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Continuation Bet - 19-12-2007, 14:01
(#1)
Benutzerbild von Reiner878
Since: Dec 2007
Posts: 163
Ich würde hier gern einmal die continuation bet diskutieren. also angenommen ich habe preflop geraist, logo. wann genau ist ein continuation bet sinnvoll ab wievielen spielern hinter sich, die den preflop-raise mitgegangen sind, macht der bet keinen sinn mehr. in anbetracht der tatsache, dass um so mehr in der hand sind auch die wahrscheinlichkeit öher ist, dass jemand was getroffen hat. außerdem ist sicher auch interessant wieviele vor mir in der hand involviert sind.

selbstverständlich rede ich hier von der situation, dass ich nichts getroffen hab. (was ja glaub die difinition der continuation bet ist)
 
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19-12-2007, 19:49
(#2)
Benutzerbild von LX66
Since: Oct 2007
Posts: 88
Ich würde continuation Bets nur spielen, wenn ich max noch 2 Spieler gegen mich habe.
Wichtig sind Reads auf die jeweiligen Gegener, es bringt zb wenig gegen loose Spieler Contis zu machen, während es bei tighten Gegner eher wichtig ist Contis zu spielen.
Wichtig ist auch die Flopstruktur, sind zb bsp Draws vorhanden, oder ist der Flop eigentlich harmlos und hat eher niemandem geholfen.

Ich denke man muss für jede Situation neu überdenken.
Bei Situation wie AK UTG raise und nach einem 3 caller oder mehr und man verpasst den Flop, kann man zumindest bei ungefährlichen Flop aufgrund der Pot Odds callen man hat eventuell noch 6 outs.
 
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20-12-2007, 00:22
(#3)
Benutzerbild von Maet80
Since: Aug 2007
Posts: 50
Ich sehe das ähnlich wie LX. Gegen 2 Gegner mache ich so gut wie immer ein C-Bet.
Bei drei Gegnern kommts drauf an. Wenn nur einer Position auf mich hat und die 2 anderen zu mir checken, mache ich häufig trotz 3er Gegner die C-bet. Natürlich muss das Board auch einigermassen passen, das heisst möglichst keine Straight- oder Flushgefahr und am besten noch ein A oder K, den ich repräsentieren kann.
Gegen 4 Gegner kann/sollte man sich die C-bet egtl sparen. In Position nehme ich mir dann normalerweise die Freecard und OOP wird c/c, c/f gespielt, je nach Pot Odds.
 
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20-12-2007, 12:51
(#4)
Benutzerbild von IfrifraI
Since: Dec 2007
Posts: 18
BronzeStar
Als Faustregel ist das mit den zwei gegnern nicht verkehrt. Auch sollte man lieber mal eine Conti-Bet zu viel als zu wenig anbringen.
Hinter dieser Bet stehen einfach diverse Konzepte. Zum einen erzeugt man Foldequity, so dass man am Flop oder spätestens am Turn mit einer weitern Conti den Pot sofort gewinnen kann.

Aber das ist nicht alles was hinter der Contibet steckt. Wenn man noch gute Outs hat, zB auf Toppair ist es ein Semibluff und Protection (gegen Gutshots zB), falls man improven sollte.
Outs und Foldequity alleine rechtfertigt eine Contibet gegen zwei Gegner schon quasie fast immer, aber es geht noch weiter.

Es gibt noch ein Konzept was in der Continuation Bet steckt. Und zwar das des Balancings. Sollte man Gegner haben, die durchaus mitdenken können (in der Regel andere TAGs), so werden sie recht bald feststellen, dass, wenn man die Conti weglässt, man selber nur Fit or Fold spielt, wir also nur mit guten Händen spielen.Das ermöglicht ihnen uns den pot billig zu klauen.
Betten wir den Flop aber (fast) immer, wenn wir die Initiative haben, bekommt unser Gegner keine weiteren Informationen.

Das alles zusammen macht unsere Contibet zu einem sehr mächtigen Instrument.
Gegen sehr viele Gegner verliert sie dann aber rapide an Wert, da wir fast immer gegen Made Hands zurückliegen oder die Gegner starke Draws halten, die sie nach Odds/Outs korrekt callen können.
 
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22-12-2007, 14:46
(#5)
Benutzerbild von Reiner878
Since: Dec 2007
Posts: 163
Zitat:
Zitat von IfrifraI Beitrag anzeigen
Als Faustregel ist das mit den zwei gegnern nicht verkehrt. Auch sollte man lieber mal eine Conti-Bet zu viel als zu wenig anbringen.
Hinter dieser Bet stehen einfach diverse Konzepte. Zum einen erzeugt man Foldequity, so dass man am Flop oder spätestens am Turn mit einer weitern Conti den Pot sofort gewinnen kann.

