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PFR in den micros=verlustmaximierung??

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PFR in den micros=verlustmaximierung?? - 17-05-2009, 14:29
(#1)
Benutzerbild von gremat
Since: Mar 2009
Posts: 18
BronzeStar
Hi,

nachdem es in letzter zeit nicht so gut läuft, habe ich mal meine handhistory etwas analysiert und bin zu dem schluss gekommen das meine PFR und Aggression Werte mit 4.9 und 1,49 etwas niedrig sind.

Versuche jetzt aggressiver zu spielen, habe daher also meinen PFR range etwas erweitert und veliere seither noch schneller....

Die Frage ist wenn man ja nur ca in 30% der Fälle auf dem Flop was trifft (ist ein underpair, ein gutshot draw oder ein backdoor flush drwa auch schon WAS??) und auf den Micros sowieso immer bis zum showdown runtergecallt wird, welchen Sinn macht es dann PF zu raisen??

Hmpf...gerade wieder eine hand mit AKs und eine mit nut straight gegen flush verloren....

Hatte in letzter zeit soviele suckouts am river das ich mir denke es ist besser den pot klein zu halten bis man sich sicher ist die absoluten nuts zu haben.

FL das Ganze

Geändert von gremat (17-05-2009 um 14:30 Uhr). Grund: FL das Ganze
 
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17-05-2009, 14:37
(#2)
Benutzerbild von Hansey_GER
Since: Oct 2008
Posts: 540
hey gremat

zu aller erst: was spielst du? NL, FL und noch wichtig ist ob Fullring oder shorthanded..

du hast recht, dass man nur zu 30% den flop trifft. aber das ist nicht nur bei dir so, sondern dein gegner trifft genauso häufig, bzw. selten den flop. und wenn du preflop vorne liegst, dann tust du das in den meisten fällen am flop immer noch.

beispiel: du: AK
gegner: A2

flop 58T

ihr habt beide nicht die 30% erwischt und den flop getroffen.
und trotzdem liegst du mit ca. 85% deutlich vorne.
also immer dran denken, dein gegner trifft genau so wenig den flop wie du und wenn du mit den besseren karten zum flop gehst, wirst du auch longterm gewinne einfahren..
wenn du preflop mit deinen guten händen nicht raist, lässt du eine menge value liegen und endest eventuell sogar am ende als loosing player
hoffe ich konnte dir ein wenig helfen


mfg hansey
 
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17-05-2009, 15:42
(#3)
Benutzerbild von gremat
Since: Mar 2009
Posts: 18
BronzeStar
ja thx.

Ist FL 0,02/0,04 Fullring.

Ist mir schon klar das alle mehr oder weniger gleich gute Karten bekommen, bleiben wir mal bei Deinem Beispiel:

Bei 58T auf dem Board und, sagen wir mal noch 5 Spieler in der Hand, hat sicher einer was getroffen.

Dann noch einen CBet machen?? Oder doch check/call, oder gleich check/fold??

Wobei ich zB 58K viel schlimmer finde, da hat nämlich dann oft jmd schon top 2 pair. Was dann??

Durch das aggressive raisen/cappen preflop wird man dann oft nur runtergecallt bis zum showdown und verliert dann.
 
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17-05-2009, 17:51
(#4)
Benutzerbild von Nallo
Since: Nov 2008
Posts: 180
BronzeStar
Zitat:
und auf den Micros sowieso immer bis zum showdown runtergecallt wird, welchen Sinn macht es dann PF zu raisen??
Der Sinn ist Chips in den Pot zu bekommen, wenn deine odds am showdown zu gewinnen besser sind, als die odds die du durch die calls der Gegner bekommst.
Beispiel: Die Blinds callen immer und drei Leute haben gelimp, du sitzt am Button. Du hast sagen wir mal AK und schätzt, daß deine Hand gegen diese Gegner nur jedes 5te mal gewinnt am showdown... Warum also raisen, wenn man doch so selten gewinnt?
Die odds am showdown zu gewinnen sind 1:4 (1 gewinn und 4 verluste), aber die odds die du auf deinen raise bekommst sind 1:5 (weil ja 5 Leute diesen raise callen).
in 4 Fällen velierst du eine zusätzliche smallbet, in einem Fall gewinnst du aber 5 smallbets, macht also im Durchschnitt (1*5-4*1)/5 bets. Und das ist größer als 0!
Das ist der Grund, warum man mit Premiumhänden wie AK (fast) immer raisen sollte. Allerdings muss man den Flop und Turn gut spielen ... Wenn man dort mehr verliert, als man am Flop gewonnen hat ... Dann muss homo pokerensis am Postflopspiel arbeiten!


