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Woran liegts?!? Was läuft falsch in der letzten Phase?

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Woran liegts?!? Was läuft falsch in der letzten Phase? - 08-07-2009, 22:12
(#1)
Benutzerbild von TMAker-SDL
Since: Jan 2009
Posts: 10
BronzeStar
Hey Jungs und Mädels,

ich habe ne Sache die mich schon fast meine ganze "Pokerkarriere" beschäftigt.
Ich habe das Problem das ich in vielen oder den meisten Turnieren in der letzten Phase und Bubblephase immer sehr short bin. Ich komme in den meisten, beinahe in allen Turnieren die ich spiele sehr weit. Also ich sag jetzt mal immer unter die besten 15-20%. Dann jedoch in der Bubblephase bekomme ich jedesmal Probleme weil ja alle auf versuchen sich die Blinds wegzuklauen. Ich meine ich weiß welche Spieler ich den Blind und dann auch Antes entlocken kann. Jedoch verliere ich gerade in dieser Phase jeden entscheiden Coinflip. Es ist jedesmal das gleiche. In der Startphase bin ich meist derjenige der Coinflips gewinnt aber gerade zum Schluss, diese Aufdopllung die fehlt um sicher itm zu gehen wird jedesmal verloren...

Ich muss unbedingt wissen und lernen wie ich auf diese Coinflips in dieser Phase verzichten kann also dort genug Chips zu haben um nich jeden Coinflip in anspruch nehmen zu müssen?

Gerade wieder im IP_community_battle. Ich habe 77 bin im Cutoff und reraise all-in von ein Spieler der die letzten 4 Runden zuvor auch raiste. Bekomme ein call gegen AJ. Flop A River Jack. ...Seat 16 open 7 Plätze am FT und itm vorbeigeschrammt wieder.
So gehts mir hier so häufig weil ich halt diese Situationen mit 77 z.B. für ein All-In nutzen muss weil mir sonst die Chips fehlen um weiter mit nem All-In wenigstens ein wenig druck machen zu können.

Ich meine ich spiele auf Stars nur nebenbei bin hauptsächlich auf FT. Aber gerade hier fällt mir das jedesmal sehr deutlich auf in den MTT's.

Habt Ihr eine Ahnung wie ich wann spielen muss um mit ordentlich Chips in diese Phase gehen zu können. Oder gibts nen anderen Tipp? Ich finde nähmlich das man in den kleinen Blinds nicht unnötig viel ridkieren sollte, aber genau da denke ich liegt der Fehler, oder?

Gruß Philipp
 
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09-07-2009, 16:22
(#2)
Benutzerbild von Serra xy
Since: Jan 2009
Posts: 35
SilverStar
Tja du solltest vieleicht mal die stop and go strategie
auspropieren. die hilft jedenfalls bei mir.
gegen Big stacks ist das nicht zu emfehlen,
nur vieleicht in eingen Situationen.
Stop and go heist das du mit zb 10-15bb oder anders gesagt
mit einen M von unter 5 einen raise macht oder einen raise callst um dann auf dem flop all in zu spielen.
Unabhägig davon was der flop zeigt.
So hast du in den meisten fällen noch fold equity mit deinen Pocket Pairs.Du kannst das auch mit A-K oder andern Broadway
Konstelationen machen.
ich hoff das hift dir.
 
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09-07-2009, 16:43
(#3)
Benutzerbild von TheKillerAD
Since: May 2008
Posts: 2.690
Also, wenn Du regelmäßig in die Top20% kommst und auf der Bubble sehr oft short bist, ist das ein sicheres Indiz, dass Du in der mittleren Phase zu vorsichtig spielst.

Wie das genau aussieht kann man schlecht sagen; vieleicht solltest Du aggressiver spielen, looser, positionsbewusster, und darauf achten, dass Du keinen Value verschenkst - da musst Du Dein Spiel mal analysieren und mal ein paar "zweifelhafte" Hände posten.

Generell wird es besser sein, früher mehr zu riskieren; dann kommt man zwar nicht mehr so oft an die Bubble, dafür aber wesentlich weiter darüber hinaus - besonders weil man auf der Bubble dann den nötigen Druck forcieren kann.



IP Community Battle - Neu: Sonntags "Players Choice"
Die Karten sind nur dazu da, damit die schwachen Spieler denken, sie hätten eine Chance!

Geändert von TheKillerAD (09-07-2009 um 16:46 Uhr).
 
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09-07-2009, 18:21
(#4)
Benutzerbild von TMAker-SDL
Since: Jan 2009
Posts: 10
BronzeStar
Aha, ja das ist interessant. Mir hat das auch schonmal irgendjemand gesagt das ich meine meist dominierende Position in der mittleren Phase nicht genug nutze sprich nicht agressiv genug spiele.

