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Wie spiele ich die Anfangs- und Mittephase bei Turbo-SNG?

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Wie spiele ich die Anfangs- und Mittephase bei Turbo-SNG? - 21-05-2009, 10:33
(#1)
Benutzerbild von Arnty
Since: Nov 2007
Posts: 706
Ich spiele in letzter Zeit ganz gerne die 1,10$ (45+90)und
2,20 (180) Turbo-SNG.

Allerdings weiss ich nicht so recht, wie ich die Anfangs- und Mittelphase spielen soll.
Spiele ich tight, wie man es in einem MTT machen würde und es kommen keine vernünftigen Hände, befinde ich mich schnell in der Push/Fold Phase.

Spiele ich aggressiver, passiert es mir immer wieder, dass ich sehr früh aus dem Turnier ausscheide.

Ich weiss, dass mein Problem in der richtigen Handauswahl liegt, da sie entweder zu eng (tight) oder zu weit (aggr.) ausgelegt ist.

Ich würde mich freuen, wenn mir einige von Euch einige Starthände nennen würden, die es wert sind in der jeweiligen Phase gespielt zu werden, bzw. welche Hände es eben nicht wert sind.
Mein Bubbleplay geht eigentlich ganz gut, da ich mir vorgenommen habe lieber unter die ersten drei als nur ITM zu kommen.
 
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21-05-2009, 14:16
(#2)
Benutzerbild von slumei
Since: Sep 2007
Posts: 1.388
anfangs recht tight und wenn die ante kommt sehr viel agressiver.
und probiere immer in position zu spielen.
AT utg ist zbsp fast immer ein fold.
 
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23-05-2009, 07:36
(#3)
Benutzerbild von Arnty
Since: Nov 2007
Posts: 706
Danke erstmal. AT UTG spiele ich eh nur, wenn mein M unter 5 fällt und ich quasi kaum noch Möglichkeiten habe.

Viel schwerer fallen mir auch vermeintlich gute Hände ab TT+ UTG oder MP. Wenn ich sie 3-4 bette, bekomme ich fast immer einen call und treffe regelmäßig auf A?. In MP geht es schon etwas besser.

Mittlerweile bin ich dann schon soweit, dass ich gegen ein Raise ablege, bzw. nach dem Flop gegen Overcards nur checke. Ich denke das das wahrscheinlich zu tight ist und ich auf Dauer damit mehr verliere als gewinne?
 
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24-05-2009, 13:11
(#4)
Benutzerbild von Hunter700627
Since: Feb 2009
Posts: 63
tight is right. bringt am Anfang eh wenig, wenn du ein paar chips dazubekommst. Interessant wird es erst, wenn du dich in der mittleren Phase aufdoppeln kannst. Dann hast du den Ruf, sehr tight zu sein und gleichzeitig sehen die spieler, dass du nur gute Hände spielst. Also mein Rat, spiele Premiumhände, auch in der mittleren Phase. Wenn du dann mal deinen Ruf weg hast, kannst du schön Blinds und Antes klauen, auch mit mäßigen Karten. Suited Connectors 56 aufwärts alle suited Asse. Offensichtliche Blindsteals auch mit Resteals beantworten. Musst halt schauen, dass dein Gegner nicht short ist, er muss also wegschmeißen können. Irgendwann glauben sie dir dann natürlich nicht mehr, aber ab und an bekommst du ja auch ein gutes Blatt. Und schon bist du in der Schlussphase, da kennst du dich ja aus.

Wobei ich sagen muss, mit den 1,10 und 2,20 Turnieren hab ich eher weniger Erfahrung. Denke mal nicht dass sie schwieriger zu spielen sind als die 12er. Allerdings bin ich auch noch weit davon entfernt, gut zu spielen. Wenn ich mal 10.000 Turniere gespielt habe, werd ich mal die Statistik sprechen lassen, eher sind die Zahlen eher irrelevant.

Noch etwas, bei Turbos gehört generell mehr Glück dazu als bei den anderen Turnierformen.
 
