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Frage zum Blindbattle generell

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Frage zum Blindbattle generell - 17-03-2010, 13:48
(#1)
Benutzerbild von ERA7ER
Since: Sep 2009
Posts: 1.027
Supernova
In diesem Thread soll es um die Handqualitäten im Blindbattle gehen, Limit sollte ungefähr NL100-NL200 sein.
Ich bin mir momentan unschlüssig, welche handkategorien man am besten restealt bzw. mit welchen man eher flatcallen sollte.
solche hände wie totale premium hände wie AK oder QQ sind soweit denke ich standard, dass man diese 3betten muss.


Handkategorie 1: KQo, AJs also generell hohe Bildkarten.
Handkategorie 2: kleine Pocketpaare
Handkategorie 3: Suited Ax und suited Kx
Handkategorie 4: suited connectors und 2 gappers

Der Gegner ist in allen Fällen ein TAG, d.h. er stealt ungefähr 30% vom BU/CO foldet relativ viel auf 3bets allerdings macht er auch 4bet/bluffs. desweiteren kennt er die probleme die durch dominieren entstehen können.

Nun kann ich ja mit keinen dieser hände preflop for stacks spielen, bzw muss auf eine 4bet folden.
Wenn ich nun alle diese hände um die blinds herum und im BU 3bette, krieg ich einen sehr hohen 3bet wert und die gegenspieler werden vermehrt 4bet/bluffs auspacken, sodass ich meine hände aufgeben muss. 5betbluffs weiß ich nicht, inwiefern das profitabel ist.

d.h. ich muss manche der handkategorien entweder direkt folden, oder flatcallen, um meine 3bet range etwas zu balancen, weil ich sonst standardmäßig 4bets kassiere.
nun stellt sich mir die frage welche hände das am besten sind.

Vor- und Nachteile beim Flatcallen:

Handkategorie 1: hier habe ich einen range vorteil und kann diesen postflop zur geltung bringen, da ich seine stealing range leicht dominiere, von seiner calling range bei 3bets aber selber dominiert bin. somit würden sich diese hände eher zum flatcallen eignen. auch weil ich mit solchen händen oft top pair hände mache und diese mit potcontrol relativ billig zum showdown bringen kann.

Handkategorie 2: da ich kein setvalue gegen einen TAG aus BU hab, kann ich nicht auf setvalue callen, auch ist das postflop spiel hier sehr problematisch, da ich fast immer 2-3 overcards habe und aufgeben muss.

Handkategorie 3: diese hände eignen sich für postflop spielen eigentlich nicht sehr, weil ich nicht oft top pair treffe und wenn dann nur mit sehr schlechtem kicker und immer probleme bekomme. außerdem bin ich sogar von seiner stealing range dominiert.

Handkategorie 4: eignen sich auch sehr wenig zum flatcallen, weil ich hier oft medium bzw bottom pair mache, und damit nur schwer weiterspielen kann, und hoffen muss, dass mein gegner noch weniger hat als ich.
starke draws werde ich zu selten treffen um diese profitabel (vor allem wegen oop) spielen zu können.


Vor- und Nachteile beim 3betten:

Handkategorie 1: die hauptsächlichen vorteile dieser hände beim 3betten, sind dass ich mich gegen schlechtere hände preflop protecten will, und diese hände oft top pair machen, die ich postflop leicht spielen kann. zusätzlich habe ich blocker. andererseits bin ich von der callingrange eines TAGs dominiert und verliere oft geld durch domination.

Handkategorie 2: diese hände sind nie dominiert, bzw ich hab einfaches spiel postflop: auf geeigneten boards kann ich ne cbet machen, stacke meinen gegner wenn ich ein set hab, und investiere kein geld mehr wenn ich nichts getroffen habe, bzw sich das board nicht eignet.

Handkategorie 3: diese hände sind insofern gut für 3bets, da ich ein monster floppen kann, und ich zumindest das A oder K als blocker habe. sie verhalten sich ungefähr wie kleine Pockets.