Aber ich denke das wenn ich noch agresssiver spieler als jetzt in der mittleren Phase, dass mich die Gegenspieler dann als loose einstufen und ich dann lange nicht mehr so gut bluffen kann als jetzt mit nem TAG-Image in der Phase. Und ich bluffe wirklich gerne

Aber interessante Sache KillerAD.
Danke an Euch.

Gruß Philipp
 
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10-07-2009, 11:15
(#5)
Benutzerbild von Furzgurk
Since: Apr 2008
Posts: 490
tja..da ist wieder mal das problem, was zuviele haben, weil sie eben im "survival-modus" spielen....das rächt sich dann später bitter.

auf überleben spielen, nur um dann in einer einzigen hand broke zu gehen.....das ist wenig lukrativ auf die dauer.

aber die meisten spieler können nicht anders...sie wissen um die problematik...können aber den überlebensdrang nicht abstellen, welcher sie automatisch weak werden lässt.

ab dem startschuss eins jeglichen turniers lohnt es sich, chips anzuhäufen, um später einen vorteil draus zu ziehen..gerade auch in den frühen phasen....das risiko lohnt sich und diese spielweise erfordert hohe konzentration und beeinhaltet natürlich auch rückschläge....aber der lerneffekt ist immens.

SNGs/MTTs sind nichts anders als wettrennen um ALLE chips, und so sollten diese auch gespielt werden....


"raubritter" gewinnen hier auf dauer.....da muss man sich einen vorsprung erarbeiten...einen vorsprung vor den blinds und vor anderen gegnern...nur so sind cooler und bad beats zu überstehen, ohne zu gleich zu busten.

das stop and go ist auch ein probates mittel, wenn man z.b. der späten phase ein starkes pocket pair im BB hält und geraist wird.

reraist man all in, kann es durchaus sein, dass man z.b von AK gecallt wird und man hat den berühmten coin flip....aber leider gibt man dem gegner 5 karten zur möglichkeit sich zu verbessern und man ist evtl. am turn oder river geschlagen....dann geht das bad beat geheule wieder los.

callt man nur und geht dann erst all in..besteht eine chance, dass der gegner foldet, weil er nicht getroffen hat und somit hat er sich selbst dann nur 3 free cards gewährt.

wenn du gerne bluffst und selbst nicht so gerne geblufft wirst :-))...erarbeite dir einen bigstack...dann geht alles viel leichter.

den bigstack muss man sich von anfang an erarbeiten..oft sehr mühsam....sehr volatil....aber das sollte man halt tun...und das schön verteilt über die phasen....selektiv vorgehen und versuchen profitable situationen zu erkennen und auszunutzen.

vor allem kein multitabling...man muss ich auf den tisch voll konzentrieren und beobachten was so läuft...vor allem auch in den momenten, in denen man selbst nicht in der hand ist. fast jede hand ist voll von informationen....und wer mehr infos hat, hat einen vorteil.

sammle chips und gebrauche sie....


furzgurk

Geändert von Furzgurk (10-07-2009 um 11:16 Uhr). Grund: verschrieben
 
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10-07-2009, 14:46
(#6)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
- spiel mal (in Position) bei Gelegenheit eine spekulative Hand! Natürlich vorausgesetzt, dein M-Wert ist okay!

- In der mittleren Phase: Spiel Deine guten Hände aggressiver! Push doch mal all-in!

- Versuche zu stealen/restealen. Squeeze-playe mal, wenn es sich ergibt!

- Bluff mal wieder, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt: Tue bei einer Scare-card so, als hätte sie Dir geholfen, beachte dabei, dass sie zu Dir und Deinem Image passt.

- Spiel Deine starken draws aggressiv, wenn Du mit höchstens 2 Spielern im Pot bist.

Das soll nicht immer gelten, einfach so in guten Spots...bei guter Gelegenheit....suche diese!!!
 
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10-07-2009, 15:00
(#7)
Benutzerbild von faltpferd
Since: Dec 2008
Posts: 59
Das sind schon mal ziemlich gute Tipps. Ich habe das gleiche Problem. Ich komme auch mit der tighten Spielweise relativ weit im Turnier voran, muss dann oft in wichtigen Phasen so einen Coinflip schlucken. Manchmal trifft man ihn, und manchmal nicht. Im den letzten Monate vergurke ich aufgrund eines gruseligen Downswings die Allerwichtigsten, und gewinnne oft die nicht so wichtigen. Man könnte heulen warum einen das Pech verfolgt, oder irgendwelche "Rigged-Verschwörungstheorien" von sich geben. Das ist aber purer Bullshit. Im Prinzip bestraft einen das Pech für die Fehler in der mittleren Phase, weil man einfach falsch gespielt hat. Immer wieder auf bessere Gelegenheiten warten hilft einem nicht weiter. Dieser von Furzgurk angesprochene "Survival Modus" und irgendwie in die Geldränge mogeln bringt ja nichts.
 
