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NLHE FR: In welche Richtung LP-Range erweitern?

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NLHE FR: In welche Richtung LP-Range erweitern? - 04-11-2009, 19:31
(#1)
Benutzerbild von JayEs88
Since: Oct 2007
Posts: 190
BronzeStar
Hey zusammen!


In letzter Zeit habe ich mir mal ein paar Gedanken zum FR preflop Play gemacht.
Es dreht sich dabei um die Frage, in welche Richtugn man als TAG seine Opening Range in später Position erweitern sollte. Leider musste ich feststellen, dass ich hier wohl einige Fehler gemacht habe, was mir diesen Denkanstoß gegeben hat.


Wir gehen von einem Standart 15-12-TAG aus. Sein angepeilter ATS liegt bei 25-30. Deswegen nimmt er sich vor vom Button aus ca. 30% aller Hände zu raisen.



Die Basis der Raising Range legen wir wie folgt fest:




Nun gibt es mehrere Möglichkeiten diese Range zu erweitern:



I. Mister Ace





Er raist vornehmlich Ass-Kombinationen und wenige König Kombos, bei denen er wenn er gut trifft nahezu immer Top Pair trifft.


Vorteile:
- er hat gegenüber den anderen Ranges einen mathematischen Vorteil
- hat seltener in Kickerprobleme (aufgrund der Annahme, dass die Blinds eher mit Händen wie KJ als A8 callen)

Nachteil:
- sehr oft trifft er lediglich die kleine Beikarte eines Asses (--> spielt sich sehr schwer ohne A/K-Hit)



II. Mister Broadway




Er erhöht vornehmlich mit Broadwaykarten aller Art. Trifft er den Flop, so hält er seltener Top Paar, jedoch öfter einen Middle Pair oder einen Draw in Richtung straight oder Flsuh.


Vorteile:
- die Range ist postflop sehr gut spielbar, da man bei einem Hit meistens Top Pair oder Second Pair hält, was sich Heads-Up in Position schön spielen lässt.
- er trifft öfter eine(n) Straight(draw)


Nachteile:

- häufige Kickerprobleme
- mathematischer Nachteil



III. Mister Suited-Multi-Gap





Er liebt es suited 2-Gappers und Off-Suit 1-Gappers zu spielen, in der Hoffnung am Flop einen starken Draw oder sogar schon eine Made Hand zu treffen.


Vorteile:

- macht häufiger eine starke Hand
- Hände haben viel Potential, falls beide Blinds (oder ggf. Button) preflop callen


Nachteiel:

- kommt häufiger in marginale Situationen
- wenn er keinen Draw oder 2Pair trifft ist sein Hit meist wertlos





Die meisten von Euch werden sagen, dass es das Beste ist diese drei Ranges zu mischen. Mich interessiert aber, welche der Ranges eurer Meinung nach die beste ist und welche Tendenz eure eigene Range hat.
(Mir ist schon klar, dass niemand wirklich eine der Ranges so spielt. Ich habe sie absichtlich so extrem und überzeichnet gewählt, damit der Sachverhalt deutlicher wird.)


Ideen, Meinungen, Verbesserungen, Ergänzungen, Denkfehler?
 
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05-11-2009, 00:30
(#2)
Benutzerbild von bhurak147
Since: Feb 2008
Posts: 771
Ich denke, daß man sich FR auf einen ATS von 40 zubewegen kann. Alles über dreißig ist schon mal nicht verkehrt.
Wer unter 30 bleibt - na ja, sagen wir mal so: ausbaufähig.

Handrange? Hmmmm...

Gegen sehr tighte blinds, die hier über 85% einfach folden, kann man locker 90% der Hände eröffnen. Selbst wenn sie ab und zu 3betten oder callen und dann postflop Widerstand leisten.

