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Spiel gegen Super-Maniac

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Spiel gegen Super-Maniac - 23-03-2009, 19:40
(#1)
Benutzerbild von Neon1974
Since: Feb 2009
Posts: 91
Hallo Leutz!
Hatte gerade in einem 90er SNG einen ganz tollen Spieler am Tisch. War ein Super-Maniac. Er spielte ca. 80% seiner Hände wovon er 75% geraist hat. Die Blinds waren zwischen 10/20 und 40/80. Die Raises waren zwischen 5xBB bis zu 2BB. Man konnte sie an nichts festmachen, völlig unabhänig von Situation und Position. Allerdings hat er immer einen Betrag gesetzt, um einen geraden Stack zu bekommen. Z.B. war sein Stack 21566 Chips, dann war sein Raise 1566 Chips. Irgendwann kamen aber nur noch all in., kurz bevor er den "sitting out" Button gedrückt hatte, wo er dann Big Stack mit über 20000Chips war.
Er hat mit allem gespielt und auch gewonnen(sicher auch mal verloren), 64o, 73o, 33 usw.
Er hat 7 Leute vom Tisch genommen. Als er dann entlich nicht mehr spielte und mit seinem Big Stack nur noch auf das Ende des Turniers wartete, bekam ich meine erste Hand zum Spielen (AKs). Bis dato habe ich keine Hand gespielt ( bei ca. 60-70 Händen). Naja... die Hand war auch gleich meine Letzte, aber das ist ein anderes Thema. :-)

Wie kann/sollte man gegen so einen Typen spielen? Da ich noch bei M >20 war, habe ich mich komplett rausgehalten. Ausser AQ war eh nichts dabei, was ich in der frühen Phase gespielt hätte.
Und mit maginalen Händen gegen so einen Typen all in gehen... hmm... er hat gegen AA oder KK mit 64o oder 73o gewonnen. Und so früh wollte ich mein Turnier nicht aufs Spiel setzten.

Noch eine Frage zum M. Habe da nun zwei Arten der Berechnung gefunden. Zum Einen einfach nur die BB für die Berechnung einbeziehen, sprich bei 50/100 und Stack 2000 ist M=20.
Jetzt habe ich aber noch eine Variante gesehen, wo in die Berechnung nicht nur der BB eingeflossen ist, sondern auch der SB und das Ante. M wurde also nicht nach BB berechnet, sondern nach Orbits, die man noch spielen könnte. Das macht ja dann doch schon einen gewaltigen Unterschied aus.
Welche Berechnung haltet ihr für sinnvoller?

Grüße
Ich! ;-)
 
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23-03-2009, 20:01
(#2)
Benutzerbild von Zottlchen
Since: Jan 2009
Posts: 673
hm,...maniacs. eine immer wieder interessante sache. denke diesen sollte man prinzipiell ausm weg gehen wenn man nichts hat und mit nem monster sind sie leicht zu trappen. also brav weiter tight is right spieln und auf einen guten Spot warten. früher oder später zahlen dich solche Spieler aus. darfst nur nicht ungeduldig werden. dann klappts auch mit den nachbarn^^

und zum M-System, es giibt an wieviele Orbits du noch durchhalten kannst ohne eine hand zu gewinnen. also (Spieler x Ante + BB + SB) / Stack und schon haste dein M berechnet.
 
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23-03-2009, 20:04
(#3)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
Wie Du gegen Maniacs spielst liegt stark an einzelnen Faktoren wie Stacks, Blinds, Bepreisung etc, und wie aggressiv der Maniac genau spielt. Im Grunde genommen:

- eigene Draws günstig halten
- nicht bluffen
- massiv valuebetten bzw protecten
- ggf den Maniac die Action machen lassen, wenn man ein Monster hat und er aggressiv ist
- Handanforderungen anpassen
- auf Position achten
- Limp-Reraise oop mit Premiumhänden funktioniert auch oft

Wichtig ist, dass sich das Verhalten aller Spieler am Tisch verändert, wenn ein LAG dabei ist.


