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[Blog] Ology on SSS theory

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Ology on SSS theory - 14-06-2010, 12:05
(#1)
Benutzerbild von Ology
Since: Apr 2009
Posts: 232
Moin!

In diesem Blog möchte ich meine theoretischen Berechnungen zur Shortstack Strategie zusammenfassen und veröffentlichen.

Unter Umständen kann der ein oder andere Anhänger der SSS etwas damit anfangen. Und wenn nicht, ist es trotzdem ein guter Ort meine Berechnungen zu archivieren.

Zum Start beschäftige ich mich mit folgendem Szenario:
Preflop: Hero is BB (19 BB left) with ,
Villain raises to 3 BB, all other Villains fold, Hero raises to 20 BB, ...

bzw: Ab welchen PFR (Preflopraise%)und F3B(Fold-to-3bet%) Werten kann ich mit any Two Cards profitabel restealen? (Als profitabel erachte ich einen Gewinn von mindestens 1 BB pro Resteal)



Auf Bitte vom Cheffe, hier die Werte als Graph:



Diskussion:
  • - Die Profitabilität des Resteals hängt primär vom F3B-Wert ab, und nur sekundär vom PFR-Wert.
  • - Bei einem F3B von 90%+ kann man unabhängig vom PFR any two cards restealen.
  • - Bei einem F3B von 80% kann man ab einem PFR von 20%+ any two cards restealen.
  • - Bei einem F3B von 70% und weniger wird es unprofitabel, weil wir nicht mehr genug Gewinn durch gegnerische Folds machen.

Geändert von Ology (16-06-2010 um 12:01 Uhr).
 
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14-06-2010, 15:12
(#2)
Benutzerbild von ERA7ER
Since: Sep 2009
Posts: 1.027
Supernova
glaube dass es unmöglich ist sowas zu berechnen und wenn dann nur unter gewissen annahmen.

man könnte ja theoretisch die range mit der er opend berechnen und dann seinen fold23bet und dann berechnen mit welcher range man profitabel drüberpushen kann. das problem ist allerdings dass die gegner adapten werden, und dies tut jeder gegner auf seine eigene art und weise, und diese adaption kannste nicht berechnen. dies hängt vor allem auch damit zusammen dass das ein prozess ist der sich entwickelt. je mehr sie sehen, dass du mit crap 3bettest desto häufiger werden sie callen und umgekehrt.
wenn man diesen kreislauf nun irgendwie unendlich oft fortsetzen würde, würde man irgendwann auf einen perfekte 3bet range gegen jeden gegnertyp kommen (vermutlich). ist halt iwie sehr schwer sowas zu modellieren bzw zu berechnen.
 
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14-06-2010, 17:00
(#3)
Benutzerbild von FiftyBlume
Since: Jan 2009
Posts: 1.950
Imo ist die Überlegung in der Theorie sinnvoll, praktisch aber total fürn Arsch...

um vernünftige Att. to Steal-Werte zu bekommen braucht man
min. 4-5k Hände(Fullring) mit dem Spieler zusammen...

Spontan würde ich vermuten, dass vllt in 20-25% der Fälle das Reraise kommt.

=> wir brauchen 16-25k Hände für einen halbwegs soliden Eindruck(je nachdem....evt. muss man den Reraisewert anpassen)

Ich find das ist doch schon eine ordentliche Hausnummer, zumal es wahrscheinlich ist, dass Villain über 25k Hände sein Verhalten schonmal anpassen kann.

Dazu kommt natürlich schon das genannte, wer oft 3-bettet bekommt lighte Calls und somit müsste man wieder einen sehr niedrigen Fold-to-3-Bet-Wert ansetzen, bzw. sogar seine kompletten Statistiken neu auswerten, selbst wenn wir den plus EV spot finden, kann es sehr, sehr schnell sein, dass unsere Move durch das neue Spielverhalten -EV wird und wir werden das sehr lange Zeit nicht merken.
 
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14-06-2010, 18:37
(#4)
Benutzerbild von Ology
Since: Apr 2009
Posts: 232
Zitat:
Zitat von FiftyBlume Beitrag anzeigen
Imo ist die Überlegung in der Theorie sinnvoll, praktisch aber total fürn Arsch...
Jup. Hab ja nie behauptet, dass ich 72o restealen will Ich mach das ganze um ein besseres Gefühl von Equity, Ranges und +EV/-EV zu bekommen.

Geht mir in der Hauptsache um die Leute die mal im Fernsehen gesehen haben, dass man "vom Button voll gut Blinds stehlen kann" und dann einen Stealwert von 80% spielen und auf einen Resteal alles kleiner Queens wegwerfen. Ich bezweifle, dass solche Leute sich großartig anpassen und da resteale ich dann halt auch mal mit K3o und ähnlichem
 
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PFR vs F3B, Pocketpairs - 15-06-2010, 13:40
(#5)
Benutzerbild von Ology
Since: Apr 2009
Posts: 232
Gleiches Szenario, andere Holecards. Diesmal geht es darum ab wann man Pocketpairs 3-beten kann:
Preflop: Hero is BB (19 BB left) with Pocketpair
Villain raises to 3 BB, all other Villains fold, Hero raises to 20 BB, ...

Zusätzlich habe ich meine Ergebnisse mit polymyxa's Tabelle verglichen. "ALL" bedeuted man kann auch mit 72o profitabel 3-beten (siehe Post #1).



Diskussion:
  • - polymyxa's Tabelle ist sehr nahe den Werten für F3B=0. Meine Tabelle ohne Rücksicht auf den F3B hätte also fast genauso ausgesehen. Ich bin auf jeden Fall auf der richtigen Spur!
  • - Beachtet man den F3B bei seinen 3-bet Ranges, so kann man je nach F3B teilweise deutlich mehr Pocketpairs 3-beten. Die Grenzen sind dabei sehr abrupt: Bei PFR=14/F3B=60 ist es ab 99 profitabel, bei PFR=14/F3B=70 ist es ab 44 profitabel.

Geändert von Ology (15-06-2010 um 14:00 Uhr).
 
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PFR vs F3B, suited Ax - 16-06-2010, 21:25
(#6)
Benutzerbild von Ology
Since: Apr 2009
Posts: 232
Das ganze nochmal mit suited Ax. (Bei den kleinen Beikarten nur A2s und A6s, weil es dort wegen den Straightmöglichkeiten kleine Unterschiede gibt die in meiner gewählten Tabellenform schwierig darzustellen wären)


Geändert von Ology (16-06-2010 um 21:32 Uhr).