Haben wir blinds die passiv "verteidigen", also callen, können wir trotzdem eine sehr weite Range eröffnen.
Gegen passive Verteidiger, die postflop fit or fold spielen, kann man auch Hände wie 75o für einen Steal nehmen.
Hat man es mit einer callingstation zu tun würde ich mich eher auf Hände mit eher hohen Karten verlassen, weil gegen solche Gegner ein Top pair oder gar second pair schon eine Menge Wert ist - allerdings könnten dazu schon Hände wie J9o gehören.

Ich habe oft Tische an denen ich bei über hundert Händen einen ATS von 75% habe und dann Tische wo ich nicht mal 20% stehle. Das ist wirklich sehr von den Gegnern abhängig. (Und von den Karten bei nur 100 Händen)

Wenn die Gegner zulassen, daß du ständig ihre blinds bzw. postflop den Pot klaust, dann bleib dabei!
Reagieren die Gegner dagegen auf ständige Stealversuche indem sie aggressiv zurückspielen ist es nur richtig, die ganze Sache etwas zurückzufahren.

Haben wir zum Beispiel einen super tighten Spieler und eine calling station in den Blinds müssen wir uns bei unserer Stealrange eher an der calling station orientieren.

Und: Viele Leute sind eher gewillt den BB zu verteidigen als den SB.
 
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05-11-2009, 13:57
(#3)
Benutzerbild von 6Ze6ro6
Since: Nov 2007
Posts: 10.537
Meine Handrange sieht so aus:



Team: "Gamble Knights"
Zitat:

JEDER SOLLTE IN SEINE KARTEN GUCKEN UND NICHT AUF ANDERE!!!
 
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05-11-2009, 14:21
(#4)
Benutzerbild von hurricane562
Since: Aug 2008
Posts: 1.723
also ich finde nen bu-ats von 30 ist viel zu klein.
ich persönlich hab einen von 46!!!!
gegen SSSler im BB minraise ich any2 und dazu kommt noch der SC-push. mit den stats fahre ich eigentlich zielmich gut weil es einfach für jeden gegner schwer und meist auch unprofitabel ist, marginale hände oop (also im bb oder sb) gegen nen steal zu spieln
 
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05-11-2009, 17:09
(#5)
Benutzerbild von JurassicDan
Since: Jan 2008
Posts: 871
Ganz einfach. Spiel Hände, die postflop eine gute Equity haben. Dazu gehören Broadways, connected (76o) cards und suited cards (K2s, J7s, 92s).
 
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05-11-2009, 21:21
(#6)
Benutzerbild von crowsen
Since: Sep 2007
Posts: 5.697
Zitat:
Zitat von JurassicDan Beitrag anzeigen
92s).
Die Hand find ich kacke, weil`s Crap is IMO.
 
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05-11-2009, 22:27
(#7)
Benutzerbild von JurassicDan
Since: Jan 2008
Posts: 871
Zitat:
Zitat von crowsen Beitrag anzeigen
Die Hand find ich kacke, weil`s Crap is IMO.
Das nennt man thin Bluff Kollege.
 
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05-11-2009, 23:19
(#8)
Benutzerbild von ChrisZ-777
Since: Jan 2009
Posts: 601
BronzeStar
Naja 92s ist schon leicht übertrieben, J7s is auch knapp. Aber so J8s is ganz schön.
 
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06-11-2009, 17:31
(#9)
Benutzerbild von hurricane562
Since: Aug 2008
Posts: 1.723
also ich steal eigentlich alle suited jacks
 
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06-11-2009, 17:36
(#10)
Benutzerbild von freemot
Since: Jan 2009
Posts: 223
Zitat:
Zitat von ChrisZ-777 Beitrag anzeigen
J7s is auch knapp. Aber so J8s is ganz schön.
Da bin ich anderer Meinung. Mit J7s ändert sich kaum etwas an Deiner equity im Gegensatz zu J8s. Du hast immer noch die Straight- neben der Flush-Option.
 



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