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warum poker ein glücksspiel ist

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warum poker ein glücksspiel ist - 29-11-2007, 14:18
(#1)
Benutzerbild von Paternoster1
Since: Oct 2007
Posts: 164
BronzeStar
meine meinung nach könnte man poker höchstens als strategie-glücksspiel bezeichnen.
poker wird öfters mit schach vergleichen, diese aussage trifft meine meinung nach nicht zu.
beim pokern kann man strategie anwenden und man kann damit auch weit kommen.
die betonung liegt auf kann.
oft wird betonnt dass oft die gleichen spieler am final-table sind.
das stimmt auch.
jedoch muss man bedenken dass die „bezeichneten“ spieler, professionelle poker spieler sind.
sprich: die spieler tun nichts anderes als poker zu spielen, besitzen auch die buy-ins für die turniere und haben damit mehrmals im jahr die möglichkeit turniere zu gewinnen(wsop- etp- worldpokertour)...
es ist also nachvollziehbar dass spieler, die praktisch jahr für jahr zahlreiche turniere bestreiten, oft weit kommen.
je öfters man turniere spielt umso höher ist die wahrscheinlichkeit zu gewinnen bzw. weit zu kommen.
wenn man doyle brunson als beispiel nimmt, könnte ich mir schon vorstellen dass ich auch 10 bracelets gewinnen würde wenn ich ca. 60 jahre lang professionell poker spielen würde
natürlich könnte man anbringen dass zumbeispiel phil ivey 5 wsop-armbänder vor seinem 30. geburtstag gewonnen hat.
dazu muss man aber erwähnen dass er oft unglaubliches glück hatte
im prinzip könnte man 10-mal hintereinander, das wsop main-event gewinnen, es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich aber möglich und warum?
weil poker einen hohen glücksfactor hat.
dadurch werden ivey’s leistungen relativiert.
denn mit glück, im richtigen moment, kann jedes poker spiel gewonnen werden.
wie schon gesagt, poker ist sicher kein reines glücksspiel.
mit konzentration und strategie kann man gute entscheidungen treffen bis zu einer gewissen punkt.
das spiel poker wird aber vom zufall regiert, der spieler wird vom glück beherrscht.
es wird gesagt dass man zwar nicht bestimmen kann, was für karten man bekommt aber dass man bestimmen kann was man mit den karten macht.
das stimmt auch
aber….. wenn ich position habe und ich erhöhe mit einem mittelstarken blatt, muss ich darauf hoffen, also glück haben dass wenn ich gecallt werde dass keiner der spieler eine stärkere hand besitzt.
nur weil keiner vor mir geraist hat, heißt es ja nicht dass ich die beste hand habe bzw. die stärkste hand repräsentieren kann um damit im besten fall mit einer mittelmäßigen hand die blinds stehlen kann.
vor mir wurde vielleicht nicht erhöht weil zumbeispiel einer der spieler ein niedriges pocket-paar hat und hofft günstig mitgehen zu können um den flop zu sehen um im besten fall dieses pocket- paar in einen drilling zu verwandelen aber der spieler entscheidet sich trotz erhöhung mitzugehen…... oder einer der spieler der viele chips hat, wollte mit 4-5 nur mitgehen, entscheidet sich aber meine erhöhung zu callen, da er sich es leisten kann und auf einen guten flop hofft um eine möglicherweise stärkere hand schlagen zu können.
wenn der flop kommt, muss ich darauf hoffen dass ich meine mittelmäßige hand deutlich verbessere und dass meine gegner den flop verpassen.
wenn ich den flop verpasse kann ich versuchen meine gegner auszuspielen, also zu bluffen. dazu muss ich aber hoffen also glück haben dass keiner meiner gegner den flop getroffen hat und nebenbei muss ich hoffen dass keiner meiner gegner ein starkes paar von anfang an hatte.
kann ja sein dass der gegenspieler mit einer starken hand, pre-flop nicht geraist hatte, um das hohe paar zu verstecken um bei seinerseits optimalen flop, mehr chips zu bekommen.
es ist also ganz egal wie strategisch gut ich spiele, alle ereignisse sind vom glück beherrscht.
die wahrscheinlichkeitsberechnung im bereich poker ist auch nicht ganz ohne.
nur jedes dritte mal wird der flop getroffen… paar zum drilling 1:8 und so weiter...
zwar hilfreich aber im endeffekt nicht absolut zielführend weil die wahrscheinlichkeit nicht immer das ergebnis wiederspiegelt.
ich habe zumbeispiel vor einigen tagen 2 x hintereinander k-k, beide male habe ich die könige zu einem Drilling gemacht, wie ist die wahrscheinlichkeit dafür?
nicht sehr hoch aber möglich.
ich habe mal 3x hintereinander 8-8 gehabt und wie hoch ist die wahrscheinlichkeit dafür?
auch nicht sehr wahrscheinlich aber auch möglich.
eine gute strategie und wahrscheinlichkeitsberechung ist keine garantie für erfolg beim pokern.
ein gutes und überlegtes spiel ist nützlich bei entscheidungen und verhindert möglicherweise ein frühes ausscheiden beim turnier.
mehr nicht.
du kannt zumbeispiel mit A-A hoch raisen, ein spieler geht mit(hat K-K), der flop zeigt 6-2-K
daran geht jeder spieler pleite.
du kannst mit A-A erheblich raisen, der chip leader geht mit, hat 2-3, der flop zeigt 3-3-9
da bist du angeschmiert, keine chance da die asse los zu lassen.
was habe ich falsch gemacht?
nichts.
thats poker.
du kannst mit straight gegen flush mit flush gegen full-house mit full-house gegen 4 of a kind verlieren und so weiter... da kannst du zuvor so gut und abwartend spielen wie du willst, wenn du solch eine situation hast geht es darum, wer die beste hand hat und fertig!
wenn du drilling 8 gefloppt hast und der gegner drilling 9, dann hilft dir keine strategie denn dann fliegst du raus.
du kannst praktisch jede hand perfekt spielen, man kann trotzdem verlieren.:
deswegen kann man poker keineswegs mit schach vergleichen und auch nicht als strategie spiel bezeichnen.
man kann schlieslich lotto auch mit system spielen
 
