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hey leute, breakeven frustet :(

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hey leute, breakeven frustet :( - 13-01-2010, 19:55
(#1)
Benutzerbild von alien126
Since: Feb 2009
Posts: 72
BronzeStar
hallo community,

ich hab ein problem, und zwar, das ich auf jedem beschissenen limit den gleichen gewinn einfahre, +(-0)...

ob nl-10 oder nl-100, ob 1,75$ 18 mann sng oder 6,50$...überalll bin ich beakeven (bis auf ein + von 4,5k$ bei nem wcoop event, einmalig)

ich weiß nicht was ich tun soll, und versteh nicht warum ich auf nl-100 genauso spiele wie auf nl-10 (vom gewinn her)...wäre ja eig. nicht zu erwarten.

eigentlich denk ich ja das ich den 1,75$ leuten total überlegen bin (spiel immerhin schon 1 jahr, en halbes sogar fulltime weil ich nach zivi noch zeit bis zum semesterbeginn hatte), das denk ich daher das ich bis zum ft noch in ca 9 von 12 spielen drin bin mit im durchschnitt durchschnittlichem stack, und trotzdem break even fahre, weil ich in der icm phase unmenschliches pech hab (denk ich zumindest, mach laut icm trainer und sng wizard etwa 99% korrekte entscheidungen)...da dürfte ich rein statistisch ja niemals break even sein (da mit beschriebener ausgangslage ich schon weit im + bereich bin, in dem moment), und icm basiert ja auf dem nash gleichgewicht, wonach ich prinzipiell es auf dauer garnichtmehr hinbekommen dürfte -ev zu haben (was ich aber DEUTLICH habe), esseidenn ich würde fehlentscheidungen treffen, aber 99% sind schoon ziemlich unrockbar(zumindest sollte der nachteil sehr begrenzt, bis auf die schlechten entscheidngen meiner gegner sogar überhaupt nicht da sein).


beim cg liefs ne zeitlang gut, machte fett gewinn auf nl-100, kam von 980$ auf 1370$ in 3 wochen, hab relativ stabil gespielt.

dann kam da son aggressiver penner (*hust weak tite, wir wollen keine namen nennen), der war eig. meiner meinung nach en ganz guter spieler, aber sehr aggressiv. also hab ich meine 50/50 chancen ausgepackt. zuerst ich mit 2 overcards und flushdraw (AQo, er hat 86o, raised preflop, 567 flop), push und so, keine hilfe für mich (ich geb zu 3 wochen cg haben mich gegen den verlust von 100$ wohl zusehr abgehärtet, weshalb ich denk der push war fragwürdig, aber pot odds waren etwa 3/1, weil er den cbet ignoriert und reraised, ich nochma, er nochma, ich push).

als nächstes, ich j9s, flop 549, er pusht, call, er flushdraw AK, er winnt.

nächster Q76, ich AQ, ich leicht gereizt, er set 7s. ich 300$ down und somit wieder da wo alles begann...

alles was ich in einerm jahr poker nachweisen kann ist also 4,5k$ und 7k fpp. ich denke das das sehr deprimiert ist verständlich oder?

aber irgendwas muss doch dann falsch laufen, ich hab zum beispiel von advanced icm gelesen und so, versteh nurnich was damit gemeint is. außerdem besteh ich mit meinem spiel kein quiz auf irgendweiner seite, intelli z.b....weil ich halt en call von 9Ts bei den 1,75ern für +ev halte, weil wenn man trifft bezahlen die fast immer ihren ganzen stack (natürlich nur in der frühen phase, wenn blinds es zulassen)

bitte sagt mir was ich machen kann..irgendein anhaltspunkt evtl?

mfg alien
 
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13-01-2010, 20:22
(#2)
Benutzerbild von Narloxon
Since: Nov 2007
Posts: 1.408
Zitat:
Zitat von alien126 Beitrag anzeigen

bitte sagt mir was ich machen kann..irgendein anhaltspunkt evtl?

mfg alien


Coach engagieren, jeglichen verfügbaren Content durcharbeiten und am Mindset arbeiten.

tl;dr btw


Zitat:
Zitat von Mart83
Viele Leute fahren gut mit einem VPIP von 0%.
 
