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BRM auf NL2 und NL5 - 05-04-2010, 16:57
(#1)
Benutzerbild von JacquesCurie
Since: Dec 2008
Posts: 66
Hallöchen,

Im Ausbildungszentrum wird nur das BRM für <NL10 angesprochen. Mit NL2 und NL5 ändert sich ja das max. BI. Bei NL2 250BB und bei NL5 200BB. Dementsprächend müsste sich ja auch die Varianz ändern. Wenn man bei der SSS bei kleinerem BI mehr BIs (35,) als bei der 100BB BSS (25),braucht , nehme ich an, dass es bei den Ultramicros noch weniger sein müssten. Hat jemand ne Idee?

Geändert von JacquesCurie (06-04-2010 um 09:55 Uhr).
 
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05-04-2010, 21:20
(#2)
Benutzerbild von crowsen
Since: Sep 2007
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Sanduhr , Sanduhr.....

Versteh ich alles nicht. Varianz ist überall gleich. Was aber die Ausschläge der Varianz vermindert ist deine Edge.
Spielst du im Longrun 2 PTBB/100 kannst du schonmal übel ins Minus rutschen. Spielst du 6PTBB / 100 Hände, rutschst du also nicht ins negative.

Mein BRM ist:
30 Stacks für`s neue Limit.
Dann 7-10 Stacks für nen Shoot.
Geht das nicht gut, Reload (limitabstieg) and try again..
 
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05-04-2010, 22:09
(#3)
Benutzerbild von JacquesCurie
Since: Dec 2008
Posts: 66
Hä? Varianz ist nicht immer gleich. Je nach Strategie ändert sich doch auch die Varianz. Deshalb gibt es für verschiedene Strategien ja auch verschiedene BRMs. Bei höherer Varianz brauch ich ein konservativeres BRM. Natürlich kann man das auch an der Edge, die man gegenüber des Limits hat, abhängig machen, aber die hilft einem nicht, wenn die Varianz zuschlägt.

Oder hab ich da iwas total verpeilt?

Frage anders gestellt: Was ist ein gutes BRM für eine 250BB Strategie?

Zitat:
Zitat von crowsen Beitrag anzeigen
Spielst du im Longrun 2 PTBB/100 kannst du schonmal übel ins Minus rutschen. Spielst du 6PTBB / 100 Hände, rutschst du also nicht ins negative.
Hehe... das versteh ICH nun nicht. Wie schützt dich denn ne höhere Winrate vor nem Downswing?

Geändert von JacquesCurie (05-04-2010 um 22:12 Uhr).
 
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05-04-2010, 23:18
(#4)
Benutzerbild von lappen89
Since: Dec 2008
Posts: 985
Zitat:
Zitat von JacquesCurie Beitrag anzeigen
Hehe... das versteh ICH nun nicht. Wie schützt dich denn ne höhere Winrate vor nem Downswing?
BEISPIEL:
stell dir vor du hast es geschafft durch gutes würfeln nie (!) eine 1 zu würfeln - frag mich nicht wie das gehen soll, aber das ist halt deine edge, die du dir auf deinem limit erarbeitet hast . so hast du deine gewinnwahrscheinlichkeit von 1/6 auf 1/5 gesteigert.
jz würfelst du: bei einer 6 gewinnst du und bei allen anderen zahlen verlierst du. dich kann natürlich ne pechsträhne erwischen, dann würfelst du halt nur noch 2en, 3en, 4en und 5en, aber da du es irgendwie geschafft hast keine 1en mehr zu würfeln, wird der downswing statistisch gesehen kürzer oder weniger hart ausfallen, als wenn du noch ne winrate von 1/6 hast.
kannste dir ja analog aufs pokern übertragen hoffe das beispiel machts deutlich

zum BRM: ich weiß nicht.. also ich hab damals ohne BRM auf NL2 und NL5 gespielt. zuerst halt NL2 bis 150$ oder so und dann NL5 bis 350$ oder 400$ oder so.. hatte damals halt schon ein konservatives BRM. aber NL2 und NL5 sind halt eigentlich zum BR bilden für NL10 da, insofern kann man da nicht unbedingt von BRM sprechen.
grundsätzlich würd ich aber meinen, dass 30 stacks auch für deine deepstackstrategie reichen. is halt NL5... ABER KONSERVATIVES BRM SCHADET NIE! also lieber ein par stacks mehr als weniger
 
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06-04-2010, 00:13
(#5)
Benutzerbild von bamboocha88
Since: Jul 2008
Posts: 4.328
GoldStar
Das Würfelbeispiel ist lol
Ich hätte das anders fomuliert ^^
Du bietest beim Pokern deinen Gegner ja quasie wetten an. Ich wette soviel das meine Hand besser ist etc.
Stell dir mal vor du könntest einen Gegner davon überzeugen eine wette einzugehn, dass er dir 1€ gibt wenn du eine 1 2 3 oder 4 Würfelst und du ihm den euro gibst, wenn du eine 5 oder 6 Würfelst.
Natürlich kann es sein, dass du nen "downswing" hast und 6 mal hintereinander verlierst. Aber der Downswing ist verhältnissmmässig kleiner als wenn du nur bei einer gewürfelten 1 2 oder 3 gewinnst. Deine Edge ist also, dem gegner eine wette anzubieten, bei der du einen Positiven EV hast.
So größer der EV so kleiner der mögliche downswing.

