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NL50 - 9d10d - 15-09-2007, 14:25
(#1)
Benutzerbild von PokerfReShY
Since: Sep 2007
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http://www.pokerhand.org/?1480435

stats:
maslaksen - keine
Bhappens- 18.2 // 4.8 //4.67

preflop:
schöne hand vom cut off nen standartraise anzubringen

flop: obwohl ich den pot eröffnet habe werde ich von ner halben potsize-bet angegriffen. da noch ein weiterer spieler nach mir dran ist wollte ich mit meinen 15outs nicht callen da ich mit pech gegen einen höheren fd antrete.
Der raise zwingt den spieler nach mir zu folden und zwingt den agressor seine evtl. bessere hand Jx o. Qx zu folden.
Freue mich über eure meinungen zu der hand, ob ihr der meinung seit mit einem call hätte man mehr value rein bekommen oder eher nicht...

Geändert von PokerfReShY (15-09-2007 um 14:51 Uhr).
 
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15-09-2007, 18:29
(#2)
Gelöschter Benutzer
Interessante Hand.
Ich denke ich hätte an der Stelle auch geraist: Eine Q oder J würde nicht unbedingt auf dem Board folden, die 1/2 Pot-Size Donk könnte gut der Versuch sein den Pot mitzunehmen und wenn er gecallt würde, hätte er noch Reserveouts. Allerdings vertreibst du durch den Raise auch andere Pockets oder Drawing-Hands, die evtl. schlechter sind als dein Draw. U.u. würde ich den Raise hier etwa bei 10$ ansetzen, so kann er evtl. noch KJ oder sowas callen.

Jedoch muss man allgemein sagen: Du bist zwar favorit die Hand zu gewinnen, jedoch bist du aktuell gegen jedes Pair hinten, daher solltest du schon raisen und nicht unbedingt unglücklich sein, den Pot hier mitgenommen zu haben!
 
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16-09-2007, 00:24
(#3)
Benutzerbild von Oooof
Since: Aug 2007
Posts: 187
Würde die Hand genauso spielen, und gehe bei 3bet all in.
 
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20-09-2007, 15:33
(#4)
Benutzerbild von Greel13
Since: Aug 2007
Posts: 112
ich finde man kann sich durchaus über andere spielweisen gedanken machen... wenn wir mal annehmen 15 outs zu haben, ergibt sich am flop eine equity über 50%, wir sind im prinzip weiteren callern nicht abgeneigt, denn von jedem $ der in die mitte wandert gehört uns mehr als die hälfte. sollte turn blank sein und somit potequity unter 50%, könnten wir immernoch einen semibluff machen.
auf die spielweise gewinnen wir öfters einen großen pot, gehen aber auch größeres risiko ein. +ev sind sicher beide wege.

ich bin selbst noch nicht so erfahren mit nl cashgame, würde gerne eure meinung dazu hören.
 
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20-09-2007, 23:51
(#5)
Gelöschter Benutzer
Zitat:
Zitat von Greel13 Beitrag anzeigen
ich finde man kann sich durchaus über andere spielweisen gedanken machen... wenn wir mal annehmen 15 outs zu haben, ergibt sich am flop eine equity über 50%, wir sind im prinzip weiteren callern nicht abgeneigt, denn von jedem $ der in die mitte wandert gehört uns mehr als die hälfte. sollte turn blank sein und somit potequity unter 50%, könnten wir immernoch einen semibluff machen.
auf die spielweise gewinnen wir öfters einen großen pot, gehen aber auch größeres risiko ein. +ev sind sicher beide wege.

ich bin selbst noch nicht so erfahren mit nl cashgame, würde gerne eure meinung dazu hören.
Ich denke du hast hier den klassischen Fehler der Outs-Berechnung gemacht: Du hast die Outs nicht discounted.

Nehmen wir mal an:
Mindestens einer unser Gegner hat die Dame, den Buben, ein paar zehner oder ein höheres Pair, so reicht es nicht eine T oder 9 zu treffen. Nun hast du 8 Outs auf die Straight: Jeder K und jede 8. Dazu kommen 7 Outs für den Flush => 15 Outs.

Nun musst du gegen 2 Spieler mindestens 3-4 Outs abziehen um wirklich alle Redraws und Kombinationen zu discounten(höherer Flush, FH Draws, Redraws am Turn auf FH oder höheren Flush).

Ich würde hier mit 11-12 sicheren outs rechnen, je nach Read.