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29-11-2007, 14:26
(#2)
Benutzerbild von handrano
Since: Nov 2007
Posts: 13
ich bin ganz deiner meinung =)
 
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29-11-2007, 14:30
(#3)
Benutzerbild von M@l@26
Since: Nov 2007
Posts: 67
BronzeStar
Naja ich verstehe zwar was du meisnt aber ich sehe das etwas anders.

Also klar kann man eine hand perfekt spielen und am ende killt ein der river oder so aber genau deswegen ist es ja ein glücksspiel.

Jedoch man ohne Taktik nicht ansatzweise soweit kommt wie mit taktik es kann immer mal am ende ein noch besseres blatt enstehen aber letzten endes wird poker mehr durch taktik als durch glück entschieden.

Es hat schon seinen grund warum bestimmt Pokerspieler im wieder in den Fnals stehen und das hat bestimmt nix mit glück zu tun.

Ausserdem würde mich dein sogenanntes system von lotto mal interessieren was soll es denn da für ein system geben?
 
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29-11-2007, 14:31
(#4)
Benutzerbild von gessner1604
Since: Oct 2007
Posts: 66
BronzeStar
klasse 1. post Paternoster1
herzlich willkommen im forum
 
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29-11-2007, 14:44
(#5)
Benutzerbild von THOMATER
Since: Sep 2007
Posts: 65
Paternoster1: Hast bestimmt irgendwo Recht mit Deinem Beitrag, hab ihn mir nicht durchgelesen, will heut noch ein paar Runden Pokern und nicht ewig lange Texte durch forsten. Aber Super nicht so ein Beitrag wie:"ja, stimmt" , "toll gemacht"... aber das nächste mal sei ein bissl Leserfreundlich.
 
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29-11-2007, 14:47
(#6)
Benutzerbild von Eistee Junk
Since: Nov 2007
Posts: 70
BronzeStar
DAs stimmt schon alles. Nur es gibt halt auch leute die nicht durch viele buyins oft gewinnen sondern welche die die buy ins von dem gewinn bezahlen. Also durchs pokern ihr vermögen aufbauen!!!!Klar braucht man gklück!!
 