Ich hab mal meine Holdemmannager datenbank durchgeschaut und etwa 60 Hände gefunden, in denen ich mit dir am Tisch saß im FL 0.02/0.04.
Abgesehen davon, daß du den SB viel zu loose completest (mit A8o (geht grad noch) aber auch mit 95o ) hab ich eine Hand gefunden, die auf deine Frage hier passt:

PokerStars Limit Hold'em, $0.04 BB (9 handed) - Poker-Stars Converter Tool from FlopTurnRiver.com

Preflop: Nallo is MP2 with ,
gremat is BB with
1 fold, UTG+1 calls, 4 folds, Button calls, 1 fold, BB raises, UTG+1 calls, Button calls

Flop: (6.5 SB) , , (3 players)
BB bets, UTG+1 calls, Button calls

Turn: (4.75 BB) (3 players)
BB checks, UTG+1 checks, Button checks

River: (4.75 BB) (3 players)
BB checks, UTG+1 checks, Button bets, BB calls, 1 fold

Total pot: $0.27 (6.75 BB) | Rake: $0.01

Hier hast du brav preflop geraised und eine contibet am Flop gemacht (mit gutshot, backdoorflush und overcard) aber am Turn verlässt dich der Mut. Die Frage ist, wovor du am Turn Angst hast, nachdem sich deine Hand vebessert hat und die Villains am Flop inaktiv waren.

Vor einem König oder einem Set? Die Hände hätten am Flop vermutlich geraised wegen dem Flushdraw.
Vor AQ, AT, JT ... die Hände sind angekommen, aber daß ist kein Grund, einen möglichen Flushdraw umsonst drawen zu lassen, ganz abgesehen von einigen schachen draws, die mit etwa 8:1 potodds am flop callen aber am Turn folden (wenn du denn bettest). Die bedanken sich hier über die freecard.
Ich denke, deine "Verlustmaximierung" hier liegt am deinem Turnplay und nicht an deinem Preflopraise.

Keine Ahnung, wie das sonst in deinen Händen läuft. Aber vielleicht musst du eher an deinem Postflopspiel arbeiten, bevor du dein Preflopspiel (das sich vermutlich an einem vernünftigen Chart orientiert) in Frage stellst.

Geändert von Nallo (17-05-2009 um 18:38 Uhr).
 
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17-05-2009, 21:56
(#5)
Gelöschter Benutzer
Da hast Du Dir echt Mühe gegeben, die Frage zu beantworten, klasse.

@OP: Wenn Du FLFR spielst (und auch sonst) würde ich Dir empfehlen, "the theory of poker" von David Sklansky in der englischen Originalausgabe zu lesen.
 
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18-05-2009, 21:48
(#6)
Gelöschter Benutzer
Er spielt aber definitiv FLFR.
Und unter Potcontrol versteht man eben auch, slow zu spielen, wenn man die Potsize klein halten will. Dein Beitrag ist also erstens ein Paradoxon und gehört zweitens nicht hier her.
 
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Question
18-05-2009, 22:23
(#7)
Benutzerbild von egni49
Since: Aug 2007
Posts: 2.320
Zitat:
Zitat von Lamengo Beitrag anzeigen
beim NL mmer Pottkontroliern und dein gegner unpassende Pod- Odds geben. Außerdem auch Flopp schützen, im KEINEN FALL Slowplay betreiben. Beim kleine Limit es ist Tötlich.
Du hast wohl Sinn und Inhalt von "Potcontrol" überhaupt nicht verstanden?
Das pure Gegenteil ist es doch! Du hältst den Pot klein mit kleinen bets, gibts damit natürlich den Gegnern Klasse Potodds. Oder du checkst, wohl wissend, dass der Gegner dadurch eine Freecard erhält. Die dir sogar u.U. schaden kann, klar!
Was meinst du mit "Flop schützen"? Meinst du "die Hand schützen"? Dann musst du setzen, evtl. auch etwas mehr. Das ist dann aber auch schon nicht mehr "Potcontrol"!


Wandel und Wechsel liebt, wer lebt:
das Spiel drum kann ich nicht sparen.

R. Wagner (Rheingold)
 
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18-05-2009, 23:09
(#8)
Gelöschter Benutzer
Naja, to control heißt so viel wie steuern. Das hat etwas aktives.
Paradoxer Weise reden viele Pokerspieler von Potcontrol, wenn sie passiv spielen, um den Pot klein zu halten.
Im Prinzip ist jede Aktion, die sich auf den Pot auswirkt oder auch nicht, Potcontrol, wenn man ihn nur absichtlich nicht verändert.
Mir ging es eher darum, daß sein Beitrag überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat. Du kannst Dir jeden beliebigen Thread im Strategieteil anschauen und wirst in jedem seiner Beiträge stets die selbe Aussage finden, ob sie jetzt paßt oder nicht.
So lange das nicht abgestellt wird, braucht auch nicht am IPP-System gearbeitet zu werden.

Edith sagt: Danke für die schnelle Reaktion.

Geändert von Gelöschter Benutzer (19-05-2009 um 18:00 Uhr).