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Masstabling Strategie ?

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Masstabling Strategie ? - 15-02-2010, 23:02
(#1)
Benutzerbild von hitman7766
Since: Dec 2009
Posts: 38
Hallo

ich hätte mal eine Frage bezüglich der Strategie bei 4 und mehr Tischen gleichzeitig. Ich meine vier Tische sind ja noch nicht so viel und leicht zu händeln.

Meine Frage wäre wenn ihr mehr als 4 Tische spielt. Wie sieht da eure Strategie aus? Ich spiele zur Zeit die 0.25$ 45/90 SNGs bei einer Bankroll von 30$.

Oft spiele ich am Anfang sehr tight um später looser zu werden. Also ganz standart. Blöde ist es nur wenn man bei späteren Blind lvl einfach nen kleinen Stack hat. Beispiel 75/150 Stack zwischen 2000-3000 Chips. Ich finde ab da werden irgend wann die Entscheidungen schwerer mit was für Karten ich den nun spielen soll.

Wenn ich dann so viele Tische auf habe kann ich mich nicht gleich entscheiden. Wonach geht ihr also bei euren Entscheidungen? Ich meine mit Outs und Pot odds berechnen ist da ja nix mehr?

Wie kann man das ganze also besser händeln?
 
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16-02-2010, 00:50
(#2)
Benutzerbild von das-marten
Since: Sep 2007
Posts: 39
Bei den niedrigen Limits war die Anzahl 4 das optimale für mich an Tischen. Und wenn du Probleme bekommst, lass es mit mehr Tischen! Outs und odds solltest du im Kopf haben (wenn nicht, lass es erst recht mit mehr tischen), würd ich aber auch nicht gleich überbewerten oder hier als Problem darstellen.

Also ich hab ja heute das STT-Quiz bestanden (weil ichs kann!) und finde das auch ziemlich nüztlich, nur macht das bei diesen niedrigen Limits noch nicht sooooo viel Sinn (anfangs tight und so). Zumindest hab ich eine bessere und für mich profitablere Taktik gefunden. AA, KK und vielleicht noch QQ sind in der Anfangsphase preflop pushes oder min. 10xBBRaises, du wirst einfach sehr oft gecallt, ein Standard-Raise macht hier keinen Sinn, weil du dann 5 weitere Fische am Flop hast und das willst du nicht. Versuch zu Beginn so viele Flops wie möglich so billig wie möglich zu sehen und hoff auf eine Bombenhand, investiere kräftig in diese Hand und du wirst dich wundern, wie viele dich mit Dreckshänden manchmal callen. Natürlich gibt's dann auch häufiger suckouts, lern damit umzugehen (hol dir einen Sandsack zum quälen). Die Sache mit den Blind Steals macht hier in der mittleren Phase nicht so viel Sinn, da du auch öfters gecallt wirst, halt weil so viele flop-geile Fische drin sind. Und loose solltest du in der späten Phase eines Turniers nicht werden, eher tight aggressive - wenige und gute Hände spielen.

Aber genau das funktioniert dann bei den Buy ins ab 3 und spätestens 5 $ nicht mehr! (Also das was ich dir für die Anfangsphase nahegelegt habe)

Geändert von das-marten (16-02-2010 um 01:22 Uhr).
 
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16-02-2010, 09:40
(#3)
Benutzerbild von themrx
Since: Apr 2008
Posts: 120
BronzeStar
Die Entscheidungen richten sich nur zu einem Teil an der Hand sondern auch an den Leuten die am Tisch sitzen, die evtl. in die Hand involviert sind und auch die Stacks.

Allgemeine empfehle ich dir einfach weiter zu spielen, mit der Zeit kommt dann die Erfahrung und auch die odds-outs Berechnung geht dann sehr schnell. Irgendwann hast du dann genug Erfahrung, dass die meisten Entscheidungen in ein paar Sekunden, wenn nicht schneller gemacht werden können. Aber auch hier gibt es immer wieder Situationen, wenn man dann doch etwas länger nachdenken muss. Wenn du deine Tischanzahl erhähst, rate ich dir das ganze Schritt für Schritt zu machen (4->5->6->...) und wenn du merkst dass es nicht klappt sofort runter vom Gas und wieder weniger Tische spielen um später erneut zu versuchen.

Zu der Spielweise:

Ich finde die tight->looser variante klappt in den Micros wunderbar, vor allem wenn man sich etwas mit Stacksizes, pushes, calls beschäftigt.
 
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21-02-2010, 09:11
(#4)
Benutzerbild von ibotown
Since: Jan 2010
Posts: 259
Worauf man immer schnell achten kann ist die Stacksize der gegner die im pot sind und die anzahl derer.
Wenn dir die entscheidungen noch recht schwer fallen dann spiel halt lieber paar tische zu wenig, als zuviel.
 
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27-02-2010, 23:33
(#5)
Benutzerbild von 2$killed4u
Since: Jan 2009
Posts: 307
Wenn du mehr als einen Tisch auf hast, dann empfiehlt sich irgendwann ein Tracking Programm, die gibts erstmal für 60 Tage gratis und sind recht nützlich, weil man dann aus der kombination aus stack sizes, postion, eigens Hand, Actionen vor einem, turniersituation und den Gewohnheiten der anderen Spieler ne porfitable entscheidung treffen kann, klingt komplex, isses mit bisschen übung für 2 bis 3 Tische dann mal nicht mehr und dann kannst du immer noch 4 spielen.
 
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28-02-2010, 02:01
(#6)
Benutzerbild von krendipont
Since: Sep 2007
Posts: 1.070
Das ist einfach Übungssache. Ich habe seinerzeit auch mit 4 Tischen angefangen und spiele jetzt 16. Mit der Zeit wirst du einfach besser wissen, wie du in bestimmten Situation agieren musst und viele Entscheidungen sind dann 08/15-Geschichten.

Und bei 75/150 Blinds ist ein Stack zwischen 2000 und 3000 chips nicht wirklich klein. Hier kommt es hauptsächlich auf deine Position und die Stacksizes der Spieler nach dir an, was für Karten du spielst. Auch die Dynamik am Tisch und das Image der Gegner sollte deine Entscheidung in einen Pot einzusteigen oder nicht beeinflussen.

Wie gesagt üben, üben, üben, dann kommt das schon mit der Zeit. Außerdem solltest du dich auf jeden Fall mit ICM auseinandersetzen wenn du vorhast längerfristig SnGs zu spielen.



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02-03-2010, 23:03
(#7)
Benutzerbild von hitman7766
Since: Dec 2009
Posts: 38
ICM habe ich mir mal angesehen... zumindest wie jemand mal versucht hat es zu erklären. Hab es nur zum Teil verstanden. Gibt es Bücher darüber? Oder Programme wann muss man ICM ins Spiel bringen?
 
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03-03-2010, 22:28
(#8)
Benutzerbild von atditod13425
Since: Nov 2007
Posts: 709
als Software kann ich SnGWizzard empfehlen zum üben von ICM Modellen
ICM kommt kurz vor der Bubble Phase zum Tragen und begleitet dich dann jeweils bei der Phase kurz vorm nächsten Preisgeldsprung und sagt dir ob ein All-In-Push oder ein All-In-Call proftabel ist (immens wichtig siehe Boku Spezialist für ICM Situationen)