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29-11-2007, 14:52
(#7)
Benutzerbild von Pyraton2210
Since: Oct 2007
Posts: 898
BronzeStar
naja, ziemlich oberfläche mienung ... natürlich kann man mit AA gegen KK verlieren .. naund ..? wie oft paaiert das ...?

bluffen, ausspielen, spielt alles eine viel größere rolle ...

wahrscheinlich eine meinung, von jemandem, der gerade ein paar badbeats hatte ^^
 
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29-11-2007, 15:00
(#8)
Benutzerbild von dozzo67
Since: Aug 2007
Posts: 67
BronzeStar
Schach = Spiel mit vollständiger Information

Poker = Spiel mit unvollständiger Information

Du sprichst dauernd von "hoffen" und "Glück haben".
Niemals aber z.B. von Fold Equity oder anderen strategischen
Faktoren.
Longterm gleichen sich Glück und Pech bei der Kartenverteilung
+/-0.0 aus. Der rest liegt an Dir.

Longterm musst Du durch geschicktes Spiel die unvollständige
Information ausgleichen. -> Strategie.

Roulette = Glückspiel mit negativem Erwartungswert ohne die
Möglichkeit der Spielbeinflussung.
Die 0 in gün (dieses 37tel) genügt der Bank um +EV zu spielen.

Deine Argumentation hinkt auf allen vieren. Ohne Dir zu nahe
treten zu wollen, aber das sind die typischen Anfängerargumente
die Du da hervor bringst.

- Bilde Dich fort
- Leiste Dir mal ein paar private Choachings für 50$/h
- Spiele 500.000 oder ne Million Hände.
- Arbeite an Deinen Leaks
- Schaff Dir Pokertracker an um Dein Spiel zu analysieren

Dann sprechen wir uns in 2 Jahren nochmal...
 
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29-11-2007, 15:01
(#9)
Benutzerbild von BSEintracht
Since: Sep 2007
Posts: 353
BronzeStar
Sicher hast Du recht, dass Poker eben auch zu einem großen Teil vom Glück beherrscht wird. Das wird auch niemand abstreiten.

Zwei Aspekte sind aus meiner Sicht jedoch auch wichtig:

1. Zu einem erfolgreichen Pokerspiel (zumindest Livepoker) gehört auch die Fähigkeit, meinem Mitmenschen einschätzen zu können, bzw. meine Mitmenschen täuschen zu können. Dies hat mit Glück nichts zu tun, das ist reine menschenkenntnis, die zum Teil erlernt werden kann, zum Teil aber auch angeboren ist.

2. Poker ist auch ein Spiel mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wenn man nur lange genug spielt, dann stimmen die Formeln der Wahrscheinlicjkeitsrechnung auch.

Daher ist Poker für mich ein eingeschränktes Glücksspiel, wobei der Glücksspielcharakter leicht überwiegt.
 
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29-11-2007, 15:05
(#10)
Benutzerbild von toon2k
Since: Aug 2007
Posts: 134
wenn man deinen post so durchlies merkt man sofort, dass du dich noch nie mit der theorie beschäftigt hast die hinterm pokern steht!

"aber….. wenn ich position habe und ich erhöhe mit einem mittelstarken blatt, muss ich darauf hoffen, also glück haben dass wenn ich gecallt werde dass keiner der spieler eine stärkere hand besitzt."

wenn du vom button ne schwache hand raised tust du das nicht ohne zu wissen gegen was für spieler du raist!

"vor mir wurde vielleicht nicht erhöht weil zumbeispiel einer der spieler ein niedriges pocket-paar hat und hofft günstig mitgehen zu können um den flop zu sehen um im besten fall dieses pocket- paar in einen drilling zu verwandelen aber der spieler entscheidet sich trotz erhöhung mitzugehen"

dann folden aber die meisten spieler in 80% den flop und du gewinnst den pott da!

ich geb dir mal das einfachste beispiel:

stell dir vor du kannst deinen gegner recht schlecht einschätzen und hast nur in 60% in denen du geld in den pott tust die bessere hand. dann machst du kurzfristig evtl. viel verlust, aber auf viele hände natürlich gewinn, da du 60% der hände gewinnst!

du solltest bevor du dich nochmal an den pokertisch setzt nen bishcen mehr mit der mathematik beschäftigen die dahinter steht!
sonst wirst du dein geld verdammt schnell verlieren