Gehen wir hier von 11 Outs gegen 2 Spieler aus, so können wir aber u.U. von minimum 13-14 gegen 1nen Spieler ausgehen => Haben mehr Equity und halten den Pot eher in unserer Kontrolle.
 
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21-09-2007, 03:52
(#6)
Benutzerbild von Greel13
Since: Aug 2007
Posts: 112
das wir nicht die vollen 15 outs haben ist mir klar, geht viel mehr darum, wie man eine hand spielen kann, bei der man mehr equity als pot/spieler hat..diese situation ist hier auf jedenfall gegeben. wenn man die chance hat zu 40% auf einen 50$ gewinn hat, dann ist das besser als eine 60% chance auf 25$.
 
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21-09-2007, 09:43
(#7)
Gelöschter Benutzer
Das ist mir schon klar @Greel13, aber ich behaupte einfach dass wir hier lieber nur einen Gegner im Pot halten sollten und dies am besten durch einen Flopraise erzeugen. Am Turn kriegen wir eh keinen starken Draw mehr aus der Hand und ich gewinne lieber 80-90% solcher Pötte, als eben 40%. Ich spiele sehr starke Draws lieber isoliert gegen einen Spieler mit TP und gewinne so einen akzeptablen Pot von vlt. 30-35$, als gegen 2 Spieler einen großen Pot zu bauen, den man am Ende nicht gewinnt weil der Draw nicht ankommt oder man ausgedrawt wird.

Ich denke hier kommt es auf die Reads an, in wie weit man die Risk-Reward-ratio als angemessen hällt und auch wie deep die Stacks sind.
 
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21-09-2007, 17:21
(#8)
Benutzerbild von Greel13
Since: Aug 2007
Posts: 112
wenn es darum geht unbedingt diesen pot zu gewinnen (z.b. in turnieren an der bauble), dann möchte man natürlich ohne großes riskio gewinnen. wenn man alerdings cashgame spielt, zählt doch nur der erwartungswert einer aktion.
in meinem beispiel 0.4*50=20 > 0.6*25=15

deshalb bin ich auch nachwievor davon überzeugt, dass call for overcalls hier besser ist, denn foldequity haben wir auch noch am turn (sofern wir diese noch brauchen!).
 
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21-09-2007, 17:57
(#9)
Gelöschter Benutzer
Zitat:
Zitat von Greel13 Beitrag anzeigen
...
deshalb bin ich auch nachwievor davon überzeugt, dass call for overcalls hier besser ist, denn foldequity haben wir auch noch am turn (sofern wir diese noch brauchen!).
Ich halte lieber die Varianz geringer, wenn möglich bei ähnlichen Aktionen, aber vlt. gamble ich nicht genug in meinem Spiel. Foldequity haben wir m.M. nach am Turn jedoch kaum noch, ohne alles reinzustellen - zumindest bei den üblichen Callingstations auf NL100.

Mir ist die Risk:Reward Ratio hier einfach zu hoch, tut mir Leid. Was die optimale Spielweise hier wäre sollten evtl. die besseren Spieler bestimmen.
 
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21-09-2007, 20:08
(#10)
Benutzerbild von PokerfReShY
Since: Sep 2007
Posts: 29
Zitat:
Zitat von Gelöschter Benutzer Beitrag anzeigen
Ich halte lieber die Varianz geringer, wenn möglich bei ähnlichen Aktionen, aber vlt. gamble ich nicht genug in meinem Spiel. Foldequity haben wir m.M. nach am Turn jedoch kaum noch, ohne alles reinzustellen - zumindest bei den üblichen Callingstations auf NL100.

Mir ist die Risk:Reward Ratio hier einfach zu hoch, tut mir Leid. Was die optimale Spielweise hier wäre sollten evtl. die besseren Spieler bestimmen.

yapp, sehe ich genau so. foldequity wäre sehr gering und ich könnte gegen nen donkeycall meienn stack verlieren. daher definiere ich meine hand lieber früh und halte somit die varianz geringer. früher habe ich gern die coinflips gespielt, aber nach nem 20-30 stack DS sieht man das ganze etwas konservativer... da ist man froh ein paar stacks nicht riskieren zu muessen, da man paar hände zu vor mehrmals gegen 2outer gelaufen ist.

Was auch schön wäre, wie es gefallener angesprochen hat, mal ein paar gute NL cash spieler hier zu sehen die konstruktive kommentare abgeben könnten.

gruß
fReShY