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AK und auf dem Flop nichts getroffen

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AK und auf dem Flop nichts getroffen - 03-04-2009, 20:15
(#1)
Benutzerbild von Pokerzeeck
Since: Nov 2008
Posts: 79
Ich habe heute einen ziemlich großen Downswing hingelegt, aus dem mir vor allem eine sich häufig wiederholende Situation in Erinnerung geblieben ist, die ich eigentlich nach SSS zu spielen meine und trotzdem viel Geld liegen lasse. Wie würdet Ihr das besser spielen?

AK, o oder s, in unterschiedlichen Positionen, Standard-Raise auf 4 BB + 1 BB für jeden Limper vor mir, häufig also 5 BB.
dann viele Fold und ein Call
der Flop ist relativ trocken, ich treffe aber nichts, als Preflop-Aggressor gegen 1 Gegner daher meist C-Bet mit 2/3 Pot, also etwa 5 weiteren BB, ich werde gecallt

Nun habe ich also von meinem 20BB-Stack bereits die Hälfte investiert und treffe nun auch auf dem Turn weder As noch König. Was nun? Wenn ich c/f, dann habe ich einen halben Stack verloren, ohne zu wissen, gegen welche Hand ich da gespielt habe, und da meine C-Bet heute fast immer gecallt wurde, können das nicht immer so großartige Hände gewesen sein. Wenn ich aber weiter bette, muss ich ja schon pushen, ohne etwas auf der Hand zu haben.

Was also tun mit AK gegen solche Calling Stations???
 
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03-04-2009, 20:30
(#2)
Benutzerbild von xGetFreakYx
Since: Nov 2008
Posts: 189
Wenn du auf dem Flop eine Contibet machst und der Gegner callt, dann musst du als SSSler normalerweise ab Turn c/f spielen.
Sollte allerdings weder Flush noch Straight des Gegners in Sicht sein, dann kannst du, wenn es die Pot Odds erlauben, all-in gehen.
Du hast ja im Normalfall bestenfalls noch 6 Outs, also gerade mal 12% dass du auf dem River triffst.

Aber wie schon gesagt normal ist nach der Contibet Schluss mit betten.
 
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03-04-2009, 20:45
(#3)
Benutzerbild von Pokerzeeck
Since: Nov 2008
Posts: 79
Genau so gehe ich ja auch vor! Aber eigentlich ist die Spielweise des Gegners in der beschriebenen Situation ja nicht besonders stark und sollte ausgenutzt werden können. Allerdings führt diese Vorgehensweise dazu, dass ich immer dann, wenn ich auf Flop und Turn kein A/K getroffen habe, was meines Wissens in immerhin knapp 60% der Fälle so ist, den halben Stack verliere.

Kann so profitables Spielen mit einer eigentlich ja ziemlich guten Starthand aussehen???
 
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03-04-2009, 20:48
(#4)
Benutzerbild von xGetFreakYx
Since: Nov 2008
Posts: 189
also ich kann nur sagen wie es bei mir ist bzw. bei mir am anfang war, als ich mir immer dachte "den callst du weg"
klar manchmal haben sie echt einfach gar nichts und hoffen dass sie einen von ihren 6 outs oder sonstwas noch treffen
aber zum großteil ist es eigentlich so, dass sie bereits irgendwas haben, auch wenn nur bottom pair oder ähnliches, da viele das auch schon richtig toll finden
 
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04-04-2009, 21:40
(#5)
Benutzerbild von nookie_85
Since: Apr 2008
Posts: 40
Flop cbets

Man kann für sowas keine pauschalen Antworten liefern. Schau auf villains fold to cbet Werte, schau auf seinen wts und schau auf seinen AF. Am wichtigsten ist egtl. der fold to cbet.

Wenn er z. B. einen ftcbet-Wert von 40 hat, dann fährst du langfristig immer profitabel, wenn du z. B. 2/3 Potsize bettest, da er nur in 40% der Fälle folden muss um diese cbet profitabel zu machen.

Du musst deine betsizes halt noch dem Board anpassen. D. h., dass du auch, wenn du nichts hast und cbetten willst auf einem drawheavy board 2/3 und höher bettest und auf einem drawless board ~1/2 PS bettest. Das dient der Deception. Die anderen sollen also nicht anhand deiner betsizes sehen können, ob du etwas hast oder nicht, sondern die betsizes sollten sich am Board orientieren und undurchsichtig bleiben.

Ich selbst habe einen cbet Wert von ~85%. Headsup kommt fast immer die cbet, außer villain ist ne Monstercallingstation. 3-handed wird es schon kniffliger, im Normalfall lass ich da die cbet weg. Außer es gibt ein dry Board wie z. B. 2K4 offsuit, ich bin IP und die gegner können auch mal folden.

second barrels

Second barrels mit der Intention den Gegner mit einer ggf. besseren Hand zum folden zu bekommen, also einem Bluff, sollten gut überlegt sein.

Als grobe Richtlinien würde ich nennen:

• kann ich auf dem Turn eine starke Hand repräsentieren?
• kann villain auf dem Turn etwas folden, was er am Flop gecalled hat? (Foldequity vorhanden?)
• habe ich ggf. noch Outs auf meine hand, sodass ein call nicht so schlimm ist da ich noch Equity besitze?

Sind diese Kriterien gegeben kann man auch mal eine second barrel in Form eines Bluffs starten, sonst würde ich aber dringend davon abraten.
 



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