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24-05-2009, 13:23
(#5)
Benutzerbild von venomed fire
Since: Jul 2008
Posts: 472
BronzeStar
Ich spiele in der Anfangsphase relativ tight. Ich raise wenig Hände aus frühen Positionen und wenn dann auch nur 4BB+ (ist eigentlich noch zu wenig hab ich das Gefühl inzwischen). Am BU oder CO kannst du vor allem in multiway pots viele Hände limpen. Vor allem kleine/mittlere pockets und Ax s lassen sich postflop unglaublich gut spielen. Auch any two cards T+ lassen sich in Position sehr gut spielen, sofern du triffst oder einen bluff spielst, der von seiner line her auch auf eine gute made hand schließen lässt. Du solltest grundsätzlich in der frühen phase mehr limpen in late positions als raisen in any positions. Wenn du nämlich in der frühen Phase mehr Hände limpst, werden viele denken, dass du preflop sehr passiv agierst. Dadurch hast du später auch mehr fold equity preflop.
In der mittleren Phase musst du eben etwas looser pushen als in normalen MTTs und relativ tight callen. Das kann manchmal genau falsch sein (hab gestern 3 mal hintereinander in AA/KK gepusht), aber insgesamt ist das am besten. Man muss eben etwas riskieren. Wenn du es dann an den ft schaffst, spielst du zu Beginn (natürlich je nach stack) tighter und wirst dann immer looser.
 
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24-05-2009, 13:37
(#6)
Benutzerbild von Jimknopf17
Since: Aug 2008
Posts: 64
SilverStar
also ich würde dir empfehlen erst mal nur die 45 Sit and Goes zu spielen... bei den 1 Dollar Tunieren gehen die ja relativ schnell voll... und dann spiel 10 gleichzeitig... ist einfach besser... bei den 180 Sit and Goes bekommst du wahrscheinlich durch die großen Preissprünge und das relativ seltene FT play probleme... also du wirst zu tight am FT... bei den 45 kannst du immer Frei aufspielen geht mir jedenfalls so...

Naja und in der Anfangsphase und Mittlerphase folde ich fast alles manchmal call ich auf Set value mit kleinen Paaren aber das ist schon alles... Mit AK AA KK QQ geht preflop immer das ganze geld rein... naja und wenn die Blinds steigen bist du automatisch push or Fold... aber das ist nicht so schlimm... grade bei dir wenn du auf einem Flop angst hast wenn ein A daliegt... also einfach hände pushen... wenn viele reinlimpen kannst du auch sehr leicht rein push... ich mach das mit A7 und besser... oft wirst du dann drotzdem von einem gecallt... und erlebst eigentlich immer eine überraschung weil er any 2 hält jedenfalls auf dem limit... du bist sehr oft vorne... und wenn nicht ein A kommt bestimmt...

ist jetzt sicher alles sehr allgemein... aber warte lieber bis zur push or Fold phase und stell dann dein Geld rein und hoffe auf eine aufdopplung... wenn du gut bist gelingt dir das ja zu 60% oder mehr...

aber bin jetzt auch nicht so der pro
Field Size Prizes Profit ROI ABI AFS R/A ITM ITM MTT Avg. Finish %
19-45 $1,971 $352 22% $2.18 45 0% 146/743 20% 4/14/47/24/12
aber aufjedenfall ein winnig player...

bis zu den 6 Dollar Tunieren musst du dir eigentlich keine gedanken machen...

Geändert von Jimknopf17 (24-05-2009 um 13:41 Uhr).
 
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06-06-2009, 15:20
(#7)
Benutzerbild von Arnty
Since: Nov 2007
Posts: 706
Danke erstmal für die vielen Antworten. Eigentlich fühle ich mich jetzt in meinem Spiel bestätigt, d.h. ein bißchen aggressiver in der mittleren Phase und dann ist man ja eigentlich schon fast ITM bzw. am FT.

Die Anfangsphase werde ich also weiterhin absolut tight spielen und dann ab der mittleren Phase mein Image dazu verwenden auch mal die Blinds aus Position zu stealen. Dann hoffen das hier und dort mal ne gute Hand dazwischen ist und nach Möglichkeit ausbezahlen lassen.

Habe in der Zwischenzeit noch ein paar SNG gespielt und habe auch die Erfahrung gemacht, dass viele mit any two cards gambeln. Warum auch nicht, bei eins gegen eins hast Du ja eine Coinflipsituation.
 
