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Harrington und das lesen der Gegner

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Harrington und das lesen der Gegner - 10-05-2009, 18:03
(#1)
Benutzerbild von Beaxx
Since: Nov 2008
Posts: 785
Ich lese gerade den ersten Teil von Harrington on Hold'em und muss sagen das ich den Eindruck habe das der Mann weiß wovon er spricht (soweit nicht schlecht)

Komischer weise geht meine BR seitdem ich mich mit dem Buch beschäftige kontinuirlich nach unten.

Das liegt denke ich zu einem großen Teil daran, das ich versuche meine Gegner zu lesen und kläglich dabei versage.

Das kann natürlich wieder daran liegen, das die absolut sinnlosen Spielzüge auf dem Limit 1$+0,20 nicht anchvollziehbar sind.

Nur wie soll ich denn Gewinn machen wenn sich gegen die Spieler kein Gewinn amchen lässt?

Wenn mein AI preflop mit AA von K5 gecallt wird...


Es ist ja schön zu wissen, das diese Spieler auf lange sicht keinen Gewinn machen. Ich aber auch nicht...
 
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10-05-2009, 18:06
(#2)
Benutzerbild von RoteLaterne
Since: Nov 2007
Posts: 665
Zitat:
Zitat von Beaxx Beitrag anzeigen
Es ist ja schön zu wissen, das diese Spieler auf lange sicht keinen Gewinn machen. Ich aber auch nicht...
Auf lange Sicht wirst du aber dennoch Gewinn machen!
Von wieviel Händen reden wir hier? Wieviele hast du gespielt?
 
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10-05-2009, 18:34
(#3)
Benutzerbild von Beaxx
Since: Nov 2008
Posts: 785
Ich kanns nit sagen, da ich nur MTT spiele. reche 130 Turniere und dann die durchschnittsanzahl von Händen in 18/27 Turnieren ^^ dann hastes , ich weiß es nicht.
 
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10-05-2009, 19:13
(#4)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Wenn man gerade etwas Neues gelernt hat, geht die Leistungs erstmal ein wenig nach unten. Das ist so, weil man selbst eine gewisse Zeit braucht, um das neu gelernte zu verarbeiten.

Es ist unglaublich frustrierend, wenn man aus den Turnieren fliegt, weil der Gegner einen grottenschlechten Call gemacht, aber einfach Glück gehabt hat. Und wenn Du viele Leute am Tisch hast, die grottenschlechte Calls machen, dann ist die Wahrscheinlichkeit eben höher, dass einer von denen halt einfach mal Glück hat.

Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Bei zehn blindend Hühnern, die planlos rumpicken, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eines von ihnen ein Korn findet.

Wer mit K5 einen Raise callt, macht auf lange Sicht keinen Gewinn. Er kann eine enorme Glücksstähne erwischen und ein paar Monate lang sogar Gewinn machen, aber wenn er so weiter spielt, dann verliert er garantiert alles wieder.

Donks, die Glück haben, können zuerst einen enormen Stack ansammeln. Aber meiner Erfahrung nach macht es sehr selten so ein Donk an den FT, es sei denn, er hat einfach ne riesen Glückssträhne. Meist verliert er alle seine Chips schnell wieder, wenn sein Glück ihn verlässt.
 
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10-05-2009, 19:31
(#5)
Benutzerbild von Beaxx
Since: Nov 2008
Posts: 785
Danke, das ist schonmal aufmunternd =)

Aber was mir ja besonders z schaffen macht ist den Tisch zu lesen, Harrington umreißt das Thema zwar sehr gut in einem Kapitel seines Buches, aber gibt es nicht noch Möglichkeiten das zu Üben oder so? Ich möchte nicht immer Lehrgeld zahlen müssen weil ich mich beim Call in einer Hand verschätzt habe.
 
