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Der agressive Stil.

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Der agressive Stil. - 20-06-2009, 21:56
(#1)
Benutzerbild von Lamengo
Since: May 2008
Posts: 369
Hallo, Intelli.
Ich habe eine Frage zum Holdem No Limit, Sit & Goo 6-9 Spieler. Einzeltisch. 3-6$ Limit.
Seit einige Zeit habe ich nur konservative Spielstill gespielt. Mit Mittel-Erfolg.
Ganz einfach:
Early Position nur mit Gute Karten gespielt (Erhöht). Middle AD. AJ kommen dazu. In Late noch ein bisschen mehr wie DJ,KD,KJ. Also ganz banal und leicht lesbar. Genau das war mein Problem. Man trifft ein Paar und alle gehen raus, in allen anderen Fällen sitze ich ohne Spiel.
Dann habe ich eine Pokerliteratur gelesen und versuche seit einige Zeit eine aggressive Spiel spielen. Wie:- alle Paare, Face Card, As mit beliebiger andere Karte, Suitet Connectors bis 4,5s.
Also spiele viel mehr Hände. Natürlich Position habe ich nicht vergessen, Pod-Odds Rechnung und andere Theoretische Grundschteine. Versuche Potts stellen und mich ist schwere zu lesen, leider erwische ich viel mehr ein Hammer, der mich tot schlägt. Wenn ich natürlich treffe, oder mich verbessere, dann gewinne ich meistens große Potts, das ist eine Gute Nachricht, leider verliere ich auch nicht wenig. Und nach einige Zeit habe ich meine Statistik gemacht- und es ist traurig.
Große Schwankungen. Umsatz ist großer geworden, aber mein Stack kleiner.
Also was empfehlen sie mir? Was für Bücher soll ich zum Thema aggressive Spiel lesen? es ist natürlich interessant und atraktiv spielen.

Geändert von Lamengo (21-06-2009 um 17:18 Uhr).
 
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21-06-2009, 23:09
(#2)
Benutzerbild von Dahl Lambert
Since: Jul 2008
Posts: 88
In welchen Phasen spielst du so? Wenn du direkt so einsteigst, spielst du viel zu viele Hände - und zwar schon mit deiner konservativen Spielweise. Am Anfang bringen dir gewonnene Chips einfach nicht so viel. Spiel da lieber extrem konservativ und nur Premiumhände, mit denen du meistens gewinnst. Wenn die Gegner das merken und du nur die Blinds gewinnst, optimal! Denn so wirst du einerseits nicht ausgesuckt und weißt daneben, dass du dir ein schönes Image aufgebaut hast. Das kannst du dann für die spätere Phase nutzen, um dort sehr aggressiv Blinds zu klauen.

Für diese Spielweise empfehle ich dir den Moshman, der das sehr schön auf den Punkt bringt.
 
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22-06-2009, 10:24
(#3)
Benutzerbild von Lerouxe
Since: May 2009
Posts: 78
BronzeStar
Ich würde zu Beginn eher tight spielen und wirklich nur mit sehr guten Händen starten.
Sobald es sich von den Blinds her lohnt auch mal zu stealen (bei mir so ab BB = 150) kann man auch mal etwas looser zu Werke gehen.
Wenn ein Pot sehr klein ist, calle ich z.B. auch mal auf dem Flop eine Minibet obwohl ich weiß, dass ich hinten bin (natürlich nur wenn es mir nicht weh tut). So sehen die Gegner, dass ich auch mal mit "Mist" spiele und in der nächsten Hand bekomme ich dann die Auszahlung dafür.

Wenn man von Beginn an sehr aggressiv spielt, muss man halt erkennen können wann man hinten liegt und dann den Verlust so klein wie möglich halten. Hier hab ich persönlich noch so meine Probleme (v.a. mit der Potcontroll), so dass ich fast nur mit guten Starthänden wirklich Druck mache.
 