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08-06-2009, 13:28
(#8)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
Zitat:
Zitat von Hunter700627 Beitrag anzeigen
tight is right. bringt am Anfang eh wenig, wenn du ein paar chips dazubekommst. Interessant wird es erst, wenn du dich in der mittleren Phase aufdoppeln kannst. Dann hast du den Ruf, sehr tight zu sein und gleichzeitig sehen die spieler, dass du nur gute Hände spielst. Also mein Rat, spiele Premiumhände, auch in der mittleren Phase. Wenn du dann mal deinen Ruf weg hast, kannst du schön Blinds und Antes klauen........
Noch etwas, bei Turbos gehört generell mehr Glück dazu als bei den anderen Turnierformen.
es gehört vor allem mehr aggression dazu, um bei turbo turnieren bestehen zu können.....

tight ist meiner meinung bei schnellen turnieren NICHT right.....die blinds steigen zu schnell und zu stark..bzw. kommen noch die antes ins spiel.

das image/den ruf....das kann man bei solchen turbo turnieren vergessen.....vor allem nicht bei diesem limit...da achten die spieler weniger aufeinander und vor allem nicht so intensiv wie bei turnieren mit langsamer struktur.

ausserdem wird man zu schnell umgesetzt. image aufbauen...für wen??...pustekuchen....

das wissen, anfangs tight zu spielen um später stehlen zu können......mittlerweile viel zu mainstream geworden.....


die anfangsstacks sind in der regel bei solchen formaten viel zu klein....möchte man also die optionen, die poker einem bietet, voll nutzen, muss man sich schnell einen grösseren stack erarbeiten...und bereit sein, ein stark erhöhtes, aber dennoch kalkuliertes risiko einzugehen.

die blinds und die stacks der aggressiven spieler steigen zu schnell an..da darf man den anschluss nicht verpassen.

am besten ist es, sich nur auf EINEN!! tisch zu konzentrieren und dorten aufmerksam verfolgen, was passiert.

schwache/zu tighte spieler ausmachen, und von ihnen stehlen..auch in den frühen phasen....wichtig ist, dass man alles dafür tut, dass der stack anwächst...die kosten während eines solchen turniers steigen zu schnell und drastisch.

positionsspiel ist da, wie jemand anders schon erwähnt hat, enorm wichtig.
oder auch mal long ball OOP..wenn man gegen jemanden z.b. im heads-up spielt, der das positionsspiel verstanden hat und ausnutzt....da sollte man OOP nicht das ruder aus der hand geben...und mehr riskieren.

versuchen, die führung zu erlangen und diese zu behalten....dann brauch man später auch keine sorge vor losen calls oder "coolern" zu haben...und das primäre ziel ist eh, ALLE chips am ende zu haben...

das ist schwierig..sollte aber immer das ziel sein....finde ich.


furzgurk
 
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09-06-2009, 01:00
(#9)
Benutzerbild von ChrisZ-777
Since: Jan 2009
Posts: 601
BronzeStar
Zitat:
Zitat von Furzgurk Beitrag anzeigen
es gehört vor allem mehr aggression dazu, um bei turbo turnieren bestehen zu können.....

tight ist meiner meinung bei schnellen turnieren NICHT right.....die blinds steigen zu schnell und zu stark..bzw. kommen noch die antes ins spiel.

das image/den ruf....das kann man bei solchen turbo turnieren vergessen.....vor allem nicht bei diesem limit...da achten die spieler weniger aufeinander und vor allem nicht so intensiv wie bei turnieren mit langsamer struktur.

ausserdem wird man zu schnell umgesetzt. image aufbauen...für wen??...pustekuchen....

das wissen, anfangs tight zu spielen um später stehlen zu können......mittlerweile viel zu mainstream geworden.....


die anfangsstacks sind in der regel bei solchen formaten viel zu klein....möchte man also die optionen, die poker einem bietet, voll nutzen, muss man sich schnell einen grösseren stack erarbeiten...und bereit sein, ein stark erhöhtes, aber dennoch kalkuliertes risiko einzugehen.

die blinds und die stacks der aggressiven spieler steigen zu schnell an..da darf man den anschluss nicht verpassen.

am besten ist es, sich nur auf EINEN!! tisch zu konzentrieren und dorten aufmerksam verfolgen, was passiert.

schwache/zu tighte spieler ausmachen, und von ihnen stehlen..auch in den frühen phasen....wichtig ist, dass man alles dafür tut, dass der stack anwächst...die kosten während eines solchen turniers steigen zu schnell und drastisch.

