"Tight" bedeutet in dem Zusammenhang aber schon eine etwas breitere Range als üblich. Aufgrund der deutlich höheren Implied Odds muss man doch die eigene Range erweitern. Außerdem steigt der Wert bestimmter Problemhände preflop, da die Gefahr der Domination geringer ist als gegen tighte Spieler. Aus dem selben Grund kann man auch zum Showdown lighter callen als gegen TAGs.

Anders formuliert könnte man sagen: Tight spielen bedeutet for Value zu spielen, und gegen loose Spieler steigt der Wert unserer Equity und unserer Position, sodaß man mehr Hände for Value spielen kann.



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Die Karten sind nur dazu da, damit die schwachen Spieler denken, sie hätten eine Chance!

Geändert von TheKillerAD (14-02-2009 um 02:07 Uhr).
 



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