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Omaha hi/lo - Starthände II: Trips and Quads

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Omaha hi/lo - Starthände II: Trips and Quads - 02-12-2007, 11:41
(#1)
Benutzerbild von Midas14
Since: Aug 2007
Posts: 180
Natürlich wissen wir alle, dass in Omaha-Spielen Trips und Quads zu den schlechtesten Strathänden gehören. Es gilt als nahezu selbstverständlich, alle diese Hände sofort zu passen.

Trotzdem sollten wir einmal untersuchen, ob sich hier nicht eine spielbare Hand für hi/lo findet:

1. Quads
Mit Quads sieht die Welt in der Tat ziemlich düster aus. Wir haben keinerlei Low-Potential und für die Highhand stehen wir mit einem Paar (kein gutes Omaha-Blatt) dar ohne jede Verbesserungsmöglichkeit, das heist, wir werden am Ende höchstens dann, wenn sich das Board paart, zwei Paare halten und wenn Trips auf dem Board liegen, reicht es für einen Full House. Wahrhaft keine begeisterungswürdigen Aussichten.

Die Equity von AAAA gegen vier Hände liegt denn auch deutlich unter 10%. Die Hand sollte nicht gespielt werden.

Interessant mag aber sein, dass die Equity von AAAA gegen eine (!) Random-Hand immerhin 46% beträgt. Für eine Auseinandersetzung SB vs. BB dürfte das vielleicht genügen?

2. Trips
Trips sind schon etwas vielseitiger.
Wie so oft bei hi/lo scheidet sich die Welt auch hier in Hände mit und Hände ohne As. Für KKKx gilt selbst dann, wenn die Hand suited ist auch nur, dass sie allenfalls SB vs. BB spielbar ist und auch hier beträgt die Equity der besten Hand (KKKAs) gegen eine Random-Hand gerade 47%.
AAA+Wheel Card bzw. AAA+suited Lowcard erzielen aber gar nicht so schlechte Equity-Werte. Wo liegt hier die Grenze der Spielbarkeit?
 
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02-12-2007, 12:50
(#2)
Benutzerbild von oblom
Since: Nov 2007
Posts: 1.274
Ich weiß nicht, ob man hier rein mit Equity argumentieren kann. Die Hände haben schlechte Implied Odds. Wenn wir am Flop vorne sind und der Gegner gar nix hat, wird es kaum Action geben; und wenn wir Action bekommen, wissen wir nicht, wo wir stehen - spielt der Gegner ein Lo-Draw und wir sind mit dem Hi vorne, oder sind wir schon kilometerweit hinten?

Gegen einen tighten Nit im BB mag es profitabel sein, im Blind-Battle aggressiv zu sein. Das machst Du dann aber mit Any Four.
 
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02-12-2007, 21:23
(#3)
Benutzerbild von dragoonier
Since: Nov 2007
Posts: 172
Zitat:
Zitat von oblom Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, ob man hier rein mit Equity argumentieren kann. Die Hände haben schlechte Implied Odds. Wenn wir am Flop vorne sind und der Gegner gar nix hat, wird es kaum Action geben; und wenn wir Action bekommen, wissen wir nicht, wo wir stehen - spielt der Gegner ein Lo-Draw und wir sind mit dem Hi vorne, oder sind wir schon kilometerweit hinten?
Sehe ich ähnlich. Zusätzlich ist noch zu sagen, dass es uach im SB bei vielen Limpern keine spielbare Hand ist, da man eine sehr schlechte Position hat und eine Hand, die sich sehr schlecht Multiway spielt.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass nur AAA + wheel card spielbar ist. AAA2 suited ist eine gute Starthand, die man auch aggressiv spielen sollte.
 
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03-12-2007, 02:49
(#4)
Benutzerbild von scorpsche
Since: Sep 2007
Posts: 39
was dragoonier ja schon implizit schreibt ist, dass quads so gut wie unspielbar sind:
- alle passenden karten sind aus dem deck raus
- keine connectors möglich, stets offsuit
- keine low option

...ich würde sie in jeder situation folden

trips sind zumindest billige calls wert...sollte bei AAAX z.b. ein A auf dem flop kommen, hält man schon eine recht starke hand. problem ist nur, dass straights & flushs sehr häufig sind. fr ist das dann also dennoch nicht so toll...sh oder im headsup zumindest eine option
 
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10-12-2007, 22:36
(#5)
Benutzerbild von Hand84
Since: Aug 2007
Posts: 130
BronzeStar
Ich halte die Quads für komplett unspielbar, wenn wir mal von einem Tisch mit mehr als als drei Spielern ausgehen. Danach sind aber sicher keinen Call Wert, sondern sollten wohl Preflop so aggressiv gespielt werden, dass man den Pot sofort mitnimmt. Sollte man doch gecallt werden, hat man sicher immer noch ganz gute Chancen.

Tripps werden von mir auch generell gefoldet, denn gerade bei High/Low hab ich ja das Ziel beide Pötte klar zu machen und das halte ich selbst mit 2223 und ähnlichen Low lastigen Händen für so gut wie ausgeschlossen.

Von Equities bei PL H/L hab ich gar keine Ahnung, es sind einfach meine Erfahrungen und Überlegungen, die ich dazu angestellt habe.
 
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trips als starting hand - 11-12-2007, 04:03
(#6)
Benutzerbild von skyflyhi
Since: Nov 2007
Posts: 2.231
AAA2 ist immer spielbar und bei 222(x) muss man schauen, dass das x schön klein ist und natürlich suited. (Aus dem Gedächtnis nach, hmm, hmm, Zee, vermutlich). Position ist natürlich auch ganz wichtig, ich weiss jetzt gar nicht welche Schweinereien in den blinds unter bestimmten Umständen gehen.
 
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17-02-2008, 02:47
(#7)
Benutzerbild von Brax82
Since: Oct 2007
Posts: 753
Die Überlegungen zu den Drillingsstarthänden sind sehr interessant. Hab die bislang immer gleich weggeworfen. Aber ist es denn nicht so:

Bei AAAx bis 555x mit x als komplementärer Wheelcard ist man, insofern man das Wheel trifft, nicht schlecht dabei. Die Chancen auf ein Quarter sind gering und man könnte ein Full House für das Hi schaffen.

Frag mich gerade:
Falls ein Konkurrent auf unsere Drillingkarte wartet, die ihm das Wheel und uns das Full House einbringt, hat er ein Quarter und wir den Rest des Pots. Sei ohne FH das Wheel das High, dann hätten wir den ganzen Pot, da er ja kein Wheel hat. Aber durch das Treffen des Wheels wird er betten und damit den Teil von unserem Pot erhöhen...gibt es dabei Verlust, weil er dann das Quarter bekommt?
Hab gerade nicht mehr die nötige Konzentration das durchzurechnen...