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13-01-2010, 22:10
(#3)
Benutzerbild von BassHammer
Since: Sep 2007
Posts: 1.812
Zitat:
Zitat von alien126 Beitrag anzeigen
eigentlich denk ich ja das ich den 1,75$ leuten total überlegen bin
Solange Du nur eigentlich denkst, dass Du vielleicht überlegen bist, hast Du innere Zweifel. Das behindert Dein Spiel. Du solltest sicher sein das Du das Limit schlagen kannst und nicht nur denken das Du es kannst.

Zitat:
Zitat von alien126 Beitrag anzeigen
weil ich halt en call von 9Ts bei den 1,75ern für +ev halte, weil wenn man trifft bezahlen die fast immer ihren ganzen stack
+EV ist das eher für die anderen Spieler. Setze Dich doch mal mit Starthandtabellen auseinander. Findest Du über Google genügend. Auch Grundlektüre würde ich Dir gerne ans Herz legen. Zum Beispiel Sit'n Go von Collin Moshmann oder No-Limit Hold'em von Slansky. Diese Bücher sollten für den Anfang ausreichen damit Du in der Lage bist Dein Spiel zu verbessern.

Trainings bei Intelli besuchen oder einen Coach suchen kann auch hilfreich sein. Weiterbildung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Pokern. Betrachte das nicht als Ausgabe, sondern als zukünftige Investition


Media in vita in morte sumus
 
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13-01-2010, 23:59
(#4)
Benutzerbild von FiftyBlume
Since: Jan 2009
Posts: 1.950
9Ts in einem Turboturnier...in LP mitlimpen oder bei richtig guten Odds vllt....aber normalerweise sind die -EV...spiel da lieber mehr Asse, bzw. Toppair mit guten Kickern(da wirste richtig oft ausbezahlt). Abgesehen davon haben die Turbos mitunter harte Varianz...ich hab innerhalb von 2 Werktagen 70$ verschossen.

4,5k und 7k FPP find ich gar nicht so deprimierend, andere warten auf sowas ihr Leben lang.

Wenn du magst können wir mal über Techniken und sowas für die 1,75er labern.
 
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14-01-2010, 18:53
(#5)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Mal meine Vermutung ohne dich zu kennen:
Du hast alles mögliche gespielt, ohne auf einer Variante ne brauchbare Samplesize zu haben, um Aussagen über EV treffen zu können.

btw.: Wenn überhaupt basiert das nash-gleichgewicht auf ICM und nicht umgekehrt. Und gerade auf einstelligen Limits haben 99% richtige Entscheidungen nach Nash wenig mit gutem Spiel zu tun.
Beim Nash-Gleichgewicht geht man von ideal spielenden Gegnern aus. Eine Annahme, die bei einem Buyin von $1,75 kaum haltbar sein sollte. Und damit verschieben sich auch die Ranges. Eine Entscheidung, die gegen einen nach Nash spielenden Gegner gut ist, kann gegen einen Fisch katastrophal falsch sein.
Genauso ist es mit deinen 99% bei Wiz. Die bringen die gar nichts, wenn du nicht die richtigen Calling und Pushing Ranges der Gegner als Grundlage nimmst.

Also gerade wenn du weiterhin SNGs spielen willst, solltest du dich vielleicht mal richtig mit dem ICM auseinandersetzen, und es VERSTEHEN.
 
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15-01-2010, 00:15
(#6)
Benutzerbild von alien126
Since: Feb 2009
Posts: 72
BronzeStar
ui, hab nix dagegen wenn man mal meiner wenigkeit inkompetenz zuschreiben will,

aber is von euch teilweise evtl. etwas voreilig, samplesize
von 1,5k 1,75$ sngs is nicht die welt aber auch nicht zu vernachlässigen.

ich hab zweifel das ich denen überlegen bin nur weil ich eben gerade mal das rake schlage, was über diese samplesize zwar en roi von etwa 15% bedeuted aber schlagen ist für mich schon etwas um die 30% roi.

