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Bankroll micro CG NL und 25-stacks-Regel

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Bankroll micro CG NL und 25-stacks-Regel - 23-04-2010, 11:06
(#1)
Benutzerbild von Zappomat
Since: Oct 2008
Posts: 51
BronzeStar
Moin!

Da sich das Maximum Buy-In auf den NL-Tischen ja kürzlich geändert hat, wüsste ich gern 'n Rat, ob ich was verändern muss.

Bisher habe ich die 1/2- und 2/5-micros jeweils als Bigstacker, also mit 5$ Buy-in gespielt; jetzt sind es bei 2/5 satte 12,50$ Stackgröße wenn man die langsamen Tische wählt, wobei ich beobachte, dass es wenige Spieler gibt, die das voll ausnutzen.

Daher die Frage, ist es nach wie vor richtig, als Deepstacker an den Tisch zu gehen oder sollte man das nicht tun bzw. variieren?

Bankrollempfehlung für CG liegt bei 25 stacks, wären also 312,50$, was ich allerdings für das Limit relativ heftig finde.

Muss/kann man da etwas anpassen?

Gruss
Zapp
 
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23-04-2010, 11:14
(#2)
Benutzerbild von bamboocha88
Since: Jul 2008
Posts: 4.328
GoldStar
Wenn du mit deepen stacks umgehn kannst, sollte das kein Problem sein. Du gewinnst größere Pötte und verlierst größere Pöte, gleicht sich alles wieder aus.
 
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23-04-2010, 11:34
(#3)
Benutzerbild von Zappomat
Since: Oct 2008
Posts: 51
BronzeStar
Ich orientiere mich eigentlich wenig am eigenen Stack, sondern fast nur am Stack des (kleinsten) Gegners und am Pot. Find's halt nur komisch, dass man dort die max Stacks auf 250BB abgeändert hat. Wenn man sich an 25 Stacks orientiert, könnte ich mit weniger Bankroll auch 5/10NL auf den schnellen Tischen spielen - das ist der Hintergedanke.

Edit: ich schlage die beiden micro-lvl bei 10-12 Tischen gleichzeitig kontinuierlich mit 5-6BB/100. Nicht berauschend, aber ich komme zurecht. Shots auf 5/10 waren auch ok, BR ist derzeit knapp über 300$, wäre also mMn soweit alles iO.

Zapp

Geändert von Zappomat (23-04-2010 um 11:38 Uhr).
 
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23-04-2010, 11:52
(#4)
Benutzerbild von JacquesCurie
Since: Dec 2008
Posts: 66
Also, ich hab mir dazu auch Gedanken gemacht:

Erstmal gilt die 25-Stack-Empfehlung nur für 100BB als Max-Buyin.

Da wir bei NL2 und NL5 uns mit 250BB einkaufen, ändert sich mit unserer Strategie auch das BRM. Ich glaube, wenn wir einen sehr deepen Stack haben, sind wir damit nicht so häufig All-in, wie mit einem kleineren oder sogar shorten.

Je größer unserer Stack in Relation zu den Blinds, desdo größer wird unsere Handrange. Bei der SSS haben wir zum Beispiel nur 20BB und sind oft vor dem Flop mit zB AKo All-in. Folglich ist auch das Ausmaß der Varianz größer und wir brauchen als BRM mehr stacks, um nicht von der Varianz gekillt zu werden (BRM für SSS = 37 stacks/750BB)

Mit 100BB ist man vor dem Flop nicht so häufig mit AKo All-in. Die größere Handrange bewirkt ein Verkleinern der Varianz, da man öfter spekulative Hände spielen kann, die einem manchmal die Nuts verschaffen. Bekommen wir damit nicht die Nuts, halten wir den Pots möglichst klein. Aus diesem Grund limpen wir Preflop mit zusätzlichen Händen.

Ist unser Stack nun wirklich deep (250BB) heißt das für uns, dass wir diesen einen BB mit noch mehr Händen callen können. Denn was ist ein BB, wenn man vielleicht 250BB damit gewinnen könnte? Wir haben also eine noch größere Handrange und sind gleichzeitig nicht so häufig All-in, bevor alle Karten gefallen sind.

Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob meine Überlegung (Abhängigkeit der Handrange zur Varianz) korrekt ist, aber sicher ist, dass auf NL2 und NL5 deine Edge größer sein sollte, als in den höheren Limits. Ein gutes BRM sollte also nicht für jedes Limit eine fixe Stackzahl haben, sondern mit der Edge variieren. In höheren Limits sollte man also ein konservatives BRM haben, als in den micros. Du musst dir also selbst überlegen, ob du mit den 250BB gut zurecht kommst, und dir ein konservatives oder weniger konservatives BRM erstellen.

PS: Wär cool, wenn jemand mit mehr Ahnung, meine Überlegung überprüft (Abhängigkeit der Handrange zur Varianz).
 
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23-04-2010, 12:18
(#5)
Benutzerbild von Zappomat
Since: Oct 2008
Posts: 51
BronzeStar
Zitat:
Zitat von JacquesCurie Beitrag anzeigen
Ist unser Stack nun wirklich deep (250BB) heißt das für uns, dass wir diesen einen BB mit noch mehr Händen callen können. Denn was ist ein BB, wenn man vielleicht 250BB damit gewinnen könnte? Wir haben also eine noch größere Handrange und sind gleichzeitig nicht so häufig All-in, bevor alle Karten gefallen sind.
Die Überlegung halte ich für falsch, weil ich nicht meinen Stack gewinne, sondern den des Gegners. Hat der Gegner keine 250BB, geht das nicht auf. Und ich schmeiß oft genug kleine Paare weg, weil die Pre-flop-raiser keine 15 Calls mehr übrig haben, um meinen Call mathematisch zu rechtfertigen. Trifft man das Set, kriegt man zwar den Stack, aber der ist eigentlich zu klein.

Zitat:
Ein gutes BRM sollte also nicht für jedes Limit eine fixe Stackzahl haben, sondern mit der Edge variieren. In höheren Limits sollte man also ein konservatives BRM haben, als in den micros. Du musst dir also selbst überlegen, ob du mit den 250BB gut zurecht kommst, und dir ein konservatives oder weniger konservatives BRM erstellen.
Das BRM in der Ausbildungssparte sagt leider gar nichts zu den Micros, ansonsten geht man dort generell von 25 stacks aus, allerdings bei 100BB max Buy-in. Demnach wäre 'ne BR von 2500 BB erforderlich. Das wären bei NL2 dann 50$ bzw. bei NL5 entspr. 125$, was ich allerdings selbst für knapp halte. Ginge auch gar nicht, weil ich wie gesagt 10-12 Tische spiele^^.

Zapp
 
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23-04-2010, 13:06
(#6)
Benutzerbild von JacquesCurie
Since: Dec 2008
Posts: 66
Zitat:
Zitat von Zappomat Beitrag anzeigen
Die Überlegung halte ich für falsch, weil ich nicht meinen Stack gewinne, sondern den des Gegners. Hat der Gegner keine 250BB, geht das nicht auf. Und ich schmeiß oft genug kleine Paare weg, weil die Pre-flop-raiser keine 15 Calls mehr übrig haben, um meinen Call mathematisch zu rechtfertigen. Trifft man das Set, kriegt man zwar den Stack, aber der ist eigentlich zu klein.
Natürlich gehe ich davon aus, dass man sich an Tische setzt, wo möglichst viele um vollen Stack spielen.
 
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24-04-2010, 00:31
(#7)
Benutzerbild von Zappomat
Since: Oct 2008
Posts: 51
BronzeStar
Das ist der Punkt, es gibt derzeit wenige Spieler, die das max-buy-in komplett ausnutzen. Aber da der thread ja seit paar Stunden auf ist und kein grober Widerspruch kommt, scheint es ja kein systematischer Fehler zu sein, wenn ich das so mache. Auch wenn die meisten Gegner im Vergleich eher short sind.

Zapp