Zu dem M-System:

M bezeichnet grundsätzlich immer das Verhältnis von Stack zu Anfangspot in MTT, also beide Blinds UND Ante.

Das BB-Verfahren wird in SNG angewandt, da hier - falls überhaupt vorhanden - Ante nicht so stark ins Gewicht fallen aufgrund der meist wenigen verbleibenden Spieler im Endgame.



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Geändert von TheKillerAD (23-03-2009 um 20:08 Uhr).
 
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23-03-2009, 20:08
(#4)
Benutzerbild von Narloxon
Since: Nov 2007
Posts: 1.408
[(Spieler/10)/(Ante+BB+SB)]/Stack = Effektives M


Zitat:
Zitat von Mart83
Viele Leute fahren gut mit einem VPIP von 0%.
 
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23-03-2009, 20:12
(#5)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
imo einfacher:

M ausrechnen (Stack/Pot), mit Spieleranzahl multiplizieren, durch 10 teilen.

Effektives M an Tischen mit reduzierter Spieleranzahl -> Anzahl an verbleibenden Runden bis Blind-Out.



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23-03-2009, 20:15
(#6)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Also so wahnsinnig tight würde ich nicht spielen.
Man muss nur nach Möglichket Prelfop das Geld in die Mitte bekommen, denn um Postflop nur bei einem Treffer weiterzuspielen der Flop zu teuer ist, und für Bluffs und so weiter der Gegner einfach zu schwer auf eine Hand zu setzen ist.

Man muss eben nur willens sein, auch mal für 30-40BB Preflop gegen ihn reinzustellen.
Dann musst du natürlich noch einige Adaptionen deiner Handrange vornehmen. So gewinnen z.B. mittlere Paare enorm an Value, da du eben mit so Händen wie 77 oder 88 sehr oft 70/30 vorne bist.
 
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so viel Fragen - 23-03-2009, 20:25
(#7)
Benutzerbild von Forsch
Since: Oct 2007
Posts: 23
Super-Maniac
Nach allem, was du so beschreibst hast du völlig richtig gespielt. Gegen einen Maniac, der auf der Gewinnerstraße läuft, kann man nur mit den 4 bis 5 besten Blättern antreten, also supertight. Insbesondere gilt das für eine frühe Turnierphase. Dass KK und AA gebusted wurden ist Pech bzw Glück für den Maniac.

Der M-Faktor ist ja nur ein Daumenfaktor, um das eigene Spiel der Stack- und Turniersituation anzupassen. Ich rechne SB und Ante mit ein. Denn der Faktor soll ja beschreiben, wieviel Hände du noch "Zeit" hast, dich aus einer vertrackten Situation zu retten.
Ich habe das immer so verstanden: statistisch gesehen bekommt man ca in 10% der Hände eine SEHR gute Starthand (AA, KK, QQ, AKs ... also ca 10 Kombinationen), d.h. bei einrechnen aller Beträge ist bei M=10 der Punkt gekommen, solch eine Hand allin zu stellen.
 
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23-03-2009, 21:52
(#8)
Benutzerbild von Neon1974
Since: Feb 2009
Posts: 91
Danke euch erstmal für die Infos!
Dann habe ich ja gegen den Maniac richtig gespielt, also gar nicht. :-) Denn als beste Starthand war AQ dabei. Ich konnte leider nicht mehr gegen den Maniac antreten, da er ja dann ausgesessen hat. Habe das Turnier nicht weiter verfolgt, gehe aber mal davon aus, dass er nicht mehr gespielt hat, sondern nur noch die Kohle eingestrichen hat.
Bei der Vorstellung bekomme ich echt einen Hals!
Darum habe ich auch für heute das Spielen lieber gelassen. Ist wohl besser für meine Bankroll!
 



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