was das nash gleichgewicht angeht, würd ich mich wirklich momentan gerne mit auseinandersetzen, aber physikstudium hat mich etwas im treiben, ich brauch eben en paar sessions am tag sonst werd ich unglücklich^^, aber ich kann nicht glauben das es icm vorm nash gleichgewicht gab, denn das nash von nem pokerspieler gelernt hat halt ich fürn gerücht, aber das werd ich nachschaun.

außerdem bin ich mir ziemlich sicher das wenn man, aus mathematischer sicht, nach dem nash gleichgewicht spielt, eine "schlechtere" spielweise mein spiel wahrscheinlich nicht -ev machen würde, wie wäre das denn bitte zu erklären wenn ich meine perfekte range für push/fold hab en idiot alles kaputt machen kann, ich denke eher der depp schießt sich damit selbst ins bein. aber auch darüber werd ich mich erst noch informieren müssen.


zu dem -ev mit 9Ts, ich spiel aufgrund meiner erfahrung mittlerweile sehr auf instinkt, ist eben antrainiert, hab aber auch einiges an büchern gelesen, harrington 1-3 eikel schwarz 1+2 super system (was ich persönlich fragwürdig finde) etc.

leider auch viel wieder vergessen.

mit der starthandtabelle: halte ich für schema f, subjektiv betrachtet. Bei starlen gegnern würd ich mich hüten, da würd ich sagen tight is right, zumindest am anfang, weil die nicht sämtliche straight-flush karten ignorieren und ihr overpair (oder auch ace high) auf gedeih und verderb durchhaun, lass mich aber gern eines besseren belehrn.


würde ja gern von pokertracker was erfahren, aber weiß nicht welchen nutzen ich aus den händen ziehen soll, denn was soll ich denn machen wenn ich 5bb A3o im sb hab, klar sehen die stats mit A3o dann irgendwann etwas dürftig aus.

gibts hier sehr erfahrene spieler die dazu genaues sagen können, auf irgendwelche starthandtabellen kann ich kaum wert legen, denn danach werd ich zu 50% oder so bevor was passiert im 10bb bereich landen.

danke für alle antworten, auch wenn es evtl. rüber kommt als wollt ich hier irgendwelche leute unterbuttern, so isses nich, sag halt auch nur meine meinung, aber schreibt bitte schön weiter und verbessert mich wenn ich dummes zeug rede

mfg alien

Geändert von alien126 (15-01-2010 um 00:57 Uhr).
 
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15-01-2010, 00:29
(#7)
Benutzerbild von alien126
Since: Feb 2009
Posts: 72
BronzeStar
Das Nash-Gleichgewicht, teils auch (wie im Englischen) Nash-Equilibrium genannt, ist ein zentraler Begriff der mathematischen Spieltheorie. Es beschreibt in nicht-kooperativen Spielen einen Zustand eines strategischen Gleichgewichts, von dem ausgehend kein einzelner Spieler für sich einen Vorteil erzielen kann, indem er einseitig von seiner Strategie abweicht. Es ist ein grundlegendes Lösungskonzept der Spieltheorie. Definition und Existenzbeweis des Nash-Gleichgewichts gehen auf die 1950 veröffentlichte Dissertation des Mathematikers John Forbes Nash Jr. zurück.

...

Die gemischte Strategie s = (s_1^*,...,s_n^*) ist genau dann ein Nash-Gleichgewicht, wenn kein Spieler durch alleiniges Abweichen eine bessere Auszahlung erreichen kann, das heißt genau dann, wenn...(nemenge quantoren).

quelle: wikipedia



auf gut deutsch, ich scheine mit meinen annahmen richtig zu liegen was das nash gleichgewicht angeht
 
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15-01-2010, 12:21
(#8)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Also weder habe ich behauptet, dass es das nash-gleichgewicht vor oder nach dem ICM gab, noch dass sich jemand der nicht danach spielt nicht selbst schadet.