positionsspiel ist da, wie jemand anders schon erwähnt hat, enorm wichtig.
oder auch mal long ball OOP..wenn man gegen jemanden z.b. im heads-up spielt, der das positionsspiel verstanden hat und ausnutzt....da sollte man OOP nicht das ruder aus der hand geben...und mehr riskieren.

versuchen, die führung zu erlangen und diese zu behalten....dann brauch man später auch keine sorge vor losen calls oder "coolern" zu haben...und das primäre ziel ist eh, ALLE chips am ende zu haben...

das ist schwierig..sollte aber immer das ziel sein....finde ich.


furzgurk
Aggression ist leider kein Gegensatz zum tight spielen. Ich kann man meine Starthandauswahl reduzieren und trotzdem meine guten Hände aggressiv spielen. Ich denke einfach, dass man gerade am Anfang eines Turbo Turniers von 1$ tight aggieren sollte, und probieren profitablere spots zu suchen gegen die ganzen donkeys. Und einen wirklich stack kann man sich in den 10-15 Min auch nicht aufbauen. Ich mein so eine LAG Strategie würde ich eher in einem Deepstack Turnier verwenden mit langen Levels. Dort kann man sich auf jeden Fall einen schönen Stack aufbauen.
Des Weiteren finde ich grade die Push or Fold Phase in diesen Turbo Turnieren am profitabelsten, weil ich dort die meisten Leaks meiner Gegner sehe (zu feige, zu loose, usw)

Jedoch!

Ich muss dir auf jeden fall bei einer Sache zustimmen. Dieses mit dem "tighten Image" aufbauen ist kompletter Bullsh*t imo
Absolut overrated!
 
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09-06-2009, 11:39
(#10)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
Zitat:
Zitat von ChrisZ-777 Beitrag anzeigen
Aggression ist leider kein Gegensatz zum tight spielen. Ich kann man meine Starthandauswahl reduzieren und trotzdem meine guten Hände aggressiv spielen. Ich denke einfach, dass man gerade am Anfang eines Turbo Turniers von 1$ tight aggieren sollte, und probieren profitablere spots zu suchen gegen die ganzen donkeys.
ich meine mit erhöhter aggression nicht nur die starken hände in der anfangsphase zu overbetten, sondern auch die starthandauswahl zu erweitern und spots zu suchen.

selbst bei solchen low-buy ins ist es möglich..wenn auch nicht so leicht wie bei tourneys mit hohem buy in.

wenn ich mich in turbo turnieren jegilcher art zu sehr auf die starthandauswahl beschränke, endet dies mehr in einem glückspiel als konzentriert die spots auszumachen, in denen schwäche erkennbar ist.

auf karten, die kommen, kann man sich nunmal nicht verlassen...und man hat wenig zeit in turboturnieren, um auf gute karten zu warten.

und selbst wenn dann endlich gute karten kommen, heisst es noch lange nicht, dass man dann auch die nötige action bekommt, um seine stagnation bzw. verluste des eigenen stacks durch das ewige folden der schwachen hände auzugleichen...zumal die blinds weiter ihr am stack knabbern....

und wenn die push/fold phase kommt, hat nunmal derjenige den grössten vorteil, der den grössten stack hat.

er kann dann selektiver mit seinen starthänden vorgehen, wenn andere es aufgrund ihres kleinern stacks nicht mehr können.

und der stack ist grosse genug, um den zahlreichen all ins der shorties aus dem weg zu gehen, wenn es die situation erfordert.

und er kann es sich leisten, einen oder zwei SD zu verlieren...die anderen nicht...auch hier ist wieder für die mid und short stacks ein erhöhter glücksfaktor von nöten, dass die eigene hand hält.

u.a. deswegen bin ich davon überzeugt, dass es wichtig ist durch aggressives, etwas losseres spiel zu versuchen, einen grossen stack aufzubauen.

TAG reicht da meiner meinung nicht aus......da muss man schon grosses karten glück haben.

aber das ist alles natürlich persönliche ansichtssache...keineswegs in stein gemeisselt....mir jedenfalls macht es wesentlich mehr spass, auch wenn ich öfter früh buste als ein TAG.


ein gutes blatt....

furzgurk
 



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