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ausgeblindet - 22-02-2009, 22:36
(#1)
Benutzerbild von dansonx
Since: Feb 2009
Posts: 61
hallöchen,

hoffe meine frage ist hier richtig aufgehoben.

nach nun 2 wochen pokern hat sich mein erstes "großes" problem herauskristallisiert.

mittlerweile hab ich festgestellt, dass man bei sngs ab 180 leute und in jedem freeroll turnier (hubble, dsf etc), mit sehr tightem spiel, doch recht einfach weit nach vorne kommt, sei es nen ticket zu ergattern oder ins geld zu kommen. das wars dann auch...

bei mir ist es immer so, dass mein m , bis mitte eines turnieres im grünen bereich ist und je mehr zeit vergeht ich immer weiter abrutsche. die blinds steigen immer weiter und iwie bring ichs net fertig aus meinem vorsprung was zumachen.

aktuelles bsp:
gerade dsf freeroll, ich komm nach vorne auf platz 14 von noch ca 4000 leuten.
sitz als chipleader am tisch und die zeit vergeht... die karten die ich spiele treffen nix aufm flop und meist nichtmal die karten, die ich preflop folde.

wenn dann noch die anderen anfangen immer aggressiver zu spielen, mit steigenden blinds und preflop öfter raisen, dann trau ich mich iwie immer weniger zu spielen. so vergeht die zeit, ich schau zu wie die blinds steigen und alle anderen ihren stack ausbauen... bis ich dann durch die blinds "genötigt" werde all in zugehen.

kenne den artikel im ausbildungscenter bzgl turniere, aber bringt nix, wenn ich nix treffe.
spiel ich einfach noch agressiver, verlier ich meist mehr, als ich gewinne.

showdowns hab ich vorhin alle gewonnen, flop hab ich meist als sb gesehen, aber die meisten pötte hol ich aus anderen positionen. im späteren spielverlauf ist das dann schwer, weil eigentlich immer schon vor mir geraist wird, oder jmd all in geht.


ich weiß, is schwer zu analysieren, aber hat mir vielleicht jmd nen tip?

danke schonmal und sry wegen des langen textes ^^
 
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23-02-2009, 00:44
(#2)
Benutzerbild von Elfingord
Since: Oct 2008
Posts: 86
Hallo dansonx,

also so wie ich das was zu erzählst auffasse kann dein Problem mehrere Ursachen haben. Ich weiss ja nicht wie lange das schon geht aber vielleicht hattest du in den letzten Freerolls die du gespielt hast einen kleinen Downswing.

Du darfst aber nicht vergessen, dass es oft in der Natur des Menschen liegt sich die Hände zu merken, bei denen er nichts trifft und die "guten-getroffenen" Hände sozusagen ausblendet, um sich in seiner Vermutung, dass alles schief läuft bestätigt zu fühlen.

Andererseits denke ich, dass du doch treffen musst, sonst würdest du ja nicht als Chipleader am Tisch sitzen und alle Showdowns gewinnen.

Du musst wissen, dass je höher die Blinds werden, desto strategischer musst du spielen. Und hier gilt es nicht nur die Karten zu spielen, sondern vielmehr auch sein Image, seine Stackgröße und mehr denn je seine Position zu nutzen um Druck auszuüber, ganz unabhängig davon wie gerade die Karten für dich kommen.

Wenn du Preflop erhöht hast und den Flop verfehlst, dann gebe dich nicht sofort geschlagen. Du kannst dir z.B. erstmal folgendes genauer ansehen:
- Wie drawlastig ist der Flop
- Liegen auf dem Flop Karten, die meinen Gegnern TOppair geben können
- Wieviele Gegner sind noch im Pot
- Wie hoch sind ihre Stacks
- Wie ist deren Image

Hast du dir diese Fragen gestellt kannst du durch geschickte Bets, Allins, Contibets und Checkraises Druck ausüben und dadurch trotzdem verfehlte Flops spielen und gewinnen.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen und wünsche dir, dass es besser läuft.
 
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23-02-2009, 08:34
(#3)
Benutzerbild von pokerbert62
Since: Oct 2007
Posts: 136
Hallo,

mein Vorposter hat vollkommen recht, wenn du nach dem Flop
nur weiterspielst wenn du getroffen hast, dann wird das sogar der schwächste Spieler am Tisch merken und nach jedem Check
von dir beten, unabhängig von seinen Karten.

Eine Pokerregel besagt dass 2/3 der Hände den Flop verfehlen
das gilt gleichermaßen für alle Spieler und daher solltest
du vielleicht einmal das Konzept der Continuationbet, sofern
du das nicht schon kennst, genauer betrachten.