1.) Ich hab behauptet, dass das Nash-Gleichgewicht auf ICM aufbaut. Und das stimmt auch, denn wenn du dir mal das Nash-Gleichgewicht für eine Situation von Hand ausrechnen würdest, müsstest du die Erwartungswerte der jeweiligen Spieler (die du ja optimieren willst) über das ICM ausrechnen.
Natürlich gab es das Nash-Gleichgewicht schon früher, aber dabei handelt es sich eben um ein mehr oder weniger abstraktes mathematisches Modell. Um es aber auf ein reales System anzuwenden, müssen eben gewisse Annahmen gemacht werden (in diesem speziellen Fall über die Abhängigkeit von Chipstack und Erwartungswert).


2.) Ich habe behauptet, dass du dir schadest, wenn du nach nash pushst, wenn dein Gegner nicht nach Nash callt (bzw. wenn du nach Nash callst, wenn dein Gegner nicht nach Nash pusht). Da es aber an einem Tisch in der Regel mehr Spieler anwesend sind, als in der Hand verwickelt, heißt "dein EV sinkt" nicht automatisch, dass der EV deines Gegners steigt, oder umgekehrt.
Mal ein Beispiel: Bubble eines Fullring 1table SNGs. Chipverteilung:
CO: 1500
BU: 300
SB (du):2000
BB: 1900
Blinds meinetwegen 100/200.
Und du bekommst J3o.
Jetzt wird dir Nash vermutlich sagen, dass du das pushen sollst, und dein Gegner ne calling range im Beriech von QQ+ haben darf.
Soweit so gut, aber was ist jetzt wenn dein Gegner nicht nur QQ+ callt, sondern meinetwegen 20%.
Da willst du doch hoffentlich nicht behaupten, dass der EV dieses Pushes steigt?
 
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15-01-2010, 14:14
(#9)
Benutzerbild von alien126
Since: Feb 2009
Posts: 72
BronzeStar
doch, genau das behaupte (nicht nur) ich. Zurecht!
Und wenn evtl. nicht mit dieser hand, dann zumindest auf dauer, denn ich halte nicht dauerhaft J3o und sehe gegen 20% callingrange hände auch nicht hoffnungslos aus, kann man nachrechnen. Fakt: dieser caller isn fisch und wird auf dauer viel geld verlieren, fakt ist, macht mein gegnber nen fehler werd ich mit sicherheit davon profitieren.

Ich behaupte keineswegs es sei das beste system, aber es ist auf jedenfall +ev!

p.s.: du hast geschrieben nash gleichgewicht basiert auf icm, aber es ist eben umgekehrt, wie soll denn ein mathematisches modell auf einem spezialfall basieren???
 
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15-01-2010, 15:03
(#10)
Benutzerbild von DrJ_22222
Since: Jan 2008
Posts: 1.200
Zitat:
Zitat von alien126 Beitrag anzeigen
doch, genau das behaupte (nicht nur) ich. Zurecht!
Und wenn evtl. nicht mit dieser hand, dann zumindest auf dauer, denn ich halte nicht dauerhaft J3o und sehe gegen 20% callingrange hände auch nicht hoffnungslos aus, kann man nachrechnen. Fakt: dieser caller isn fisch und wird auf dauer viel geld verlieren, fakt ist, macht mein gegnber nen fehler werd ich mit sicherheit davon profitieren.
Falsch!
Mit Sicherheit wird irgendjemand profitieren, aber das musst nicht du sein. In dem angesprochenen Fall werden vor allem die zwei nicht beteiligten Spieler profitieren.
Und selbst wenn du das nicht auf eine konkrete Hand beziehen willst. Dann pushst du halt nach Nash vermutlich any2, deinen Gegner interessiert das aber nicht, und er callt mit any2. Dann hast du nen Coinflip, der garantiert für euch beide -EV ist.


Zitat:
Zitat von alien126 Beitrag anzeigen
p.s.: du hast geschrieben nash gleichgewicht basiert auf icm, aber es ist eben umgekehrt, wie soll denn ein mathematisches modell auf einem spezialfall basieren???
ok, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Das Nash-Gleichgewicht als mathematisches Modell basiert natürlich nicht auf ICM, aber seine Anwendung innerhalb Pokerturnieren tut es.