Aber das ist nicht alles was hinter der Contibet steckt. Wenn man noch gute Outs hat, zB auf Toppair ist es ein Semibluff und Protection (gegen Gutshots zB), falls man improven sollte.
Outs und Foldequity alleine rechtfertigt eine Contibet gegen zwei Gegner schon quasie fast immer, aber es geht noch weiter.

Es gibt noch ein Konzept was in der Continuation Bet steckt. Und zwar das des Balancings. Sollte man Gegner haben, die durchaus mitdenken können (in der Regel andere TAGs), so werden sie recht bald feststellen, dass, wenn man die Conti weglässt, man selber nur Fit or Fold spielt, wir also nur mit guten Händen spielen.Das ermöglicht ihnen uns den pot billig zu klauen.
Betten wir den Flop aber (fast) immer, wenn wir die Initiative haben, bekommt unser Gegner keine weiteren Informationen.

Das alles zusammen macht unsere Contibet zu einem sehr mächtigen Instrument.
Gegen sehr viele Gegner verliert sie dann aber rapide an Wert, da wir fast immer gegen Made Hands zurückliegen oder die Gegner starke Draws halten, die sie nach Odds/Outs korrekt callen können.
Interessante und gleichzeitig nachvollziehbare aussage. vielen dank.

nun würd ich hier gern einen schritt weiter gehn. ich habe nun mit initative den conti-bet post-flop angebracht auf dem turn treffe ich immer noch nichts, es sind keine flush bzw. straights möglich, ferner keine paare auf dem board. macht nun ein weiterer bet sinn sofern mich post-flop beide gecallt haben?

meine überlegung war, sollte ich nun kein bet anbringen, ist dem gegner klar ich habe nichts. bringe ich nun eine bet in der situation an? fragl. ist ja nun immerhin warum ich gecalled wurde. top/middle-pairs (Ax) oder gar 2 pair.
 
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23-12-2007, 11:51
(#6)
Gelöschter Benutzer
Zitat:
Zitat von Reiner878 Beitrag anzeigen
...
meine überlegung war, sollte ich nun kein bet anbringen, ist dem gegner klar ich habe nichts. bringe ich nun eine bet in der situation an? fragl. ist ja nun immerhin warum ich gecalled wurde. top/middle-pairs (Ax) oder gar 2 pair.
das kommmt natürlich u.a. auf die gegner an. wenn sie fast jeden showdown sehen bzw. jedes pair downcallen, macht es einfach keinen sinn mit nichts zu betten. und wenn du dann am river immer noch nichts hast, musst du die hand erst aufgeben.
 
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23-12-2007, 12:32
(#7)
Benutzerbild von skyflyhi
Since: Nov 2007
Posts: 2.231
Zitat:
Zitat von Reiner878 Beitrag anzeigen
wann genau ist ein continuation bet sinnvoll
Die C-Bet ist grundsätzlich gegen bis zu zwei Spieler OK, ist das board gefährlich dann nur gegen einen, ist das board nicht drawish und/oder der Tisch tight, dann kannst Du die Conti auch gegen 4 Spieler machen. Die haben ja auch nichts.

Ich hasse irgendwie die C-Bet, muss aber sein.
 
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23-12-2007, 12:33
(#8)
Benutzerbild von Ciclon77
Since: Dec 2007
Posts: 335
ich fühle mich auch nicht so wol beim continue bet,ich mach ihn aber maximal gegen 3 spieler,und das auch nur bei einem halbwegs nicht drawlastigem board
 
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23-12-2007, 12:35
(#9)
Benutzerbild von skyflyhi
Since: Nov 2007
Posts: 2.231
Zitat:
Zitat von Gelöschter Benutzer Beitrag anzeigen
und wenn du dann am river immer noch nichts hast, musst du die hand erst aufgeben.
Nun, nehmen wir mal an wir machen die Conti und dann die "Conti-Comti" am Turn, dann müssen wir aber noch die "Conti-Conti-Conti" am River machen, wenn ein draw des Gegners mit einer gewissen (auch geringen) Wahrscheinlichkeit in Betracht kommt.
 
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25-12-2007, 01:25
(#10)
Gelöschter Benutzer
Zitat:
Zitat von skyflyhi Beitrag anzeigen
Nun, nehmen wir mal an wir machen die Conti und dann die "Conti-Comti" am Turn, dann müssen wir aber noch die "Conti-Conti-Conti" am River machen, wenn ein draw des Gegners mit einer gewissen (auch geringen) Wahrscheinlichkeit in Betracht kommt.
imho bei calling-stations sinnlos. die callen jedes bottompair oder acehigh runter.