Ansonsten gibts der sehr guten Post von Elfingord nichts
zuzufügen.

mfg
 
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23-02-2009, 10:17
(#4)
Benutzerbild von dansonx
Since: Feb 2009
Posts: 61
danke für die antworten...

aber eigentlich mach ichs ja net anders... wenn ich preflop aggro spiele, dann meist auch im weiteren verlauf der hand.

aber wenn andere im späteren verlauf des spiels, ständig donkbets reinhauen oder nach mir nochmal raisen oder all in gehen, dann is doch klar, dass sie auch weiterhin aggressiv spielen werden. wer würde da schon mitgehen mit nix auf der hand?! ^^

hmpf naja vielleicht brauch ich einfach nur mehr erfahrung... dann geh ich diese mal weitersammeln
 
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Hallo - 23-02-2009, 10:22
(#5)
Benutzerbild von der brachse
Since: Jan 2008
Posts: 167
also das Problem mit den Ausblinden kannst vielleicht so lösen:

Wenn du in der mittleren Phase des Tuniers Bigstacked bist, dann spiel aus späterer Position und mittlerer Position, wenn nicht all zu viele Leute im Pot sind Conecters ab 8.
Wichtig ist das du openraist vor dem Flop. Weil ein Bigstack der openraist meist ohnehin Angst und Schrecken verbreitet. Gecallt wirst meist mit hohen Bildkombinationen und Paaren. Bei ersteren hast aber immerhin eine Chance von 40 zu 60. Bei Paaren wird es immer etwas schwieriger. Sollte jemand reraisen solltest du wegwerfen, dann läufst du nämlich meist gegen ein hohes Paar.
Hast du also mal opengeraist, solltest jedenfall ne Contibet nach dem Flop machen und du wirst merken, dass du recht erfolgreicht bist.
Wenn dein Image dann kippt, vom Felsen zum loosen Spieler, hat das auch einen angenehmen Nebenefekt, du bekommst Calls auf deine Monsterhände.

Aber ansonsten gilt eh :

Tight is right!
 
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23-02-2009, 13:23
(#6)
Benutzerbild von pokerbert62
Since: Oct 2007
Posts: 136
Zitat:
Zitat von dansonx Beitrag anzeigen
danke für die antworten...

aber eigentlich mach ichs ja net anders... wenn ich preflop aggro spiele, dann meist auch im weiteren verlauf der hand.

aber wenn andere im späteren verlauf des spiels, ständig donkbets reinhauen oder nach mir nochmal raisen oder all in gehen, dann is doch klar, dass sie auch weiterhin aggressiv spielen werden. wer würde da schon mitgehen mit nix auf der hand?! ^^

hmpf naja vielleicht brauch ich einfach nur mehr erfahrung... dann geh ich diese mal weitersammeln
Ganz genau, aber hier trennt sich meiner Meinung nach die Spreu vom Weizen.

Wer erkennt ob er vorne oder hinten liegt, ob er gegen
diesen oder jenen Gegner bluffen kann und sein Spiel auf
Situation und Gegner einstellen kann hat langfristig die
Nase vorne.

mfg
 
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24-02-2009, 08:28
(#7)
Benutzerbild von Fox372
Since: Jan 2009
Posts: 5
BronzeStar
Hmm,

meiner Erfahrung nach (die zugegebenermaßen noch nicht soo groß ist) kann man in den FreeRolls und den small stakes MTTs nicht sehr strategisches Poker spielen.
Die Blinds steigen einfach zu schnell und irgendwann kommt die Zeit, dass man Harakii-Poker spielt.
 
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24-02-2009, 08:50
(#8)
Benutzerbild von vantorso
Since: Oct 2008
Posts: 361
Zitat:
Zitat von Elfingord Beitrag anzeigen
Hallo dansonx,



Du darfst aber nicht vergessen, dass es oft in der Natur des Menschen liegt sich die Hände zu merken, bei denen er nichts trifft und die "guten-getroffenen" Hände sozusagen ausblendet, um sich in seiner Vermutung, dass alles schief läuft bestätigt zu fühlen.
Es liegt eigentlich gerade NICHT in der natur des Menschen seine negativen ereignisse in den vordergrund zu stellen! Es ist das
Der rest ist aber richtig !

DU musst nach extreme frueher verdoppellung (level 1 -2 ) NOCH ruhig bleiben, ab einer hoeheren blindstufe, kannst du mir deinem stack was anfangen und zwar viele Blinds stehlen, das spiel für die andere schwieriger gestallen. Aggressiv die sache angehen. Dafür lohnt es sich auch am anfang tight zu spielen, bis idiotenfilterung stattgefunden hat !

Du darfst es auch nicht zu eng sehen, falls du mal von 5000chips auf 3500 wieder runter faellst, weil ein bluff mal schief gegangen ist. Bad Beats muss man wärend eines turnieres schnell verdrengen. Nach dem turnier sollte man sie analysieren.

Bei Freerolls ist es sowieso immer eine recht wilde angelegenheit und der glücksfaktor ist um einiges hoeher aber bei normalen turnieren !

mfg.
 
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24-02-2009, 10:29
(#9)
Benutzerbild von dansonx
Since: Feb 2009
Posts: 61
es hört sich immer so an, als wären freerolls die schwereren turniere.

is doch paradox, sollte eigentlich andersrum sein... oder verkraften es gute pokerspieler einfach nicht dort ausgesuckt zu werden?
 
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24-02-2009, 10:47
(#10)
Benutzerbild von Polyvidon01
Since: Jul 2008
Posts: 9
Ich denke bei Freerolls hast du auch das Problem, dass sehr viele Leute und damit sehr unterschiedliche Spieler an den Tischen sitzen. Mir geht es oft so, dass ich durch den River von einem Donk rausgeworfen werde. Ausserdem hast du bei den meisten Freerolls das Problem mit maximaler Zeit, einen minimalen Gewinn zu bekommen.Deshalb denke ich, dass gute Spieler (ich bin keiner )diese Freerolls nur nebenbei spielen. Und aufgrund dessen auch nicht sonderlich konzentriert sind.