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10-05-2009, 20:44
(#6)
Benutzerbild von Stratus88
Since: Jun 2008
Posts: 114
Also üben kannst du sowas indem du Fernsehübertragungen schaust (Da ist nur das problem das du die Karten siehst, du merkst dir aber, wie leute solche Karten spielen)

Oder du beobachtest einen Tisch bei Pokerstars.
Such beispielsweise einen Gegner den du kennst oder einen Pro und schau einfach mal wie er spielt und versuch herauszufinden welche Hand er hat (Dort ist das Problem, dass nicht alle Karten zum Showdown gespielt werden)

Ansonsten sitz an ein SNG und versuch aufmerksam deine Gegner zu beobachten, auch wenn du nicht in die Hand involviert bist.

Ansonsten versuch dich nicht auf eine Hand festzulegen, die der Gegener spielt, sondern auf Ranges
 
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10-05-2009, 21:40
(#7)
Benutzerbild von Beaxx
Since: Nov 2008
Posts: 785
Supi, danke für eure Beiträge =) vll gleb ich mir nen zettel auf den fernsehr so das ich die hände nit sehen kann

Das mit den Ranges war mir schon klar, danke für dieerinnerung =)
 
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10-05-2009, 21:44
(#8)
Benutzerbild von Gyomorrotty
Since: Dec 2008
Posts: 231
Wenn man sich verbessern will, kommt man nicht daran vorbei, Lehrgeld zu zahlen. Einfach ausprobieren.
 
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10-05-2009, 22:07
(#9)
Benutzerbild von Vigil
Since: Oct 2007
Posts: 662
Zitat:
Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
Wenn man gerade etwas Neues gelernt hat, geht die Leistungs erstmal ein wenig nach unten. Das ist so, weil man selbst eine gewisse Zeit braucht, um das neu gelernte zu verarbeiten.
Unterschreibe ich sofort!!! Traditionell spiele ich um Längen schlechter, wenn ich was "gelernt" habe, bis es in den normalen Spielfluss übernommen ist. Geduld und Selbstkritik ist auch hier, wie so oft, der Schlüssel zum Erfolg.

Zitat:
Zitat von Stratus88 Beitrag anzeigen
Also üben kannst du sowas indem du Fernsehübertragungen schaust (Da ist nur das problem das du die Karten siehst, du merkst dir aber, wie leute solche Karten spielen)
Sorry, aber halte ich für eine denkbar schlechte Idee. Im TV siehst du in der Regel nur Ausschnitte und "besondere" Hände. Darüber hinaus spielen die Pros da nach anderen Massgaben und Erfahrungen, als du sie als "Harrington-Leser" und Anfänger möglicherweise auch nur ansatzweise einschätzen kannst. Einem zB Gus Hansen oder so über die Schulter zu schauen und da was lernen zu wollen wird dir auf deinem Weg am Anfang eher Verluste einbringen als alles andere.

Versuch, das, was du liest konsequent und in kleinen Häppchen in DEIN Spiel auf DEINEM Limit einzubauen.

Joda sagt:"Der Weg des Pokerspielers, ein langer er ist und viel noch lernen du musst. Ungeduld...zur dunklen Seite der Macht sie gehört!"

Gruß

Vigi
 
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11-05-2009, 09:15
(#10)
Benutzerbild von der brachse
Since: Jan 2008
Posts: 167
Hallo,

also ich bin der Meinung Übung macht den Meister!

Aber:

das Problem bei den Micro-Limits im MTT-Bereich ist einfach, dass du Gegner triffst, die wenig Ahnung von Poker haben. Und wenn die nicht wissen was sie tun, wie sollst du das denn wissen

Im On-Line Poker sind Reads ohnehin sehr schwierig. Der einzige recht gute Anhaltspunkt für Reads im On-Line-Bereich ist die Höhe der Bets die die Gegner machen. Wobei man immer zuerst rausfinden solltest, ob derjenige die Bets variert (was gute Spieler machen) oder ob es Gewohnheitstiere sind (in den Micro-limits meist der Fall).

Ich kann nur sagen, dass du auch Cash-Game spielen solltest.
Hat folgenden Grund:
Zum einen bist mit den Gegnern länger am Tisch und das gibt dir die Möglichkeit sie zu studieren und respektive zu lernen.
Zum anderen kommt es im CG häufiger zum Show-down, da heisst du siehst die Karten und weisst also ob du richtig gelegen hast oder nicht.

viel Erfolg und LG

der Brachse