Bla bli blub, gute nacht
 
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06-04-2010, 01:06
(#6)
Benutzerbild von lappen89
Since: Dec 2008
Posts: 985
Zitat:
Zitat von bamboocha88 Beitrag anzeigen
Das Würfelbeispiel ist lol
In der Schule hieß es immer ich wäre nicht kreativ. Deutschlehrer aufgepasst: Alle Behauptungen sind hiermit wiederlegt!
 
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06-04-2010, 09:54
(#7)
Benutzerbild von JacquesCurie
Since: Dec 2008
Posts: 66
Ok... gerallt. Trotzdem ist es großzügig zu behaubten, dass man mit 6PTBB nicht broke gehen kann. Es ist allerhöchstens unwahrscheinlicher. Hinzu kommt, dass man mit einer positiven Winrate garnicht Broke gegangen sein kann (außer man hat wieder eingezahlt).

So jetzt frag ich weiter: Dass man bei dem gleichen Spiel (z.B. NL FR mit 100BB maximalen Einzahlungsbetrag) in höheren Limits konservativer werden sollte, macht Sinn, weil die Edge sicher kleiner wird. Ist man aber auf dem selben Limit und spielt z.B. SSS und BSS braucht man bei der SSS 35 BIs und bei der BSS 25 BIs (nach Intellipoker). Natürlich ist die Bankroll bei SSS trotzdem kleiner, weil ein BI nur 20BBs sind, aber bedeutet das nicht, dass die Höhe des BIs (und damit die Strategie) Einfluss auf die Varianz (und damit auf das BRM) hat. Schließlich kommt es bei der SSS andauernt vor, dass man mit dem gesamten Stack All-in ist. Also muss man sich gegen die höhere Varianz durch mehr BIs schützen.

Ein weiteres Beispiel sind vielleicht Turbotuniere. Auch bei denen braucht man ein konservativeres BRM, als bei den normalen Tunieren gleichen BIs.

Meine Frage ist also im Prinzip nicht nur auf NL2 und NL5 von Stars bezogen, sondern allgemein. Ich weiß... das wird nicht aus dem Titel nicht so wirklich deutlich.
Aber nehmen wir einfach an, es gebe ein deepes NL1000 (also mit 200BB) und die Spieler sind die gleichen wie beim normalen NL1000. Bräuchte ich dann beim deepen NL1000 weniger BIs, einfach weil die Spielweise sich ändert. Vielleicht ändert sich damit dann auch die Winrate. Man kann ja zum Beispiel mit BSS leichter eine höhere Winrate haben als mit SSS.

Vielleicht hängt das wieder alles mit der Edge zusammen. Vielleicht hat man bei der gleichen Edge einfach einen höheren Erwartungswert (Winrate), wenn man deep spielt (An dieser Stelle hoffe ich, den Unterschied von Edge und Winrate richtig kappiert zu haben.), und braucht deshalb weniger BIs.

Ich glaube, die meisten BRM-Vorschläge entstanden aus Erfahrung. Aber vielleicht gibt es doch eine Rechnung dafür, so komplex diese auch sein müsste.

Der Thread dient also dem höheren Verständnis von BRMs. Ich hab immoment noch nicht vor BSS auf NL2 zu spielen. Erst im Sommer vielleicht. Hab es in meiner Donkzeit sowieso schon geschlagen. Und damals hatte ich kein BRM... eine andere Geschichte.

Zitat:
Zitat von bamboocha88 Beitrag anzeigen
So größer der EV so kleiner der mögliche downswing.
Dazu noch aus meiner Pokerbibel: "The Poker Mindset", Chapter 5.2: The Reality of Downswings:

Downswings haben keine bestimmte Größe, Gestalt oder Frequenz. Eigentlich existieren sie garnicht. Sie sind nur ein beobachtetes Muster in einem Ausschnitt eines Zufallsexperiment.

Ich hoffe ich habe das richtig übersetz und zusammengefasst

Geändert von JacquesCurie (06-04-2010 um 10:07 Uhr).
 
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06-04-2010, 19:23
(#8)
Benutzerbild von JacquesCurie
Since: Dec 2008
Posts: 66
Kann jem den thread bitte hier raus machen? ich glaub der is nicht gut aufgehoben im handanalyse forum. danke