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10-07-2009, 17:27
(#8)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Hey jetzt mal Halt!!! Niemanden bestraft "das Pech": es ist reine Mathematik!!! Nicht mehr, nicht weniger. Nur Statistik und statistisch unwahrscheinliche, aber mögliche Fälle.

Hab in letzter Zeit auch viel mit KK, QQ, AA gegen ne Schrotthand verloren (weil soooo schööön suiiited!!!) oder mit AQ gegen KQ verloren.

P (AQ vs KQ) = 70% : 30%

Tja, da sind die 30%.

Statistik.

Und sich ins Geld mogeln bringts überhaupt nicht! Wenn schon, denn schon, oder?

Klar gibts auch viele Turniere, wo man ins Geld kommt und man dann dort mit einer guten Hand rausfliegt. Was solls.

Wie baut man sich also einen grossen Stack auf?

Was ich bei Big-Stacks gesehen habe:

- mit guten Händen
- mit "auch mal ein Risko eingehen"
- mit stehlen / bluffen /restealen hält man den Stack, bis was Gutes kommt

ABER: Nicht vergessen!!! Es ist auf jeden Fall der Faktor Glück drin!!! Glück spielt eine wesentliche Rolle, wenn wir mal nur ein Turnier betrachten.

Und: Du kannst nicht mehr machen als Deine Chips als statistischer Favorit in die Mitte donnern und möglichst gut spielen, also Villain möglichst gut einschätzen, gut einschätzen, wo Du mit Deiner Hand stehst.....usw.

Der Rest ist Glück/Pech. (Kurzfristig angeguckt)
 
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10-07-2009, 18:00
(#9)
Benutzerbild von faltpferd
Since: Dec 2008
Posts: 59
Zitat:
Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
Hey jetzt mal Halt!!! Niemanden bestraft "das Pech": es ist reine Mathematik!!! Nicht mehr, nicht weniger. Nur Statistik und statistisch unwahrscheinliche, aber mögliche Fälle.
Das ist schon klar. Das war nur "symbolisch" gemeint. Ich formuliere es mal anders: Ich habe oft in der mittleren Phase gute Gelegenheiten verpasst bzw. weniger riskant gespielt und dadurch einiges an Chips liegen lassen. Und wenn ich dann mit meinen letzten Chips in später Phase kurz vor der Bubble 8 oder 9 von 10 Flips verliere (oder gar alle), dann kann ich nicht nur mit Pech als Argument ankommen. Natürlich ist das auch Pech, aber kein Grund fürs Ausscheiden. Der eigentliche Grund dafür liegt woanders.
 
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10-07-2009, 18:13
(#10)
Benutzerbild von Eurynnia
Since: Jul 2008
Posts: 1.431
Jein. Mir passieren solche Sachen auch noch oft und ich arbeite immer noch dran, eben genau diese Gelegenheiten nicht zu verpassen.

Es gibt Hände, mit denen darfst Du mit gutem Gewissen etwas riskieren und wenn Du rausfliegst, tja....dann fliegst Du eben raus! Dann fielen die Boardkarten eben nicht für Dich, sondern für Villain (so in dem Sinne).

Warst Du pre-flop statistisch der Favorit? Ja? Dann mach Dir kein Gewissen!

Bist Du in ein Monster gelaufen, aber der push war bei Deinem Stack, deiner Position und Deiner Hand absolut korrekt? Was solls! Pech, wenn in den Blinds noch das Monster wartet! Kein Thema, also!

Bist Du aber post-flop ins Monster gelaufen und hast die Chips gesetzt, als Villain das Monster dort bekam? - Misplayed! Dann ist es ein Fehler! Lernst draus und machst es das nächste Mal besser. Wir sind ja schliesslich keine Profis und auch die machen Fehler!

Der allergrösste Fehler ist allerdings, sich von den Blinds auffressen zu lassen.

Und fliegst Du mit dem Flip halt raus, dann fliegst eben! Das ist Turnierpoker!

Bekommst Du sehr lange Zeit keine spielbare Hand, versuchst aber wenigstens gute Spots zu finden? Okay! Pech! Im nächsten Turnier hast Du vielleicht mehr Glück.

Man kann keine Turniere gewinnen, ohne wenigstens ab und zu mal eine gute, spielbare Hand zu bekommen oder zu floppen.
 



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