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24-06-2009, 23:34
(#4)
Benutzerbild von RaisyDaisyyy
Since: Jun 2009
Posts: 12
BronzeStar
du solltest anfangs tight spielen um nicht mit marginalen händen chips verlieren! je weiter das spiel in richtung money geht, kannst du und musst du looser werden und auch die blinds attackieren. vorallem wenn die ante dazukommt lohnt es sich oft in späteren positionen zu raisen und somit die blinds zu kassieren. am besten wenn du am button oder butoff sitzt, weil wenn du im SB bist und der BB dich callt, dann hast du keine position und kannst deinen gegner nur schwer auf eine hand setzten.
zu den händen:
in den ersten 1-3 levels spiele ich eigentlich nur hohe paare und AK AQ. wenn man natürlich einen guten read auf einen gegner hat bzw dieser fast jede hand spielt, geh ich manchmal auch mit kleineren paaren mit und hoffe auf ein set.
in einem ungeraisten pot kannst du in später position auch sehr gut Ax suited oder suited connectors spielen und hoffen einen schönen draw zu treffen, jedoch solltest du bei großem widerstand lieber auf ne bessere situation warten.
Ax offsuit würde ich nie spielen weil deine gegner meist den besseren kicker haben werden und du somit zwar ein asspärchen hast aber trotzdem meilenweit hintenliegst! das gleiche gilt für bildkarten.
hoffe das hilft dir bissle

Zitat:
Wenn man von Beginn an sehr aggressiv spielt, muss man halt erkennen können wann man hinten liegt und dann den Verlust so klein wie möglich halten. Hier hab ich persönlich noch so meine Probleme (v.a. mit der Potcontroll), so dass ich fast nur mit guten Starthänden wirklich Druck mache.
jo das ist auch mein problem, wenn ich den flop nicht treffe und nur overcards halte, dann ist bei mir oft der wind draußen und ich übergebe meinem gegner die potcontroll. ich spiele die mikro SnG's aber nochnicht lange. was soll ich da tun, wenn ich mit AQ erhöhe, gecallt werde und dann meine continuation bet auch gecallt wird... dann geh ich aufm turn meist vom gas und passe(wenn mir der turn aunix bringt versteht sich)
 
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10-07-2009, 12:01
(#5)
Benutzerbild von heipiw
Since: Feb 2008
Posts: 64
Bei SnG´s und Turnieren immer langsam und nach den Regeln (= sehr tight) beginnen. Mit der Zeit dann immer looser werden (hängt natürlich von reads, Postiton, etc. ab). Das am Anfang aufgebaute TAG-Image kann man dann voll ausnutzen und grössere Pots bzw. höhere Blinds abräumen.
 
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10-07-2009, 14:30
(#6)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Der loose-aggressive Stil erfordert sehr viel Erfahrung und sehr sehr gutes Post-Flop-Können!!! Denn: Der LAG muss viele kleine Pötte stehen können, wenn seine Hand nicht, oder nur marginal trifft. Dies erfordert eine sehr gute Einschätzung von Villains.

Mit A-x (x < T) stehst Du ziemlich doof da, wenn der TAG deinen Raise callt und auf dem Flop das Ass kommt.

Suited connectors treffen in den meisten Fällen nicht oder nur sehr marginal! Du musst also die dafür investierten Chips irgendwie wieder "zurückholen" (langfristig!): Also entweder gewinnst Du mit denen einen riesengrossen Topf wenn sie hart treffen (das bedingt aber gute Implied-Potodds, was Du bei sehr guten Spielern nicht mehr hast) oder Du spielst Deinen Gegner post-flop sehr geschickt aus.

Das ist nicht so einfach!

Deshalb ist der LAG-Stil viel riskanter und mit grösseren Swings in der BR oder im Chipstack verbunden.

Um als TAG nicht (gut) gelesen zu werden, reicht eine Misch-Strategie völlig aus. x % tight, y % loose.
 
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Schön und gut! - 18-07-2009, 00:49
(#7)
Benutzerbild von Fingerprint2
Since: Dec 2008
Posts: 93
Was ich so grob gelesen habe ist ans ich garnicht so schlecht.
Aber A mit beliebieger Beikarte?

Ich würde empfehlen SuperSystemDeluxe zu lesen und wirklich zu lernen was da drin steht. Den Stil den du als aggresiv verstehst würde ich nur für ShorthandedGames verwenden.
 



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