Handkategorie 4: diese hände sind etwas anders, wenn ich treffe, dann hab ich meistens einen sehr starken draw mit dem ich dann auch for stacks spielen muss, allerdings bin ich hier nicht weit vorne bzw hab oft n coinflip. außerdem lässt sich die hand oop am flop relativ schwer weiterspielen.


FAZIT:
gegen einen TAG,der auch adapten kann in bezug auf 4bet bluffs, sollte ich folgende Handkategorien so spielen:
Handkategorie 1: lieber flatcallen und versuchen durch potcontrol auf geeigneten board günstig zum sd zu kommen und die gegnerische range dominieren.

Handkategorie 2: lieber 3betten, da sich diese am flop in 3bet pots sehr einfach spielen lassen, und ich kein setvalue habe. somit kann ich keine großen fehler postflop machen.

Handkategorie 3: lieber 3betten, da sich diese wie kleine pockets verhalten. zusätzlich habe ich noch blocker.

Handkategorie 4: diese hände sind etwas ungeeigneter als sets und Ax hände, da sie oft keine monster ergeben, sondern im besten fall starke draws. trotzdem sind sie postflop einfach zu spielen. sind diese überhaupt geeignet zum restealen?


Hoffe auf konstruktive Kommentare!!

Geändert von ERA7ER (17-03-2010 um 13:52 Uhr).
 
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17-03-2010, 18:18
(#2)
Benutzerbild von achiles79
Since: Mar 2008
Posts: 1.497
Auf welcher site spielst du NL100?


The Downswingers - Sieger Teambattle Feb, März,Juni,Sept u. Dez.09
Feb, Juli und August 2010
KEEP ON ROCKING !!!
 
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17-03-2010, 20:20
(#3)
Benutzerbild von Spooowi
Since: Aug 2008
Posts: 906
gefallener gibt da grad zu trainings. vielleicht fängst du damit an.
 
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17-03-2010, 21:11
(#4)
Benutzerbild von ERA7ER
Since: Sep 2009
Posts: 1.027
Supernova
ich glaub gefallener gibt nur trainings für sss oder?

es geht mir hier auch eher darum, wie man speziell gegen regulars auf den limits am besten spielt, da ich ja z.b. mit KQ gegen deren callingrange auf meine 3bet dominiert bin.
 
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26-03-2010, 13:00
(#5)
Benutzerbild von xflixx
Since: Aug 2007
Posts: 10.745
(Moderator)
GoldStar
Das kann man imo absolut nicht pauschalisieren. Deine 3-Betting Range aus den Blinds sollte individuell auf den Stealer zugeschustert sein, d.h. du brauchst sowohl pre- als auch postflop Reads.

Die Hände, mit denen du 3bettest, solltest du abhängig machen von den Calling/4betting Ranges des Stealers.

Flattet der Villain bekanntermaßen viele Hände, und blufft bspw viele Flops (minraises/floats), dann brauchen wir vor allem Hände, die wir profitabel bet/3bet oder double barreln können. Dazu gehören vor allem auch suited connectors, weil wir immer equity floppen können. Suited Aces mag ich bedingt in den Spots, weil sie gute Bluffcatcher auf A high boards sind, allerdings sinkt ihr wert oop einfach zu stark. wenn villain dann adapted indem er medium-strong aces gegen 3bets flatted, sollten wir die schnell wieder streichen. SCs flopppen dann einfach kombinatorisch gesehen mehr mögliche draws, und unsere pairs sind manchmal auch nicht dominiert.

4bettet der Villain viel, solltest du die medium-starken spielbaren hände (sowohl connectoren, als auch suited aces, broadways usw.) flatten oop, weil du sonst den wert der hände verschenkst. 3betten kannst du dann trash und value, wobei das air:nut ratio dann von der 4bet frequenz abhänge sollte. je öfter villain 4bettet, desto mehr hände können wir für value 5bet shoven (AQ, suited aces usw.) d.h. wir müssen da auch sehr dynamisch bleiben.

zu mehr habe ich atm keine zeit, aber komme gern nochmal zurück auf den thread!



Team IntelliPoker & PokerStars Team Online Member - Felix - Live Trainer, Handbewerter